Girls Start Floorball

Der weibliche U15-Nachwuchs aus Weißenfels nahm erfolgreich am final4-Talentepokal teil. Demnächst soll es deutschlandweit mehr von diesen Teams geben /Foto: www.floorball-europe.com, Rudolf Schuba

Im Rahmen des Nationaltrainer Meetings im Vorfeld des final4 berieten Damentrainer und Teammanager über die Zukunft des deutschen Damen Floorballs. Simon Brechbühler, neuer Nationaltrainer der Damen, entwickelte gemeinsam mit seinem Betreuer- und Trainerstab ein neues Konzept um die Entwicklung im Damenbereich voran zu treiben. Das Projekt „Girls Start Floorball“ hat die Verbreitung des Sportes in den verschiedenen Regionen des Landes als Grundlage. Ziel soll es sein, dass mit Hilfe von ausgewählten und geschulten Botschafterinnen aus der gesamten Nation ein flächendeckendes Rekrutierungsnetzwerk aufgestellt werden soll. Vor allem Juniorinnen im Alter ab 12 Jahren sollen im Fokus stehen.

Botschafterin kann werden, wer sich für Floorball begeistert und engagiert. Diese Personen sollen dann in ihrem speziellen lokalen Umfeld Ansprechpartnerin für Vereine, Interessierte und Trainer sein. Mittelfristig soll so systematisch weiblicher Nachwuchs umworben und gebunden, Strukturen gefunden und optimiert werden. „Wir müssen das Floorball-Feuer wieder dort entfachen, wo es schon einmal gebrannt. Das ist einfacher als einen neuen Brandherd zu legen“, verbildlicht Brechbühler. Schlussendlich soll somit auch die Dichte an Juniorinnen-Ligen, besonders im U17-Bereich, angehoben werden.

Das Team um Brechbühler plant für Anfang August ein Ausbildungscamp für die künftigen Botschafterinnen indem sie lernen werden, wo der Unterschied zwischen weiblichem und männlichem Nachwuchstraining liegen, wie Mädchen begeistert werden können und mit welchen Promotionswerten das erreicht werden kann. Bereits Anfang Februar sollen die Botschafterinnen einen gemeinsamen Trainingstag mit ihrem rekrutierten Nachwuchs organisieren. Daraus soll sich später ein weibliches Pendant zur U17-Trophy entwickeln. Geleitet wird dieses Projekt von Simon Brechbühler und ein bis zwei Chefbotschafterinnen. Wer diese beiden sein werden, ist noch nicht sicher. Fest steht jedoch, dass diese Arbeitsgruppe keinem Landesverband oder einer ähnlichen Institution angegliedert wird, sondern vielmehr eigenständig agieren wird.

Anstoß für diese Überlegungen gab es durch die aktuellen Entwicklungen in der Damen Bundesliga. Nachdem sich Berlin aus der Liga zurückzog, besteht sie lediglich aus fünf Mannschaften. Ziel soll es jedoch sein, in den nächsten Jahren eine ausgeglichene, nachhaltige etablierte Liga aufzustellen. Dafür sollen nach Brechbühlers Ansicht die Anforderungen an die Teams vereinfacht werden.

Interessenten melden sich bei: Simon Brechbühler,  s.brechbuehler@floorball.de