Personalkarussell im Verband

Der Verband sucht ständig neue Mitarbeiter. Viele Kommissionen sind unterbesetzt oder überarbeitet. In der ABK zumindest gibt es nun Bewegung. /Foto: pixelio.de, S. Hofschlaeger (Bearbeitung M. Schneider)

Seit jeher hatte der Nationalverband Probleme seine Personalstellen ordnungsgemäß zu besetzen. Das hat sich auch in diesem Jahr noch nicht geändert. So steht die Ausbildungskommission (ABK) und die Medizinische Kommission (MEK) kurz vor der Handlungsunfähigkeit nachdem zahlreiche Mitglieder das Weite suchten. Doch es stehen bessere Zeiten bevor, glaubt man den Verantwortlichen.

Im Frühjahr 2010 beendete Andreas Blankenstein unerwartet seine Tätigkeit in der Ausbildungskommission von Floorball Deutschland und ließ die Abteilung somit führungslos zurück. Die Gründe für seinen Rücktritt als Leiter der ABK wollte er gegenüber Floorballmagazin nicht genau benennen. Nur, „dass es persönliche Differenzen mit der Geschäftsleitung“ gegeben habe. Aber nicht nur Blankenstein verließ die ABK, auch Grit Finaske, Mitarbeiterin der ersten Stunde, beendete ihre Mitarbeit zum Jahreswechsel. Sie steckt ihre Energie und Wissen ab sofort in die ABK des Unihockey Bundes Sachsen-Anhalt  (UHB-SA).

Bis vor zwei Wochen verblieb einzig und allein René Potthoff in der ABK, die unter anderem Trainerlehrgänge organisiert und Material für die Floorball-Schulung zusammenstellt. Seit Anfang März betreut Mike Bunke, aktueller Leiter der Geschäftsstelle und Generalsekretär von Floorball Deutschland, das Amt des Abteilungsleiters kommissarisch. Seitdem soll sich so einiges ändern. „Ich habe die Kommission aushilfsweise übernommen, da mir Aus- und Weiterbildung besonders am Herzen liegen. Seit vielen Jahren bin ich im Fechtsport in der Trainerausbildung tätig. Zudem kenne ich durch meine langjährige Tätigkeit im Landessportbund Schleswig-Holstein die Ausbildungssituation anderer Sportarten. Mit diesem Wissen will ich zum einen die Aus- und Fortbildung im Floorball mit den Vorgaben des Deutsch Olympischen Sportbundes (DOSB) in Einklang bringen. Zum anderen möchte ich mit meiner Erfahrung Fehler vermeiden, die ich in anderen Sportarten erkannt habe“, nimmt Bunke zur Amtsübernahme Stellung. Die DOSB-Leitlinien waren nach Bunkes Angaben auch der ausschlaggebende Punkt für die Differenzen zwischen ihm und seinem Amtsvorgänger Blankenstein. „Ich bin der Ansicht, dass Blankensteins Interpretationen zu den offiziellen Rahmenrichtlinien und seine Vorstellungen über die Trainerausbildung nicht optimal waren. Er versuchte eigenwillige Ideen im Amt durchzusetzen mit denen der Vorstand nicht einverstanden war“, führt Bunke aus.

Bunke will Geschäftsführung aufgeben

Nachdem die ABK nach diesem Vorfall in sich zusammenfiel wie ein Kartenhaus, will Bunke nun den Neuaufbau starten und nimmt eine Umstrukturierung vor. Zur Unterstützung holte er sich postwendend Rainer Joest, langjähriger Mitarbeiter der schleswig-holsteinischen ABK, mit ins Boot. Beide veranstalteten bereits gemeinsam Trainerlehrgänge. So soll Joest auch den nächsten B-Trainerlehrgang durchführen. Der ausgebildete Lizenz- und Managementtrainer und Personal Trainer bringt bodenständige Ansichten mit ins Amt. Sein Hauptaugenmerk liegt in der Aus- und Weiterbildung im Breitensport. “ Andernfalls verlieren wir uns im Leistungssport und die Pyramide verliert an Substanz beziehungsweise der Sport seine Basis“, bemerkt Joest. Für seine Mitarbeit in der nationalen ABK will er seine Tätigkeit im Floorball-Verband Schleswig-Holstein beenden.

