Jubel ohne Grenze – Weißenfels ist nach 2009 zum zweiten Mal deutscher Meister. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com
Zum ersten Mal in der Geschichte des UHC sind nur die Weißenfelser Damen Deutschlands Primus, und nicht mehr die Herren. Im entscheidenden dritten Meisterschaftsspiel streckten sie den MFBC Grimma mit 5:3 nieder und feierten verdient die Wiedereroberung des nationalen Titels.
Eigentlich sprach erst vieles für eine Titelverteidigung durch den Mitteldeutschen Floorball Club. Nachdem Weißenfels die Auftaktpartie mit 4:3 für sich entscheiden konnte, entschärfte Grimma in Spiel zwei sämtliche Offensivbemühungen des Gegners und glich die Serie mit einem disziplinierten 3:0 aus. Die Entscheidung musste also am vergangenen Samstag in der Grimmaer Muldentalhalle fallen.
Nahezu die ganze erste Spielhälfte verläuft aber in der Regie des UHC. Während Weißenfels geduldiger und sicherer den Ball laufen lässt, agiert Grimma überwiegend hektisch, nervös und wird nur sporadisch über Konter oder aus zweiter Reihe gefährlich. Auch defensiv steht Weißenfels kompakter und behauptet sich erfolgreicher in Zweikämpfen.
In der 14. Spielminute nutzt Magdalena Tauchlitz ein Überzahlspiel des UHC, findet mit einem schnellen Querpass am rechten Pfosten Pauline Baumgarten, die ins leere Tor einnetzt. Knapp drei Minuten später ist es erneut Tauchlitz, die die Übersicht behält, diesmal auf die unbewachte Jenny Horn im Slot ablegt, welche mit einem präzisen Abschluss ins rechte obere Eck auf 2:0 erhöht. In der besten Chance der Grimmaerinnen im ersten Spielabschnitt scheitert Anne-Marie Mietz wenige Sekunden vor der ersten Drittelpause an Nancy Gatzsch.
Auch im zweiten Drittel bleibt Weißenfels zunächst die überzeugendere Mannschaft und baut nach einem weiteren scharfen Pass von Magdalena Tauchlitz, der von Sonja Dietel unglücklich ins eigene Netz abgefälscht wird, seinen Vorsprung auf 3:0 aus.
Gerade Dietel gelingt es aber wenige Augenblicke später in Überzahl mit einem präzisen Schlenzer Gatzsch zu überwinden und den 3:1-Anschluss zu markieren. Grimma agiert von nun an wieder etwas druckvoller, schafft es aber nicht eine erfolgreiche Aufholjagd zu starten.
Im Schlussabschnitt scheint sich Weißenfels mit der Verwaltung der Führung zufrieden zu geben, Grimma hat nun mehr Ballbesitz. Trotzdem folgt in der 46. Spielminute das 4:1 als sich Anika Mähler wenige Meter hinter der Mittellinie ans Herz fasst, in Richtung gegnerisches Tor schlenzt und der verdeckte Schuss im rechten oberen Eck einschlägt.
Die vermeintliche Vorentscheidung lässt den MFBC eine ansprechende aber zu späte Druckphase einleiten. Weißenfels vernachlässigt nun des Öfteren die Zuteilung, Grimmas Juliane Hoffmann scheitert jedoch wiederholte Male entweder an einer sicheren Nancy Gatzsch oder an der eigenen Abschlussschwäche.
Knapp fünf Minuten vor Spielende nimmt Coach Ralf Kühne Goalie Daniela Thomas aus dem Tor, schickt eine sechste Feldspielerin aufs Feld und wird in der 59. Spielminute mit dem 4:2-Anschluss durch Jennifer Thomas bedient. Weißenfels antwortet aber aus einem Konter heraus zum entscheidenden 5:2, als Franziska Liebing den Lochball durch die Schoner von Thomas schiebt. Der zu späten Korrektur zum 5:3 durch die vermutlich stärkste Grimmaerin Anne-Marie Mietz folgt zwölf Sekunden später feucht-fröhlicher Siegesjubel.
Während sich die Weißenfelser Herren also ihren ewigen Rivalen vom MFBC im Playoff-Halbfinale geschlagen geben mussten, sichern die Damen des UHC dem Verein mit einer routinieten Leistung doch noch einen nationalen Senioren-Titel. Auf eine späte Revanche darf Grimma noch im final4 Ende Mai hoffen. (jk)


















Casper
17. April 2011
Cooles Aquaplaning im Video ;D herzlichen Glückwunsch an den UHC!