Europafenster: Zurück in die Heimat

Emanuel Antener hat bei AIK aktuell gut lachen, erzielte gegen Pixbo sechs Scorerpunkte. /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Mit Radim Cepek und Roger Gerber kehren gleich zwei Superstars zurück in ihre heimische Liga. Cepek sorgt mit seinem neuen Verein dabei gleich für eine Überraschung. In Schweden ist die Liga dreigeteilt: Alles spricht dort für eine superspannende zweite Saisonhälfte.

Svenska Superligan

Mit einem wilden Scheibenschiessen ist die Superligan ins neue Jahr gestartet: Pixbo und AIK ließen es im Schnitt aller drei Minuten klingeln. Am Ende gewann AIK mit 12:8, dem Schweizer Angreifer Emanuel Antener gelangen dabei gleich sechs Punkte (3+3). Mit den Punkten drang Antener wieder in die Top Ten der schwedischen Scorerwertung vor und liegt dort jetzt gleichauf mit Teamkollege Kim Nilsson auf Platz neun (13+12).

Neben AIK gewannen auch Dalen (10:6 gegen Mullsjö) und Warberg (6:5 gegen Holtz´ Storvreta, Highlights bei tv4.se) ihre Partien. Das Spitzentrio marschiert also weiter im Gleichschritt. Richtig eng ist es dahinter: Caperiotäby (Platz vier) und Sirius IBK (Platz zehn) trennt nur ein kleines Pünktchen. Ebenso so in Eintracht liegt das Schlusstrio: Mora, Mullsjö und Balrog liegen allesamt bei fünf Punkten. Ob Spitze, Play-off-Plätze oder Abstiegskampf: Es verspricht überall eine spannende zweite Saisonhälfte zu werden.

Alle Ergebnisse und Statistiken der Liga unter innebandy.se

Roger Gerber spielt ab sofort wieder im Wiler-Trikot. /Foto: Erwin Keller, kellermedia.ch

Swiss Mobiliar League

Die SML und speziell Leader Wiler-Ersingen dürfen sich über die verfrühte Rückkehr einer Koryphäe freuen: Roger Gerber verlässt den Superligan-Vorletzten Mullsjö mit sofortiger Wirkung. Dort war der Center mit 15 Punkten (6+9) immerhin teaminterner Topscorer gewesen. Gegenüber unihockey.ch gab Gerber gesundheitliche Probleme und eine unbefriedigende Jobsituation als Hauptgründe für den abrupten Abbruch seines Auslandsabenteuers und die Rückkehr zu seinem Stammverein Wiler-Ersingen, für den er zuvor bereits neun Spielzeiten absolviert hatte, an. Mit dem spielstarken Gerber wird das Angriffsspiel des amtierenden Meisters um ein gehöriges Maß an Kreativität und Überraschungsmoment bereichert.

Alle Ergebnisse und Statistiken unter swissunihockey.ch

Eräs Bollström fliegt in die SSV-Bank: Während Vize-Meister Erä im Pokalhalbfinale steht, musste Titelverteidiger SSV schon im Achtelfinale die Segel streichen. /Foto: Mikko Hyvärinen

Salibandyliiga

In Finnland steigt das Final 4 des Pokals im Gegensatz zu Deutschland nicht nach sondern mitten in der Saison. Am 21. Januar treffen dabei im ersten Halbfinale die Außenseiter Ilves Tampere (1.Division) und Salibandyliiga-Schlusslicht AC Haki aufeinander. Einen echten Kracher brachte die Auslosung dagegen für das zweite Semifinale mit der Paarung Tapanilan Erä gegen SPV Seinajoki – zwei der Halbfinalisten der letzten Salibandyliiga-Saison. Titelverteidiger SSV Helsinki ist übrigens schon im Achtelfinale ausgeschieden.

Alle Ergebnisse und Statistiken unter salibandyliiga.fi

Radim Cepek, hier noch im tschechischen Nationaltrikot, erlebte bei Chodov einen Einstieg nach Maß. /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Fortuna Extraliga

So stellt man sich die Rückkehr in die heimische Extraliga doch vor: Nach seinem überraschenden Weggang von GC Zürich heuerte Radim Cepek beim Prager Klub Chodov an. Seinen Einstand gab er nun ausgerechnet gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter und Lokalrivalen Tatran, angeführt von seinem Nachfolger als Nationalmannschaftskapitän, Milan Fridrich. Zur Erinnerung: Cepek selbst war völlig überraschend nicht für die WM nominiert wurden. Chodov gewann nach spannenden Spielverlauf (erstes Drittel 3:0, zweiter Abschnitt 0:3) mit 4:3 und fügte Tatran damit die erste Saisonniederlage im zwölften Spiel zu. Der Meister musste dabei erstmals ohne Nationalgoalie Tomas Kafka auskommen, den es für den Rest der Saison in die schwedische Superligan zu Balrog gezogen hatte (wir berichteten). Für Cepek übrigens einer der Gründe für Tatrans Niederlage. Gegenüber florbal.cz sagte der 35-Jährige: „Mit Kafka spielt Tatran anders. Seine Erfahrung und Persönlichkeit fehlte ihnen heute.“

Alle Ergebnisse und Statistiken unter florbal.cz

(tn)

Kommentare

  1. Pokalhalbfinale in Finnland lautet:

    SPV – Erä !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Der Rekordmeister SSV ist schon im Achtelfinale an KooVee gescheitert.

  2. @ Mojo:

    Danke für den Hinweis. Du hast Recht. Ist im Text mittlerweile korrigiert.

    Viele Grüße