14. Spieltag: 2. Bundesliga Herren

Lilienthal ließ am letzten Spieltag nichts anbrennen und folgt Bonn in die Play-offs. /Foto: Florian Büchting /unihockey-pics.de

Das „Wunder von Kiel“ blieb aus und somit steht Lilienthal als Letzter der vier Play-off-Teilnehmer fest. Für Halle und Bonn lief der abschließende Härtetest vor deren Halbfinalserie suboptimal – aus verschiedenen Gründen. Die Scorerwertungen waren in beiden Staffeln klare Angelegenheiten.

Drei Siege aus den letzten drei Saisonspielen katapultierten Grimma auf einen zufriedenstellenden vierten Rang. In der abschließenden Partie gegen die Zweite von Weißenfels trumpfte einmal mehr Mathias Digulla groß auf und erzielte fünf Treffer. Damit verteidigte der Sturmtank auch Rang fünf in der Skorerwertung (41 Punkte).

An der Spitze dieses Prestigewettbewerbs ließ Dresdens Christopher Gruhne im direkten Duell mit seinen Verfolgern aus Chemnitz, Pietilä und Radünz, nichts mehr anbrennen. Die schauten von der Tribüne aus zu, wie der Rest des Teams in einer knappen Partie den 14.Sieg im 14.Spiel einfuhr. Dank der Abstinenz der beiden Scharfschützen konnte Dresdens Schuschwary Radünz sogar noch überholen und liegt am Ende, punktgleich (49) mit Pietilä auf Rang zwei. Die 64 Punkte von Gruhne stehen aber außer Konkurrenz.

Zum Abschluss der Qualifikationsrunde blamierte sich Play-off-Teilnehmer Halle zuhause gegen Elster. In einem zerfahrenen Schlussabschnitt, indem die Gäste über acht Minuten in Unterzahl agieren mussten, gaben die Saalestädter eine 5:3-Führung noch aus der Hand. Den Siegtreffer für Elster, die damit nach zuletzt verkorksten Auftritten (5:14 gegen Dresden, 3:15 gegen Chemnitz) ein versöhnlichen Saisonabschluss feierten, erzielte Urgestein Jens Zoberbier. Halle dagegen muss sich in den Partien gegen Bonn von einer anderen Seite präsentieren, will man im Kampf um die Zweitligameisterschaft noch ein Wörtchen mitreden.

Ergebnisse 14.Spieltag Oststaffel

MFBC Wikinger Grimma – UHC Sparkasse Weißenfels II 15:6 (4:1, 5:1, 6:4)

Unihockey Igels Dresden – Floor Fighters Chemnitz 7:8 (0:2, 3:2, 4:4)

Saalebiber Halle – UHC Elster 5:6 (1:0, 2:2, 2:4)

Nach dem ersten Drittel roch es in der Schorfmoorhalle nach einer Sensation – Seebergen-Rautendorf führte gegen Lilienthal mit einem Tor. In der Folge spielte der Favorit aber groß auf und drehte, angeführt von Appenrodt und Bothe mit je drei Treffern, die Partie. Den Gästen half auch die Unterstützung des bundesligaerprobten Aboagye nichts, obwohl diesem zwei Treffer gelangen. Da Neuwittenbek im Spiel gegen den Westfälischen Floorball Klub das „Wunder von Kiel“, also ein Sieg mit 44 Toren Unterschied, wenig überraschend verpasste, darf man sich in Lilienthal nun auf die Play-off-Spiele gegen Chemnitz freuen. Mit Heike, Melde, Lubes und Appenrodt stellt man zudem das Führungsquartett der Scorerwertung.

Für die Westfalen brachte der Wochenendausflug nach Kiel trotzdem Zählbares. Im Duell um Platz vier gegen den Kieler Floorball Klub gelang ein knapper Sieg. Entscheidend waren jeweils die Startminuten der letzten beiden Abschnitte. Während die Gastgeber im zweiten Drittel einen Zwei-Tore-Rückstand innerhalb von fünf Minuten in eine Führung verwandelten, brauchten die Westfalen im Schlussabschnitt dieselbe Zeit um sich wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuschießen.

Bonn konnte den abschließenden Spieltag nicht nutzen, um sich für die Duelle mit Halle warm zu schießen, da Schlusslicht Uphusen die Reise ins Rheinland nicht antrat. Da tröstet auch das 5:0 forfait wenig.

Ergebnisse 14.Spieltag Weststaffel

Kieler Floorball Klub – Westfälischer Floorball Klub 3:5 (0:2, 3:0, 0:3)

TV Lilienthal – Vfr Seebergen-Rautendorf 10:6 (3:4, 3:0, 4:2)

TSV Neuwittenbek – Westfälischer Floorball Klub 8:3 (noch nicht veröffentlicht)

TSV Dragons Bonn – TB Uphusen Vikings 5:0 forfait

(tn)

Kommentare

  1. Istgesamt war die 2. Liga Nord eine spannende und durchaus niveauvolle Angelegenheit dieses Jahr und zumindest unsrer Mannschaft viel Freunde gemacht. Leider kann wohl in der kommenden Saison nicht daran angeknüpft werden. Wir wir am Wochenende erfahren haben, wird Kiel nicht mehr am Spielbetreib der 2. Liga teilnehmen. Auch Uphusen – so zumindest die Gerüchte – wird nicht mehr antreten. bleiben also noch 5 Teams übrig. Sollte Bonn den Aufstieg in Liga 1 schaffen, wären es noch 4 Teams. Dazu kommt dann noch Köln. Trotzdem keine richtige Liga. Was ist mit dem Norden, gibt es da noch Aufsteiger?