Europafenster: UHC „Suomi“ Malans

Zwei Tore gegen Mullsjö, insgesamt acht Punkte nach sieben Spielen - Und schon 17 Strafminuten: Fredrik Holtz. /Foto: efc2010.lv

Acht Teams in Bereich von drei Punkten: Der Play-off-Kampf in der Svenska Superligan verspricht schon in dieser frühen Saisonphase Hochspannung. Die Schweizerliga wird dagegen finnisch dominiert. Und in Finnland? Schießen neuerdings die Goalies Tore.

Svenska Superligan

Zwei Tore von Fredrik Holtz und eine überragende Leistung von Goalie Viktor Klintsten ergaben den dritten Saisonsieg für Storvreta: 6:4 gegen Aufsteiger Mullsjö. Damit hat sich die Svenska Superligan zweigeteilt. Zwischen den drei Letztplatzierten (u.a. Mora, die einmal mehr untergingen, 4:12 gegen Sirius) und Storvreta auf Platz 11 liegen schon sieben Punkte. Bis zum Vierten Umea sind es für den Meister dagegen nur drei Punkte. Lediglich Warberg, Dalen und AIK konnten sich etwas absetzen und bilden das Spitzentrio.

AIK gewann im Montagsspiel 4:3 n.V. gegen Helsingborg und konnte sich bei Goalie Patrick Jansson für den sechsten Saisonsieg bedanken. Die Highlights einer rasanten Partie mit klarem Chancenplus für Helsingborg gibt es wie immer unter tv4.se. Eine andere Goalie-Personalie: Gunnar Domeji, letzte Woche noch überraschend in den Nationalmannschaftskader berufen, sagte seinen Einsatz bei der EFT in Espoo/Finnland dieses Wochenende unerwartet ab und fährt damit, wie schon Daniel Ramsin (Täby) definitiv nicht zur WM. Wenn nichts Außergewöhnliches mehr passiert, steht damit das schwedische Goaliepaar für Finnland 2010: Viktor Klintsten (Storvreta) und der für Domeji nachgerückte Peter Sjörgren (Warberg).

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Esa Jussila, Anführer des UHC "Suomi" Malans, prescht sich durch die Reihen von Wiler-Ersingen. /Foto: Erwin Keller, kellermedia.ch

Swiss Mobiliar League

Die Alligatoren beißen wieder und zwar kräftig: Zwei 10:4-Siege, gegen GC Zürch und Waldkirch St.Gallen hievten Malans an die Tabellenspitze. Überragend in diesen beiden Partien (neun Punkte) wie auch schon die ganze Saison war Regisseur Esa Jussila, der mit insgesamt 24 Scorerpunkten auch die Scorerwertung anführt. Flankiert wird der finnische Hüne von zwei ebenfalls torhungrigen Landsleuten: Jami Manninen und Petri Hakonen. Diese beiden liegen mit je 18 Punkten auf Platz vier und fünf der Wertung. Die Fäden an der Bande zieht bekanntlich Finnlands Nationalcoach Petteri Nykky, sodass nur ein Schluss bleibt – Der UHC „Suomi“ Malans dominiert neuerdings die SML.

Vom Verletzungspech verfolgt ist aktuell Wiler-Ersingen. Neben Henrik Quist (Kreuzbandriss) fehlen noch weitere fünf Stammakteure (u.a. Mendelin), sodass das Berner Derby gegen Langnau prompt mit 2:5 in die Hose ging. Zweite Saisonniederlage für die Grün-Weißen. Aufhorchen ließ nach einem kleinen Hänger dagegen wieder Lok Reinach mit Nationalspieler Philipp Hühler. Die holten gegen Köniz immerhin einen Punkt (3:4 n.P.) und haben damit nach acht Spieltagen schon so viele Punkte gesammelt, wie in der ganzen letzten Saison (nämlich sieben). Das hätte dem, u.a. vom Fachblatt unihockey.ch benannten „Abstiegskanditat Nummer eins“ vor der Spielzeit kaum jemand zugetraut.

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Vorsicht, Torgefahr! Josba-Goalie David Rytych hat den Ball. /Foto: Mikko Hyvärinen

Salibandyliiga

Nicht nur in der MaXxPrint FBL tauchen nominelle Goalies hin und wieder in der Torschützenliste auf. Diese waren dann jedoch für gewöhnlich ausnahmsweise mal auf dem Feld aufgestellt. Anders bei der Partie Josba gegen Loviisa. Dort stand es 23 Sekunden vor Schluss 3:2 für Josba, Loviisa hatte alles auf eine Karte gesetzt und spielte mit ´Empty-Net`. Als Josba-Goalie David Rytych den Ball in die Finger bekommt, katapultiert er ihn mit einem mächtigen Auswurf in die gegnerische Hälfte – Dabei trifft er die Brust eines Spielers von Loviisa, danach trudelt der Ball ins Tor. Die Referees lassen allerdings kein Eigentor in den Spielbericht notieren, sondern geben als Torschützen Rytych an. Die Krönung einer starken Leistung: Der tschechische Nationalgoalie hatte im Spiel eine Fangquote von 92 Prozent.

 

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Beim EFC strahlten sie noch, in der Liga leidet Vitkovice am "Europacup-Blues". /Foto: efc2010.lv

Fortuna Extraliga

„Wir zahlen gerade den Preis für den Europacup. Trotzdem hat es sich gelohnt.“ – So hört sich ein Trainer an, dessen Club, immerhin Vize-Meister und Vize-´Europameister` (Euro Floorball Cup) in der Liga langsam den Anschluss an die Spitze verliert und gerade gegen einem Aufsteiger (Kladno) unterlegen war. Vitkovices Coach Radomír Mrázka sieht sein Team aktuell nur auf Platz sieben, schon 13 Punkte hinter Tatran. Ok, zwei Spiele hat der Club aus Ostrau weniger bestritten, gewisse Sorgenfalten angesichts des aktuellen Formtiefs sind allerdings berechtigt.

Derweil hat Tatran seine ersten Punkte abgegeben. Gegen Vitkovices Lokalrivalen FBC Ostrau reichte es nur zu einem 8:7, nach Verlängerung. Man wird´s verschmerzen können.

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(tn)