Showdown in Leipzig

2009 feierte Weißenfels einen 8:3-Finalerfolg gegen Berlin. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Mit dem final4 in der Leipziger Ernst-Grube-Halle schließt die deutsche Floorballszene die Saison 2009/2010 ab. Zusätzlich zu diversen Events, Workshops sowie auch Nachwuchs- und Hobbyturnieren messen die verbleibenden vier Pokalteilnehmer aus Heidelberg, Döbeln, Hamburg und Weißenfels ihre Kräfte. Die Favoritenrollen scheinen zunächst klar verteilt.

Der Erstligist vom ETV Hamburg meldet aus Verletzungsgründen eine Spielerebbe. Im Frühjahr strauchelten die Hanseaten, die die erfolgreichste Ligahinrunde ihrer Geschichte hinlegten, des Öfteren. Am Ende scheiterte man sogar in der Bronzeserie an Wernigerode glatt in zwei Spielen. Deren Halbfinalgegner aus Heidelberg platzierte sich in der Regionalliga auf dem fünften Rang und geht somit trotz der sinkenden Formkurve der Norddeutschen als Außenseiter ins Finalevent. Im Viertelfinale bezwang der UC jedoch den Zweitligisten aus Halle und wird sich somit nicht zu früh geschlagen geben.

Auch Döbeln hofft auf einen positiven Saisonausklang, erlebte man doch Anfang Mai einen bitteren Ausgang der Relegationsspiele. Nach zwei Niederlagen gegen Chemnitz muss der UHC den bitteren Fall in die Zweitklassigkeit verkraften. Somit gibt es scheinbar nur eine Konstante. Weißenfels wird nach seinem Meistertitel auch das dritte Jahr in Folge das Double feiern wollen. 2008 bezwang man Bremen, 2009 Berlin. Rotta, Elster, Wernigerode und der MFBC wurden auf dem Weg ins Endspiel mit einer Torbilanz von 55:11 eliminiert.

Spielansetzungen:
Samstag, 14:00: ETV Hamburg vs. UC Heidelberg
Samstag, 17:00: UHC Weissenfels vs. UHC Döbeln
Sonntag, 14:00: Finale

final4 2009:
1.HF: SG BAT Berlin vs. MFBC Löwen Leipzig 10:5 (6:2, 1:1, 3:2)
2.HF: UHC Weissenfels vs. SC DHfK Leipzig 9:4 (4:1, 4:1, 1:2)
Finale: UHC Weissenfels vs. SG BAT Berlin 8:3 (1:1, 3:0, 4:2)
(Hier geht’s zur final4-Dokumentation von 2009 durch unihockey-pics.de)

Neben der Entscheidung der Pokal-Saison erwartet die Besucher am Samstag die final4nacht, ein Party-Turnier, welches auf drei Kleinfeldern von ca. 20 Uhr bis etwa 3 Uhr ausgetragen wird. Hier sollen neben Vereinsteams, die in dieser Pokal-Saison zwischen 1. Runde und Halbfinale gescheitert sind, auch spaßorientierte „Ersttäter“, die unseren Sport zu gegebenen Anlass einmal ausprobieren wollen, und natürlich eine breite Packung an Freizeit- sowie Spaßguerilla-Mannschaften teilnehmen.

Zudem wird im Rahmenprogramm des Pokal-Wochenendes der final4talentepokal, am Samstag mit Schüler- sowie Special Olympics-Teams und am Sonntag mit einem Turnier für bundesweite U9- und U11-Vereinsmannschaften sowie 13- und U15-Mädchen-Teams, ausgespielt. Darüber hinaus steht am Samstag mit dem final4workshop ein praxiswissenschaftliches Symposium an, welches die Sportart Floorball in zum Teil ganz neuem Licht erstrahlen lassen wird. Hier laden unter anderem unsere Nationaltrainer Interessierte und „Überzeugungstäter“ zur einer Praxis-Lektion.

Nicht zuletzt wird am Samstagabend – parallel zur final4nacht – eine Party stattfinden, die von den Musikern von Playgroundsupervisor und Mong Blong mit Leben gefüllt wird. Und hier kündigen sich schlimme Finger an. Protzt doch Mong Blong im aktuellen Video doch ordentlich durch die Leipziger Innenstadt, gerade so als wär schon final4.

Ergänzende Quellen: floorball.de, unihockey-pics.de

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