David Makin, hier noch als Mitarbeiter der ABK, ist nun im Ressort MEK tätig. Er meint, dieses Ressort arbeitet eingeschränkt. Schuld sei der personelle Engpass und die vakante Leiterstelle. /Foto: Floorball-Verband Schleswig Holstein.

Neben dem Rücktritt von Blankenstein als ABK-Leiter und der kommissarischen Übernahme durch Mike Bunke, wird es weitere personelle Umstrukturierungen im Verband geben. Denn Bunke will seine momentane Tätigkeit aufgeben. „Ich möchte das Amt des Generalsekretärs und die Leitung der Geschäftsstelle niederlegen. Mir liegt der praktische Sport mehr als die Sportverwaltung“, erklärt der ehemalige Fregattenkapitän. Er glaubt, dass die Arbeit durch Aufteilung beider Ämter auf zwei Personen attraktiver wird. „Wenn der Leiter der Geschäftsstelle nicht mit alltäglichen Arbeiten des Generalsekretärs belastet wird, sollte es kein Problem sein, einen Nachfolger für dieses Amt zu finden“, ist Bunke überzeugt. Bisher vereinte Bunke beide Posten in einer Person.

Kommissionen im Dornröschen-Schlaf

Aber nicht nur in die ABK und in die Geschäftsleitung kommt Bewegung. In der Medizinischen Kommission (MEK) sah es in letzter Zeit etwas mau aus. Viele Posten die diese Abteilung zu vergeben hätte, sind oder bleiben unbesetzt. Die wenigen Mitarbeiter arbeiten auf Sparflamme. Nachdem David Makin die Ressortleitung der MEK im Herbst 2008 niederlegte, nahm er sie nach Verhandlungen hinter den Kulissen als Mitarbeiter wieder auf. Seit dem Frühjahr 2009 arbeitet er nun mit zwei Kollegen ohne Ressortleitung. „Die MEK ist eine Kommission, die momentan ohne Führung da steht. Da wir leider nicht über die personellen Ressourcen verfügen, kann im Moment nicht viel getan werden“, stellt Makin fest.

Kritik wird seit einigen Jahren an der sogenannten Entwicklungskommission (EWK) geübt. Sie besteht aus vier Mentoren aus allen Landesteilen der Republik. Doch sind ihre Vertreter zumeist Schläfer oder überarbeitet. Keiner weiß so recht was sie tun. Jedenfalls ist es schwierig den Erfolg dieser Kommission rational zu erfassen. Auch Floorball Deutschland-Präsident Dr. Oliver Stoll ist mit dieser Situation nicht sehr beglückt.

Es soll sich in nächster Zeit einiges tun, meint Stoll mit Hinsicht auf das Ziel „Aufnahme in den DOSB“. Die Aufgabe der Mentoren ist es, neue Vereine für Floorball zu begeistern und die Zusammenarbeit mit Schulen zu koordinieren. In diesem Zusammenhang sollte die EWK eine der entscheidenden Rollen im DOSB-Projekt spielen. Sie nämlich könnte der Motor der Beitrittsbestrebungen von Floorball Deutschland werden.  Das gegenwärtigste Projekt der EWK ist der Floorball Förderverein.

Seit vielen Jahren ist die Stelle des Vizepräsidenten Breitensport vakant. Dieser Umstand wird auch die nächste Delegiertenversammlung beschäftigen, da dieses wichtige Amt nicht länger unbesetzt bleiben darf. Bleibt zu hoffen, dass sich auch hier in naher Zukunft das  Personalkarussell dreht. Denn die Aufgaben des Breitensport-Vize sind viel zu wichtig, um sie auf die lange Bank zu schieben. Kinder- und Jugendsport sind Schwerpunkte, die derzeit einer schnellen Handlung bedürfen, soll der Sport in Zukunft auf gesunden anstatt auf tönernen Füßen stehen.

(ms)

Kommentare

  1. interessant… aber mit so wenig Kräften wird es nicht einfach was zu reißen. Aber solange die Landesverbände und Vereine die lokale Entwicklung puschen, ist das andererseits nicht sooo schlimm. Dann kann der Dachverband eben hauptsächlich koordinativ wirken und Impulse setzen. Schwierig.

