Europafenster: Storvreta auf Formsuche

Wo ist nur die Meisterform? Auch Storvreta-Leitwolf Kohonen sucht noch vergeblich. /Foto: efc2010.lv

So langsam wird es bedenklich für Storvreta IBK: Schon vier Niederlagen in Serie und nur Platz 11 in der Liga. Hinter dem Champion liegen aktuell nur die noch sieglosen Teams Balrog, Mullsjö und Mora. Für die gab es bei AIK immerhin einen ersten Lichtblick. In Finnland durchbricht ein Stürmer die 300-Tore-Schallmauer, in Tschechien zeigt ein anderer, dass Toreschießen keine Frage des Teams sein muss.

Svenska Superligan

Stovretas Sturzflug in der Superligan setzt sich fort: Vor gerade einmal 800 Zuschauern im Fyrishov (normal sind weit über 1.000) unterlag man Falun im TV-Match (Highlights bei tv4.se) mit 6:7 – die vierte Niederlage am Stück. Fredrik Holtz lieferte eine ordentliche Partie und tunnelte Faluns Goalie Rehn zum zwischenzeitlichen 1:1. Trotzdem ist der Meister in einer ersten Mini-Krise: Platz 11 bei immer noch neun Punkten Rückstand zur Tabellenspitze – Allerdings heißen die nächsten Gegner Mullsjö und Balrog. Beide stehen noch ohne Sieg da. Wenn der Champion allerdings auch in diesen Spielen Punkte abgibt, werden die Alarmglocken allmählich schrillen.

Richtig aufhorchen lässt dagegen aktuell Warberg. Die schlugen vergangene Woche den bis dahin verlustpunktlosen Leader Dalen diskussionslos 8:3, vorher hatten sie bereits CzechOpen-Finalist Sirius IBK mit 12:3 abgefertigt: Damit ist die Equipe von der Westküste bis auf Rang drei vorgerückt. Ein Lebenszeichen hat indes auch Mora abgegeben. Nach der katastrophalen Leistung gegen Täby letzten Montag (1:11) zog man sich gegen den Ligazweiten AIK wesentlich beachtlicher aus der Affäre: Mit einer 2:1-Führung startete man gar ins Schlussdrittel, wo man sich dem Druck der Stockholmer allerdings beugen musste und schlussendlich 2:5 verlor. Somit wartet der Aufsteiger weiter auf seinen ersten Saisonsieg.

Eine einigermaßen große Überraschung gab es bei der Vermeldung des schwedischen Nationalkaders für die letzte Euro Floorball Tour vor der WM (5. bis 7.November in Espoo/Finnland): Denn Nationaltrainer Göransson nominierte Umea-Goalie Gunnar Domeij. Der stand 2006 das letzte Mal im Kasten der Nationalmannschaft, als diese ihr letztes WM-Gold gewann. Danach war er zurückgetreten. Anfang diesen Jahres heuerte er völlig überraschend bei Umea City in der SSL an und trug maßgeblich zu deren Klassenerhalt bei. Nun steht das Team, auch dank Domeij auf Play-off-Kurs und der Goalie im Nati-Aufgebot.

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Sowohl GC (schwarz) als auch Köniz (rot) mussten in der SML Niederlagen einstecken. /Foto: Erwin Keller, kellermedia.ch

Swiss Mobiliar League

Nachdem sich die Teams der Spitzengruppe entweder gegenseitig – Malans besiegte Leader GC Zürich 10:4, Chur schlug die Tigers Langnau 7:2 – die Punkte abnahmen oder gar gegen schlechter klassierte Teams (Köniz verlor gegen Rychenberg-Winterthur 3:8) herschenkten, lacht nun nach sieben Spieltagen das bekannte grün-weiße Gesicht von der Tabellenspitze. Wiler besiegte vergangene Woche Waldkirch-St.Gallen ohne größere Probleme 7:4 und führt das Tableau mit einem Spiel weniger vor Malans und Zürch an. Dabei erweist sich in erster Linie die Defensive des Meisters als Erfolgsschlüssel: 20 Gegentore in sechs Spielen sind eine sehenswerte Quote.

Richtig auf den Deckel gab es dagegen für Lok Reinach mit Nationalspieler Philipp Hühler, die bei Aufsteiger Kloten-Bülach mit 4:11 unter die Räder kamen – gleichzeitig der erste Saisonsieg der Jets.

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Szene aus dem direkten Duell zwischen Espoo (weiß) und SSV Helsinki (schwarz) - Beide mussten vergangene Woche Niederlagen einstecken, rangieren aber weiter auf Rang zwei bzw. drei. /Foto: Mikko Hyvärinen

Salibandyliiga

Zwei Drittel gewonnen und doch recht klar verloren: Beim Spitzenduell der Salibandyliiga, Classic (1.) gegen Espoo (2.), entschied eine 5-Minuten-Strafe zu Beginn des zweiten Drittels die Begegnung. Ganze vier Tore schoss Classic während dieser Überzahl und drehte die Partie von 1:2 auf 5:2 – drei weitere Tore sollten in dem Abschnitt folgen. Das letzte Drittel holte sich Espoo zwar wieder mit 3:1, am Ende stand mit dem 5:9 jedoch die zweite Saisonniederlage. Classic steht nun bei sieben Siegen aus sieben Spielen.

Eine weitere Siegesserie stoppte indes Koovee Tampere, die Meister SSV Helsinki 4:2 besiegten – Helsinki hatte zuvor fünf Spiele in Serie gewonnen. Einen besonderen Moment gab es bei der Partie Nokia gegen Happee: Dort erzielte Sami Nyman bei seinem Salibandyliga-Debüt nach langer Verletztungspause seinen 300.Ligatreffer. Die 4:9-Niederlage seiner Equipe gegen Jyväskylä verhinderte damit jedoch nicht.

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Hier noch im Trikot von Tatran: Michael Jedlicka. /Foto: czechopen.cz

Fortuna Extraliga

Was genau Michael Jedlicka nach den ersten Saisonspielen bewog, von Primus Tatran (feierten mit dem 8:1 gegen Pardubice den siebten Sieg im siebten Spiel) zu Aufsteiger und Schlusslicht Bohemians Prag zu wechseln, können wir nicht sagen: Das echte Scharfschützen aber in jedem Team scoren schon – Bei seiner Premiere im Trikot der Grün-Weißen erzielte der langhaarige Hüne gleich mal fünf der sechs Treffer seines Teams. Die Partie gegen Ostrau ging allerdings trotzdem 6:8 verloren. Der Wechsel Jedlickas rief Erinnerungen hoch: Auch Tatran-Goalie-Legende Tomás Kafka hatte 2007/08 ein einjähriges Intermezzo bei den Bohemians gegeben – Auch damals blieb das Team Kellerkind.

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(tn)