Europacup öffnet Pforten

Nach der Quali und Teilnahme am Finalturnier 2009 nimmt der UHC Weißenfels (hier gegen Titelträger SSV Helsinki) 2010 an der Veranstaltung nicht teil. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

38 Mannschaften haben sich laut der International Floorball Federation (IFF) für den Europacup eingeschrieben. Am letzten August-Wochenenden stehen drei Qualifikationsturniere an, einschließlich jenes in Grimma. Die Herren vom UHC Weißenfels setzen aus, der MFBC holt die Quali nach Hause. Vom 5. bis 9. Oktober geht das Finalturnier in Lettland mit den Qualifikationssiegern und mehreren gesetzten Teams über die Bühne.

Das Qualifikationsturnier der Top-4-Nationen Ende August in Helsinki ist mit dem Schweizer Cupsieger Tigers Langau, Tapanilan Erä aus dem Weltmeisterland Finnland, Vizemeister der abgelaufenen Saison und Zweiter des letztjährigen Europacupfinalturniers, sowie dem starken schwedischen Vertreter, Landesmeister Storvreta IBK stark besetzt. Die Vertreter aus dem sechsfachen Weltmeisterland Schweden müssen ins Qualifikationsturnier, da man dem letztjährigen Europacupwettbewerb (aus finanziellen Gründen) fernblieb.

Der Sieger dieses Qualifikationsturniers von Helsinki wird für die Endrunde in die Gruppe B mit den Gesetzten Wiler-Ersigen und Vitkovice eingeteilt. Der tschechische Vizemeister Vitkovice rückt aus jenem Qualifikationsturnier der Top-4-Nationen in Helsinki direkt ins Finaltableau auf, da der tschechische Meister (Tatran Stresovice) aus finanziellen Gründen auf eine Europacupteilnahme verzichtet. Ein weiterer Qualifikant aus den Turnieren der nominell schlechteren Nationen wird die Gruppe B komplettieren.

Titelverteidiger am Finalturnier ist der SSV Helsinki, der es im Oktober damit in der Vorrunde in seiner Gruppe A definitiv nicht mit einem starken (schwedischen) Team zu tun kriegt. Inspecta aus dem Gastgeberland Lettland, Arhus aus Dänemark sowie ein Qualifikant vervollständigen jene Gruppe A. Die Gruppenersten und –zweiten werden in die Halbfinals einziehen und um die Medaillen kämpfen.

Der MFBC umschifft die finanziellen Strapazen elegant und holt die Quali nach Grimma. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Bei den Damen haben sich neben den Schweizer Vizemeisterinnen und Cupsiegerinnen Red Ants Rychenberg Winterthur einzig die Finninnen von Lappeenranta fürs Europacup-Qualifikationsturnier der Top-4-Nationen gemeldet, womit der Einzug ins Finalrundenturnier für die Zürcherinnen durchaus eine nehmbare Hürde ist. Das Team von Rolf Kern wird an jenem August-Wochenende laut IFF-Informationen zweimal gegen die Finninnen spielen müssen, die Equipe mit mehr Punkten aus diesen zwei Partien darf wenig später nach Lettland reisen. Sollten eine Mannschaft einmal gewinnen und einmal verlieren (zum Beispiel 5:4 und 0:1), wird an die 2. Partie eine Verlängerung angesetzt. Die Anzahl erzielter Tore spielt laut Informationen des IFF-Wettkampfchefs Stefan Kratz keine Rolle. Für die Red Ants Rychenberg Winterthur ist es bei 18 Europacup-Austragungen übrigens die 14. Europacup-Teilnahme, was Rekord ist.

Der Sieger dieses Mini-Qualifikationsturniers rutscht für die Finalrunde in die „Schweizer Gruppe“ mit der direkt qualifizierten Schweizer Meistermannschaft Piranha Chur. Ein tschechischer Vertreter (Herbadent SJM) und ein Qualifikant aus einem Turnier der schwächeren Nationen vervollständigen die Vorrunden-Gruppe B. Fünf Teams sind jeweils pro Geschlecht gesetzt. Neben Piranha Chur und Herbadent SJM in der Gruppe B sind dies in der Gruppe A IKSU (Swe) als Titelverteidigerinnen, SC Classic Tampere aus Finnland und Rubene (Lettland). Rubene profitiert als Gastgeber von der Direktqualifikation. Classic Tampere hätte aufgrund der Resultate in den vergangenen drei Jahren eigentlich in ein Qualifikationsturnier gehen müssen, rutscht nun aber nach der Absage der schwedischen Meisterinnen (Rönnby) ins Finaltableau nach. Ein Qualifikant wird die Gruppe A komplettieren.

Weitere Informationen auf der Infoseite der IFF.

Ergänzende Quellen: Pressemitteilung von swiss unihockey vom 11. Juni 2010