  2. Aha floorballmagazin übt also Kritik an Kommissionen, sorry das nicht jedes neue Infoportal am Markt gleich einen detaillierten Entwicklungsbericht erhält. Wenn andere Mitarbeiter keine Gründe für ihren Rücktritt nennen wollen denkt man sich wohl, dass eine Nachfrage bzgl. des Standes bei anderen Kommissionen überflüssig ist?!

    Einer der schlafenden Mentoren mit Überarbeitungserscheinungen hat so eben seinen Rücktritt bekannt gegeben. Der Grund ist – anders als bei Herrn Blankenstein – keineswegs ein Geheimnis. Wenn die Arbeit in einer Kommission hier noch (in Absprache mit Floorball Deutschland) schlecht geschrieben wird, muss man sich das wirklich nicht antun. Aber das ja in der EWK eh nicht gearbeitet wurde ist das kein Verlust.

    Und übrigens ist die Tätigkeit sehr wohl erfassbar, gibt es doch vom Dachverband Datenbanken mit detailierten Aufstellungen aller Aktivitäten. Der Verband hat außerdem zu jedem erfolgreich abgeschlossenen Projekt eine Mail mit genauen Angaben erhalten und dazu noch eine Abrechnung des jeweiligen Entwicklers (nicht Mentors).

    Was gescheitert ist, ist das ursprünglich angedachte System. Die Mentoren sollen Entwickler betreuen, die wiederum neue Vereine eröffnen. In der ganzen Zeit haben sich weniger als 10 Interessenten gemeldet, davon kaum jemand ein Projekt auch nur angefangen. Alle wollen selber nur spielen und sind ausschließlich auf das Wohl ihres Clubs bedacht. Somit blieb einzig die Möglichkeit, dass die Mentoren selber neue Vereine eröffnen. Was denkt ihr, wie viele Vereine ein Mentor so „nebenbei“ schaffen kann? Schon mal überhaupt einen Vereine eröffnet? Eine Abteilung? Wenigstens eine Mannschaft? Ist das Wort Ehrenamt überhaupt ein Begriff???

    Komisch, dass es für die „Rosinen im Ehrenamt“ wie Nationaltrainer immer gleich neue Kandidaten gibt….Entwicklung ist eben nicht so sexy…

    Wenn ich in einer Stadt 80km von meinem Wohnort entfernt einen Verein eröffne, bekomme ich – kaum ist es geschafft – aus der Nachbarstadt vom dort ansässigen Verein zu hören, warum ich denn auf die blöde Idee kommen würde in einer 400.000 Einwohner Stadt einen Extraverein auf zu machen, die könnten doch alle über die Autobahn in die andere Stadt kommen.

    @friedly fire schon mal hier geschaut: http://unihockey.de/151.html
    Wer puscht denn wo eine Entwicklung? Die großen Landesverbände verlieren sogar Mitglieder bzw. stagnieren. Nur drei Landesverbände mit „nennenswertem“ Zuwachs. Wenn die nicht auch noch nachlassen, haben wir ja schon 2017 die Chance die 10.000er Hürde zu knacken – Glückwunsch.

  3. Bevor man groß Kritik an irgendwelchen Mitarbeitern von floorball deutschland übt, sollte man sich mal fragen, was die eigentlich für ihre Arbeit bekommen.
    Wie floorballmafiawest schon angedeutet hat, sind das alles ehrenamtlich tätige Personen. Sprich die bekommen gerade mal ihre Auslagen ersetzt, aber 0 Cent je Arbeitsstunde.
    Im Gegenzug bekommen sie oft böse E-Mails von Leuten, die mit der geleisteten Arbeit nicht zufrieden sind und werden jetzt sogar noch öffentlich an den Pranger gestellt.
    Vielleicht kann das floorballmagazin ja mal ausrechnen, wie viel es floorball deutschland kosten würde, wenn diese Arbeit durch Vollzeitler erledigt wird. Diesen Wert müssten dann natürlich die Mitgliedsverbände/-vereine zahlen.
    Bevor jetzt alle anfangen zu rechnen: wenn wir von ca. 6000 Mitgliedern ausgehen und floorball deutschland einen Hungerlohn von 30.000 Euro inkl. Lohnnebenkosten zahlen wollte, dann wären das pro Vollzeitstelle 5 Euro, die für jedes Mitglied mehr gezahlt werden müssten.
    Alternativ könnte man das natürlich auch auf die Team-Lizenzen für die Bundesligen umlegen. Dann würde eine Teamlizenz 1000 Euro mehr kosten, wenn auch nur ein Vollzeitler beschäftigt wird.
    Bevor Ihr also weiterhin die Ehrenamtler kritisiert, solltet Ihr Euch mal überlegen:
    – könntet Ihr die Aufgabe besser bewältigen
    – wäret Ihr bereit die Kosten für Vollzeitler zu tragen
    – würdet Ihr kostenlos für floorball deutschland arbeiten, um die Leute, die Ihr damit verprellt zu ersetzen

