Europafenster: Beklaut und verloren

Rasmus Sundstedt, hier im Trikot der schwedischen Nati, und seine Teamkollegen von Caperiotäby wurden beklaut - Während des Spiels in Helsingborg. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Ausgerechnet im letzten Spiel vor Weihnachten beklauten Diebe die Spieler von Caperiotäby – Während die auf dem Feld gegen Helsingborg kämpften. Mora kann indes erstmals in diesem Jahr die rote Laterne abgeben. In Finnland hat das Nationalteam beim Sportpreis einen ungewöhnlichen Kontrahent aus England. Sein Name: David Beckham.

Svenska Superligan

So hatten sich die Spieler von Vizemeister Caperiotäby den Start in die Weihnachtstage sicher nicht vorgestellt. Bei ihrem Gastspiel in Helsingborg letzten Dienstag wurde Hyvärinen und Co während des zweiten Drittels die Kabine ausgeräumt. Autoschlüssel, Handies, Geldbeutel und sogar Verlobungsringe – Alles weg! Bei all dem Chaos musste auch noch der letzte Abschnitt gespielt werden, Täby lag zu allem Überfluss mit 2:4 zurück. Wenig überraschend ging das Spiel schließlich mit 3:6 verloren. Nach der Partie gab es dann statt der üblichen Auswertung intensive Gespräche mit der örtlichen Polizei. Danach war Täbys Trainer Jäderlund zuversichtlich, dass die Diebe geschnappt werden: „In der ganzen Arena sind Kameras. Irgendwo sind sie sicher auf Film.“ Bis jetzt haben die Ermittlungen allerdings noch keinen Durchbruch erzielt.

Gaben die rote Laterne erstmals in dieser Saison ab: KAIS Mora. /Foto: Jesper Mattsson

Gute Nachrichten gibt es von KAIS Mora: Der Club von Nationalmannschaftskapitän Kristian Holtz konnte vor Heiligabend erstmals in dieser Saison die rote Laterne abgeben. Holtz saß mit einer Verletzung auf der Tribüne uns sah, wie „seine Jungs“ im Kellerduell Balrog mit 7:6 niederrangen und die Stockholmer damit auf den letzten Platz verbannten.

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Swiss Mobiliar League

In seinem Abschiedsspiel zeigte Radim Cepek noch einmal, warum er acht lange Jahre die SML mitgeprägt hat wie kaum ein Zweiter. Gegen seinen Ex-Club Rychenberg-Winterthur erzielte er beinahe den Game-Winner selbst – Seinen Treffer zum 7:6 acht Minuten vor dem Ende konnte der HCR aber noch ausgleichen. In der Overtime war dem 35-jährigen Tschechen dann zumindest noch der Assist zum Game Winner vergönnt.

Mit einem knappen Overtime-Sieg gegen Langnau konnte sich Wiler (grün) Verfolger Malans (rot) noch so gerade vom Hals halten. /Foto: Erwin Keller, kellermedia.ch

Beim Prestigeduell Wiler-Ersingen gegen Tigers Langnau hoben sich die Teams das Beste bis zum Schluss auf: Vier der sechs Tore fielen in den letzten fünf Minuten. Die Hauptperson war dabei Nati-Verteidiger Markus Gerber. Der besorgte für die Tigers zunächst zweimal den Anschluss (1:2 und 2:3 in der 56. und 58.Minute) und legte in der Schlussminute den Ausgleich durch Mühletahler auf. Der Extrapunkt ging trotzdem an Wiler – Fankhauser sicherte dem Meister nach nur 25 Sekunden der Overtime, den einen Zähler mehr für die Tabellenführung bis ins neue Jahr. Bei einer Niederlage in der Verlängerung wäre nämlich Malans dank eines, um ein Tor besseren Torverhältnisses ganz vorne gewesen.

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Schaut mal, was ich hier habe.. Kapitän Mikael Järvi mit dem WM-Pokal. Wie schon 2008 ist Finnland beim heimischen Sportpreis nominiert. Können sie ihn wieder gewinnen? /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Salibandyliiga

Die Liga hat über Weihnachten geruht, stattdessen steht die Nati noch einmal im Fokus. Denn Team Finnland ist mit seinem Sieg im Endspiel gegen Schweden bei der WM für den finnischen Sportpreis in der Kategorie „Sportmoment des Jahres 2010“ nominiert. Dabei gelten sie als einer der Favoriten. Die Konkurrenz ist allerdings hart: So müssen sie sich u.a. gegen David Beckham (!) durchsetzen, der im März nach Finnland kam, um sich vom Spezialist Sakari Orava an der Achillessehne operieren zu lassen. Ob das nun als herausragender Sportmoment durchgeht, darf bezweifelt werden, ein mediales Großereignis war es in jedem Fall. Bis vorgestern konnten die Finnen auf der Website des Sportpreises abstimmen – Ob Järvi und Co wie schon 2008 gewinnen, wird am 10. Januar feststehen, wenn die Trophäen vergeben werden.

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Nimmt im neuen Tatran-Kalender zwischen Baumstämmen statt Pfosten Platz - Tschechiens Goalie-Legende Tomas Kafka. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Fortuna Extraliga
Tatran Stresovice setzt nicht nur in der Liga Maßstäbe. Pünktlich zwischen Weihnachten und Neujahr stellte der Meister seinen neuen Kalender vor. Die Bilder können sich wirklich sehen lassen. Highlight: Tomas Kafka versucht in einem Gehäuse bestehend aus zwei massiven Baumstämmen einen Schuss von Milan Garčar zu parieren. Einen bildlichen Eindruck vom Kalender gibt es hier.

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(tn)