Ein neuer Frühling für den EFC

Eine Hand voll treuer Weißenfelser Fans fand den Weg nach Fredrikshavn um ihre Mannschaft anzufeuern. Dabei waren sie nicht selten fast komplett alleine in der Arena. Das soll sich laut Filip Suman und seinem neuen Konzept nun ändern. Foto: Rudolf Schuba/ floorball-europe.com

Seit dem vorangegangenen Herbst macht sich die IFF grundlegende Gedanken über ihren EuroFloorball Cup(EFC). Die letzte Auflage im dänischen Frederikshavn gab den Verantwortlichen zu denken, da sich schwedische Top-Teams verweigerten, Medienvertreter die mangelnde Verwertbarkeit ankreideten und Besucher sich über die Abgeschiedenheit der Austragungsorte beklagten. Nun gibt es eine EFC-Zukunftskommission. Sie soll die Potentiale ausloten und einen neuen Frühling für den EFC einläuten. Wie das gehen soll, erläuterte der Vorsitzende der Kommission, Filip Suman.

Frederikshavn im Oktober 2009: Der EuroFloorball Cup hält Einzug im 23.500 Seelen-Ort . Doch weit und breit keine Spur von Besucher-Herden. Nirgends Andrang an den Toren der Arena Nord. Die Top-Teams aus Schweden – der Meister AIK und Vizemeister Warberg, verzichteten auf ihr Startrecht. Damit ging ein Haufen Attraktivität, spielerische Klasse und Spannung verloren. Das wiederum sorgte für leere Zuschauertribünen. Diejenigen, die sich trotzdem dazu durchrangen, den EFC mitzuerleben, wurden von der geografischen Lage vor verkehrstechnische Probleme gestellt. Die Stadt im äußersten Norden von Jütland lag einfach zu weit ab vom Schuss. Lediglich die Schweden gelangten über Göteburg einigermaßen umwegelos nach Frederikshavn. Fehlende Attraktivität ließ auch zahlreiche wichtige Medienvertreter abwesend bleiben. Alles in allem kann die EFC Final Round 2009 als misslungen bezeichnet werden.

In der Vergangenheit des EFC gab es schon immer Diskussionen um seine Organisation und System. „Diese Diskussionen sind so alt wie der Cup selbst. Da sich der Cup seit Jahren stark verändert, sind sie auch unerlässlich. Im ersten Jahr starteten wir mit zehn teilnehmenden Teams. Letztes Jahr waren es bereits 40 teilnehmende Mannschaften. Aufgrund dieser Entwicklung ist es notwendig eine fortwährende Debatte über das EFC-System zu führen“, erklärt Filip Suman, Präsident des tschechischen Floorball Verbandes (CFBU) und Vorsitzender der EFC Zukunfts-Arbeitsgruppe und sieht die Dinge positiv.

Das neue Grundkonzept

Im Januar erarbeitete die Gruppe ein vorläufiges Konzept für die neue Aufstellung des Cups. Erster und wichtigster Punkt:

1. Das aktuelle Qualifizierungssystem wird nicht verändert
2. Die Nationen, die unterhalb der Top-4 platziert sind, spielen in einem „European Cup“, der in einem dieser Länder ausgetragen wird
3. Die Top-4 spielen in einem „Champion Cup“, der nur in diesen Ländern ausgetragen wird

Hintergrund für diese Aufteilung soll eine bessere Verwertbarkeit für die Medien, vor allem TV-Produktionen, sein. „Außerdem wird im European Cup die Spannung gewahrt. Denn durch die neue Aufteilung wird es ein ausgeglichenes Turnier, es können unberechenbare und überraschende Ergebnisse zustanden kommen.“, begründet Suman das Konzept. „Das wiederum bringt neue Zuschauer und erzeugt mehr mediales Interesse.“

Das IFF Central Board bestätigte dieses Konzept während seinem letzten Meeting Ende Januar. Nun hat Suman die Aufgabe mit seiner Arbeitsgruppe genauere Details zu erarbeiten. Es muss unter anderem noch geklärt werden, mit wie vielen Mannschaften der European Cup besetzt werden soll. Würde die Anzahl von den aktuellen acht Teams auf sechs reduziert, würde es den Cup kompakter machen. „So kann der Veranstalter alle Spiele in eine Arena verlegen und muss nicht mehr splitten. Das würde den organisatorischen Mehraufwand verringern und Kosten sparen.“ Auch die neue Terminwahl spielt eine Rolle. „Mit dem Termin im Oktober sind wir noch nicht glücklich.“  Suman bittet um aktive Mitarbeit aller Floorballinteressierten. Der sympatische, hochgewachsene Tscheche ist der Ansicht, dass von jedem alle Möglichkeiten und Ideen eingebracht werden müssen, um die beste Lösung für den EFC zu finden. Betrachtet man das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln, fallen Missstände und Chancen gleichmaßen ins Auge.

