Der letzte Matchball

Der letzte Zug zum Tor - Im Sommer zieht es Sebastian Bernieck in die Schweiz. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Nationalspieler Sebastian Bernieck erwartet für geraume Zeit die vorerst letzte Chance eine weitere Meisterschaft für den UHC einzuheimsen. Nach der Saison will der 19-Jährige in die Schweiz wechseln. Ohne den Topscorer wird sich Weißenfels neu suchen und rasch finden müssen. Um so entschlossener will der Center am kommenden Wochenende gleich den ersten Matchball gegen den MFBC verwandeln.

Sebastian, herzlichen Glückwunsch zum Auftakterfolg in der Finalserie gegen den MFBC. War der Sieg schon die halbe Miete?

Wir haben zwar die bessere Ausgangslage mit einem Sieg, aber die Meisterschaft ist erst mit dem zweiten Sieg besiegelt. Und in den Playoffs kann viel passieren.

Im Vergleich zur letzten Meisterrundenpartie wirktet ihr insbesondere im dritten Drittel agiler. Woher kam dieser Aufschwung? War die Niederlage ein Denkzettel?

Auch wir lernen durch solche Niederlagen. Um ein Finalspiel zu gewinnen muss man drei Drittel lang voll Power geben und das haben wir uns vorgenommen.

In der Halbfinalserie gegen Wernigerode gab es zwei sehr knappe Siege. Bist du mit diesen Spielen zufrieden gewesen? Schließlich wart ihr in der Saison schon einmal über die Red Devils gestolpert.

Ich denke mit einem 2:0 aus einem Playoff Halbfinale kann man zufrieden sein. Zwar waren die Spiele knapp und spannend, aber man spielt gegen den Vierten der abgelaufen Saison. Wernigerode hat als Aufsteiger eine gute Saison gespielt und uns war klar, dass es schwer wird.

Etwas undurchsichtig erscheinen die Einsätze eurer finnischen Kollegen. Mal stürmt Aki und Mikko pausiert, mal andersherum. Wie geht’s den beiden und werdet ihr in der zweiten Parte auf beide zählen können?

Die beiden waren von Verletzungen und Krankheiten geplagt. Bei uns werden zum zweiten Finale zehn fitte Spieler auf dem Feld stehen. Ob beide dann dabei sind, wird sich zeigen.

Clash of talents - Dietel & Hoidis gegen Bernieck & Böttcher. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Gegen Leipzig funktionierte eure offensive Rotation sehr gut. Dadurch hattet ihr zahlreiche Einschussmöglichkeiten. Ist das das Königsrezept gegen den MFBC?

Unser Spielkonzept ist über die Saison gewachsen und besteht aus vielen Faktoren. Es wird jeweils nur etwas an den Gegner angepasst, da der Hauptfokus auf den eigenen Stärken liegt.

Bis zur WM in Finnland sind es nur noch wenige Monate. Ist das ein besonderes Ziel, was dir im Kopf herumschwirrt?

So etwas schwebt einem immer im Kopf herum. Ich konnte leider noch nicht an einem Trainingslager teilnehmen. Ein Grund dafür ist immer noch der sehr hohe finanzielle Aufwand. Als Spieler nach fünf Jahren in der U19-Nationalmannschaft weiß man, wie schön solch eine WM ist und man würde natürlich gerne dabei sein.

Es wird gemunkelt, dass der UHC in der kommenden Saison auf dich und Tim Böttcher wird verzichten müssen. Einen gemeinsamen Ausflug in die Schweiz habt ihr euch schon gegönnt. Und wann sonst soll man dem Ruf der Ferne nachgehen, wenn nicht nach dem Abi. Also, wo soll’s hingehen?

Wenn alles gut geht, geht es sofort nach dem Abiball in die Schweiz. Der Verein steht noch nicht ganz fest, darum können wir auch noch keine genauen Angaben machen.

Basti, kurz und knapp, danke!

Ich bedanke mich auch und vielleicht sieht man sich am 1. Mai in Weißenfels… (jk)