  4. Ok… aber was hat das alles mit dem Beitrag zu tun?

    Dieser sagt doch nichts was dem widerspräche. Er erklärt doch im Grunde nur, dass die ABK und die MEK in der Krise stecken und neu besetzt werden sollen und dass niemand für den Posten im Breitensport gefunden werden kann.

    Und…

    „Kritik wird seit einigen Jahren an der sogenannten Entwicklungskommission (EWK) geübt. Sie besteht aus vier Mentoren aus allen Landesteilen der Republik. Doch sind ihre Vertreter zumeist Schläfer oder überarbeitet. Keiner weiß so recht was sie tun. Jedenfalls ist es schwierig den Erfolg dieser Kommission rational zu erfassen.“

    was die Mentoren angeht… im Ernst, kein Arsch weiß, was die machen. Vielleicht in derer Region, in derem Umfeld aber in der Breite ist das ein unbekanntes Thema. Ich glaube voll und ganz, dass alle vier oder zumindest ein Teil dieser einen Superjob machen. Aber erstens, weiß niemand davon, so dass man nicht mitbekommt, wie man selbst so „mentorenhaft“ beitragen kann. Und zweitens, stimmt es doch, dass sie damit überlastet sind und Unterstützung bräuchten.

    Vielleicht hätte man zuvor, jetzt danach oder wann immer einen Bericht über die Arbeit dieser Mentoren bringen können. Für mich ist der Artikel ein verhältnismäßig lauter Hilfeschrei für den Verband, der nunmal unterbesetzt ist. Und dass einige Entwickler für ihn herausragende Förderarbeit leisten, ändert doch nichts an diesem Zustand. Es ist doch gut, dass man das Thema so auf den Tisch bringt und zumindest versucht mit offenen Karten zu spielen, oder?

  5. Ich finde den Ansatz von floorballmafiawest sehr gut. Jeder wäre sicherlich an einem „detaillierten Entwicklungsbericht“ interessiert. Dann sieht man ja wie viele Vereine oder Abteilungen seit Beginn dieses Projektes entstanden sind. Wenn man dann noch dazu schreibt an wie vielen Gründungen ein Mentor auch nur im Ansatz beteiligt war, kann man den Erfolg doch sehr gut erfassen. Dabei ist aber darauf zu achten, dass sich Kritik meiner Lesart nach nicht an der Arbeit oder gar den einzelnen Personen der EWK entlädt, sondern nur an dem Erfolg. Frei nach „dem Dicken“: „Es zählt nur, was am Ende hinten rauskommt.“

    Ich höre zum ersten Mal von den Projekten, den „Mentoren“ und ehrlich gesagt auch von der EWK des DUB… ich dachte immer Entwicklung ist Ländersache. Jetzt weiß ich bescheid… und wodurch… „…“ Danke!

    Also versteh ich die Aufregung nicht. Vielleicht werden ja dadurch viele Spieler aus dem Dornröschenschlaf gerissen und erkennen, dass sich in Deutschland KEIN ARSCH dafür interessiert, ob irgendein Floorballer in irgendeiner (Bundes-) Liga irgendetwas reist.

    Medial gesehen ist der Beste Spieler der höchsten Liga genau so uninteressant, wie ein Grundschüler, der im Schulsport auf einen Floorballschläger zugeht, um vor dem Ergreifen des selbigen kurz innezuhalten, um sich dann doch einem anderen Sportgerät zu widmen. Nur in dem kleinen alemannischen Dorf namens „Floorball Deutschland“ ist es anders. Es geht also nicht darum der Häuptling des Dorfes zu werden, sondern darum aus dem Dorf eine Stadt zu machen, sodass es vielleicht in 50 Jahren, wenn man seinem Enkel erzählt „Dein Opa hat früher mal Floorball gespielt“ es doch mal einen gibt, der sich dafür interessiert. Also anpacken und nicht daddeln.

