Julia Pradel (Nr.16) im Zweikampf – Sie steuerte zwei Treffer zum abschließenden 12:0-Schützenfest bei. /Foto: Florian Büchting /unihockey-pics.de
Klare Sache im Spiel um Platz drei – 12:0 Tore, 61:5 Torschüsse. Die deutsche Equipe schoss sich gegen Österreich den Frust von der Seele und erreichte damit das Mindestziel Bronze. Ungarn holte sich indes wenig überraschend die Krone der B-WM.
Dass die Lücke zwischen Deutschland und den beiden Finalisten nur minimal war, hatte sich bei den knappen Niederlagen gegen Ungarn und Russland zweimal deutlich gezeigt. Am Ende fehlte immer nur ein letzter Tick mehr Spielwitz und Kampf, um die technische und physische Unterlegenheit auszugleichen. Und so ist der dritte Rang auch im Verhältnis zu betrachten, denn wie Co-Trainer Joel Heine im Interview mit floorball.de anmerkte, hatte man im Vorfeld auch nicht unbedingt mehr erwartet, den dritten Platz im Vorfeld als realistische Vorgabe gesehen. Beim deutschen Trainerstab ist man zudem positiv gestimmt, die geringen Defizite, die letztlich zum Finale gefehlt haben, beseitigen zu können.
Ganz anders dürfte die Sache bei Österreich aussehen. Waren die drei anderen Nationen annähernd auf Augenhöhe, so sah die Alpenrepublik höchstens deren Zehennägel. Der Abstand zum Rest des Feldes ist mit weit wahrscheinlich noch diplomatisch umschrieben. Wie bereits im gestrigen Spiel gegen Ungarn, als in sechzig Minuten genau ein (!) Torschuss gelang – unterm Strich stand ein 0:16 – waren sie auch am heutigen Tag für das deutsche Team ein nur schlechter Sparringpartner. Das Spiel ist dann auch ganz schnell erzählt. Das Goalietrio Bochmann, Mordhorst und Reck musste insgesamt ganze fünf Schüsse parieren, ihre Vorderleute probierten sich dafür ganze 61-mal. Im ersten Drittel trafen dann mit Voigt (1.), Horn (8.), Pradel, Engel (beide 16.) und Kapitänin Abraham (17.) sogar fünf verschiedene Spielerinnen und machten den Sack schon frühzeitig zu. Baumgarten (22.), Voigt (32.), Hansel (33.), zweimal Baumgarten (35., 37.) im zweiten Abschnitt sowie Engel (56.) und Pradel (59.) in den letzten zwanzig Minuten schraubten den Score gegen sich kaum wehrende Österreicherinnen schließlich auf 12:0.
Die absolute Begeisterung brach bei der Übergabe der Bronze-Medaillen zwar nicht aus, ein Lächeln wie hier bei Josephin Gacon zeigte sich aber dann doch auf den meisten Gesichtern. /Foto: Florian Büchting /unihockey-pics.de
Damit gelang dem Team ein standesgemäßer und versöhnlicher Abschluss zu einer ordentlichen aber leider auch etwas unglücklich gelaufenen B-WM. Den Aufstieg in die A-Gruppe machte indes Ungarn mit einem kaum gefährdeten 5:1-Sieg über Russland perfekt.
Deutschland – Österreich 12:0 (5:0, 5:0, 2:0)
(tn)