Wichtige Medienwirkung

Hauptaugenmerk des neuen Konzeptes ist also die bessere Verwertbarkeit für die Medien. Spiele, die nicht mehr mit zweistelligen Differenzen im Ergebnis enden, sollen mehr Interessierte anlocken. Hintergedanke der IFF ist somit mehr Präsenz in den etablierten Medien dieser Welt. Mehr Präsenz plus mehr Attraktivität macht gleich mehr Sponsorengelder. So die Rechnung der IFF. Die Mehreinnahmen der IFF könnten wiederum den einzelnen Mitgliedern zu Gute kommen. Bessere Ausstattung der WM’s, besseren Service und mehr Förderung der Länder aus der Floorball-Dritte Welt.

Doch noch ist nichts entschieden. Eins aber wird allen Beteiligten klar sein – es kann nach dem letzten Herbst nur noch ein Frühling für den EFC anbrechen.

(ms)


Frederikshavn im Oktober 2009: der EuroFloorball Cup hält im 23 500 Seelen-Ort Einzug. Doch weit und breit keine Spur von Besucher-Herden. Nirgends Andrang an den Toren der Arena Nord. Die Top-Teams aus Schweden – der Meister AIK und Vizemeister Warberg, verzichteten auf ihr Startrecht. Damit ging ein Haufen Attraktivität, spielerische Klasse, Augenschmaus und Spannung verloren. Das wiederum sorgte für leere Zuschauertribünen. Diejenigen, die sich trotzdem dazu durchrangen, den EFC mitzuerleben, wurden von der geografischen Lage vor verkehrstechnische Probleme gestellt. Die Stadt im äußersten Norden von Jütland lag einfach zu weit ab von jeglicher Erreichbarkeit. Lediglich die Schweden gelangten über Göteburg einigermaßen ohne weitere Umwege nach Frederikshavn. Fehlende Attraktivität ieß Medienvertreter auch zahlreiche wichtige Medienvertreter abwesend bleiben.

In der Vergangenheit des EFC gab es schon immer Diskussionen um seine Form und System. „Diese Diskussionen waren notwendig, da sich der Cup seit Jahren stark verändert. Im ersten Jahr starteten wir mit zehn teilnehmenden Teams. Letztes Jahr waren es bereits 40. Aufgrund dieser Entwicklung ist es notwendig eine fortwährende Debatte über das EFC-System zu führen“, erklärt Filip Suman, Präsident des tschechischen Floorball Verbandes und Vorsitzender der EFC Arbeitsgruppe.

Das neue Grundkonzept

Im Januar erarbeitete die Gruppe ein vorläufiges Konzept für die neue Aufstellung des Cup. Erster und wichtigster Punkt:

1. Das aktuelle Qualifizierungssystem wird nicht verändert

2. Die Nationen unter den Top-4 Nationen spielen in einem „European Cup“, der in einem dieser Länder ausgetragen wird

3. Die Top-4 Nationen spielen in einem „Champion Cup“, der in nur in diesen Ländern ausgetragen wird

Hintergrund für diese Aufteilung soll eine bessere Verwertbarkeit für Medien, vor allem TV-Produktionen, sein. „Außerdem wird im European Cup die Spannung gewahrt. Denn durch die neue Aufteilung wird es ein ausgeglichenes Turnier, es können unberechenbare Ergebnisse zustanden kommen“, begründet Suman das Konzept. „Das wiederum bringt neue Zuschauer und erzeugt mehr mediales Interesse.“

Das IFF Central Board bestätigte dieses Konzept bei seinem letzten Meeting im Januar. Nun hat Suman die Aufgabe mit seiner Arbeitsgruppe genauere Details zu erarbeiten. Es muss unter anderem noch geklärt werden, mit wie vielen Mannschaften der European Cup besetzt werden soll. Würde die Anzahl von den aktuellen acht Teams auf sechs reduziert, würde es den Cup kompakter machen. „So kann der Veranstalter alle Spiele in eine Arena verlegen und muss nicht mehr splitten. Das würde den organisatorischen Mehraufwand verringern und Kosten sparen.“ Auch die neue Terminwahl spielt eine Rolle. „Mit dem Termin im Oktober sind wir noch nicht glücklich.“ Suman bittet um aktive Mitarbeit aller Floorballinteressierten. Der sympatische Tscheche ist der Ansicht, dass alle Möglichkeiten und Ideen eingebracht werden müssen, um die beste Lösung für den EFC zu finden.

Wichtige Wirkung für Medien

Hauptaugenmerk des neuen Konzeptes ist also die bessere Verwertbarkeit für die Medien. Spiele, die nicht mehr mit zweistelligen Differenzen im Ergebnis enden, sollen

Hintergedanke der IFF ist somit mehr Präsenz in den etablierten Medien dieser Welt. Mehr Präsenz plus mehr Attraktivität macht gleich mehr Sponsorengelder. So die Rechnung der IFF. Die Mehreinnahmen der IFF könnten wiederum den einzelnen Mitgliedern zu Gute kommen.

Doch