    Man wird mehr Respekt ernten, wenn man einer älteren Dame über die Straße hilft, als durch 20 Jahre Ehrenamt. Aber das gehört dazu. Ich wünsch mir da insgesamt ein bisschen mehr Kritikfähigkeit. Wenn jeder gleich hinschmeißt, dem eine laue Briese den Pony aus dem Gesicht weht… dann gäbe es auch keine Politik mehr.

  6. Stimme friendly sowie Stumpf zu. Ist halt wie es ist und man muss es aussprechen. Die Leute wissen einfach zu wenig, was wo anders abgeht und da muss der Dachverband als Zentralorgan den Mentoren vielleicht besser unter die Arme greifen und über deren Arbeit berichten. Dass man zum Beispiel hier im Mag trotzdem mehr über beste Bundesligaspieler oder Nationalmannschaften schreibt, ist völlig normal. Das lesen mehr Leute und ist meist auch farbenfroher und griffiger. Lese es ja selber gerne, obwohl ich mit der BuLi eigentlich nix am Hut hab. Und wenn jemand als Neuling oder Sponsor die Sportart kennenlernen will, macht Bundesliga & Co. eben mehr her als Udo mit seiner Kindergruppe. Auch wenn Udo der zurecht der eigentliche Held ist. Aber ich fand, davor gab es auch richtig gute Beiträge über regionale Entwickler und nach den Finalspielen wird es die hoffentlich wieder geben.

  7. Ihr schreibt, dass ihr erst jetzt auf die Arbeit der Mentoren aufmerksam geworden seid. Das ist soweit nicht weiter verwunderlich, da die Arbeit eine Absprache zwischen den Landesverbänden und dem Dachverband ist. Es muss ja auch nicht jeder wissen, warum wer bei Floorball Deutschland was macht.

    Interessant finde ich im Artikel die Formulierung „Kritik wird seit einigen Jahren geübt.“ Nennt doch mal Ross und Reiter. Wer sind diejenigen, die über alle herziehen und somit Floorball schaden?

  8. Hi Liquid, tut mir leid, aber das sehe ich anders. Ich denke schon, dass der Verband versuchen sollte so viele seiner Mitglieder oder Anhänger wie möglich über ein solch wichtiges Projekt zu informieren. Was nutzt denn dann bitte ein Mentor, wenn niemand weiß, dass es ihn gibt, was man von ihm lernen oder wie man ihn unterstützen kann. Transparenz ist die Grundlage, wenn es darum geht, bei der Öffentlichkeit Vertrauen zu schaffen.

    Die Äußerung “Kritik wird seit einigen Jahren geübt” finde ich auch etwas zu flapsig und abstrakt. Da müsste man konkreter werden oder sie rauslassen. Andererseits verstehe ich, was zu einer solchen Aussage führt. Es gibt hier eine Kommission, die eigentlich die Grundlage des Wachstums der Sportart sein soll, aber niemand weiß, was sie genau tut oder was sie bereits tatsächlich bewirkt hat. Dieses Unwissen alleine reicht bereits aus, um sich selbst aber auch anderen zurecht Fragen zu stellen wie „Wozu ist sie da?“, „Macht sie überhaupt was?“, „Was passiert mit unseren Mitgliedsbeiträgen in dieser Kommission?“ Bleiben diese Fragen unbeantwortet, ist der nächste Schritt die Vermutung eine solche Kommission arbeite nicht wie erhofft, denn sonst würde man es erzählen und streuen. Und das stellt (bzw. stellte nach dieser Diskussion ihren Teilnehmern und dem kontroversen Beitrag sei Dank) den Ist-Zustand dar.

    Und zum Abschluss… nur weil jemand Kritik übt, zieht er nicht gleich über jemanden her und schadet damit nicht gleich Floorball. Also halte bitte den Ball flach.

  9. Der Kommentar von UN-D zum Artikel „Personenkarusell im Verband“ wurde von der Redaktion aus rechtlichen Gründen zurückgenommen.