EFCQ: „Wir sind für Überraschungen gut!“

Juliane Hoffmann kennt das internationale Parkett bislang "nur" als Nationalspielerin. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Mit einem überzeugenden 5:0 startete der MFBC Wikinger Grimma erfolgreich in das heimische Qualifikationsturnier um den Einzug ins Finalturnier des EuroFloorball Cups. Zum Schlüsselspiel gegen die Norwegerinnen von Tunet kann der Deutsche Meister auch wieder auf seinen Neuzugang Juliane Hoffmann zählen. Das Floorballmagazin unterhielt sich mit der Nationalspielerin über die Ambitionen der Grimmaer.

Wie sah die bisherige Vorbereitung des MFBC auf das Turnier aus? Gab es besondere Trainings, die auf die Quali-Konkurrenz abgestimmt waren?

Das Team hat bis zu viermal wöchentlich zusammen trainiert, wobei sowohl Lauf- als auch Stocktraining stattfand. Die Vorbereitung galt dabei mehr uns selbst und unseren Stärken bzw. den zu diesem Zeitpunkt ausgemachten Schwächen. Bei der Quali wollen wir uns ja auch hauptsächlich auf uns und unser Spiel konzentrieren.

Gegen die Spanierinnen von Leganes konntest du aus Arbeitsgründen noch nicht dabei sein, am Donnerstag bist du aber für den härtesten Brocken bereit. Was erwartet ihr vom Spiel gegen Tunet aus Norwegen?

Es wird definitiv eines der schwersten Spiele der Quali. Ich persönlich kenne das Team nicht, aber die Norwegerinnen sind für ihre technische wie auch körperliche Qualität bekannt. Gerade im Vergleich zur Bundesliga wird die körperliche Härte wesentlich höher sein.

Tunet sowie auch die dänischen Bulldogs haben schon fünf bzw. drei Finalturnierteilnahmen auf dem Buckel. Kann die fehlende Erfahrung des MFBC-Kaders hier ausschlaggebend sein?

Natürlich kann das sein, aber gerade weil die meisten von uns noch nie bei einem solchen Turnier waren, sind wir natürlich besonders motiviert. Außerdem finden die Spiele bei uns zu Hause statt und wir wollen unseren Fans und Sponsoren natürlich einen großen Kampf zeigen und sind somit bestimmt für Überraschungen gut.

Nun ist das für euch so eine kleine „Heim-WM“. Was bringt das für dich als Spielerin mit sich, wenn du ein solches internationales Turnier auf heimischem Boden absolvieren darfst?

Ich freue mich, dass man den vielen Floorballfans in Grimma einen solchen Leckerbissen der Sportart präsentieren kann. Die Motivation ist natürlich enorm hoch. Sogar aus meiner Heimat, Bremen, hat sich Besuch angekündigt. Außerdem ist es schön zu sehen, wie ein Verein wie der MFBC ein solches Turnier vorbereitet und organisiert. Zum ersten mal in meiner Floorball-Laufbahn gibt es Sponsoren, die gezielt Damen Floorball unterstützen. Sogar die Handwerkskammer Leipzig hilft uns!

In Angesicht der Konkurrenz wird der Aufstieg vermutlich nicht das Minimalziel sein. Was wäre eine Platzierung bzw. ein Ergebnis über das ihr euch freuen würdet?

Die Quali sind die ersten wichtigen Spiele in dieser Saison, so dass wir weder unser Potential noch das der Gegner genau einschätzen können. Von daher sind wir zufrieden, wenn wir unser Spiel und unsere Stärken ausspielen. Wenn wir das schaffen, bin ich überzeugt, dass wir oben mitspielen können.