Verkehrte Welt

Uwe Bartoschek (li.), Christian Schneider (Mitte) und Tom Lanick (re.) sind oben auf: Mit dem 8:5-Heimerfolg gegen Dresden gelang ein ganz wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt. /Foto: Anja Thurow

 

Nach den ersten beiden Relegationspartien reiben sich viele verwundert die Augen. Denn mit Leipzig und Lilienthal gewannen die Teams, denen man im Vorfeld eher die Außenseiterrolle zugewiesen hatte. Und die Siege waren auch noch deutlich.

Die Rollen vor den Relegationspartien schienen klar verteilt: Dresden ging mit dem Rückenwind des Zweitliga-Titels in die Serie gegen angeschlagene Leipziger, die in der Abstiegsrunde ihre letzten drei Spiele allesamt verloren hatten. Lilienthal wiederum kam nur durch den Verzicht von Bremen und Döbeln in die Aufstiegsspiele und startete gegen Bonn als klarer Außenseiter. Nach den ersten Duellen der best-of-three Serie erweist sich diese Prognose bereits als hinfällig: Der SC DHfK schlug die Igels daheim mit 8:5, während Lilienthal die eigentlich so heimstarken Dragons in ihrem Sportpark Nord mit 9:4 regelrecht demütigte.

Sinnbild für die Bonner Demontage: ein geknickter Eugen Friesen. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Dabei konnte Bonn den ersten Abschnitt nach einem 0:2-Rückstand noch mit 4:2 für sich entscheiden. In der Folge gelang den Dragons jedoch kein Treffer mehr. Nachdem Lilienthal im Mitteldrittel den Anschluss schaffte, überrannte man Bonn im Schlussdrittel mit sechs Toren innerhalb von 11 Minuten. Bonn-Coach Hannes Selhofer bezeichnete diesen Einbruch im Spielbericht auf der Dragons-Homepage als “Super-Gau”. Der Trainer weiter:  ”Es war eine Demontage, eine Blamage – vielleicht der Tiefpunkt der gesamten Bundesligasaison.” Man sei nun Außenseiter, habe sich aber noch nicht aufgegeben, so Selhofer abschließend. In zwei Wochen müssen die Dragons aber beide Partien in Lilienthal gewinnen, um die Klasse zu halten.

Es wäre ein Sieg gegen die Statistik. Denn in den letzten beiden Spielzeiten gingen alle vier Relegationsserien glatt über die Bühne, mit 2:0 Siegen also. Dreimal stieg das siegreiche Team auf (Bonn, Chemnitz, Wernigerode), einmal hielt es die Klasse (Döbeln).

Auf eine Bestätigung der Regel hofft dagegen der SC DHfK. Der Tabellenletzte der Bundesliga legte nach einem torlosen Startabschnitt im Mitteldrittel (4:1)die Grundlage zum Sieg und brachte diesen Vorsprung in den letzten 20 Minuten über die Zeit. Damit ist Dresden in 14 Tagen in der heimischen Margon-Arena unter gehörigem Zugzwang, während Leipzig alle Trümpfe in der Hand hält.

Ergebnisse MaXxPrint FBL Herren Relegation: Spiel eins

SSF Dragons Bonn – TV Lilienthal 4:9 (4:2, 0:1, 0:6); Serienstand 0:1

SC DHfK Leipzig – Unihockey Igels Dresden 8:5 (0:0, 4:1, 4:4); Serienstand 1:0

(tn)

flattr this!

Was denkst du?

Du musst eingeloggt sein, um kommentieren zu können.

Floorballmagazin © 2012 All Rights Reserved

Designed by WPSHOWER

Powered by WordPress