Europas Meister 2011

Schwedischer Meister und als Europacup-Sieger irgendwie auch "Europas Meister" - Storvreta IBK. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Die Floorball-Saison 2010/11 ist (fast) abgelaufen und in jedem europäischen Land, in dem reguläre Meisterschaften ausgetragen werden, stehen die Champions fest. Das Floorballmagazin gönnte sich einen ausführlich schweifenden Blick über den Kontinent und hat für euch einmal alle Meister auf einen Blick zusammengetragen.

Mittlerweile werden in 26 Ligen Meisterschaften ausgetragen. Vor allen in den kleinen „Floorball-Entwicklungsländern“ sind die Ligen dabei oft eher überschaubar, wie z.B. in Armenien, wo erstmals eine Endrunde ausgetragen wurde und sich der Hauptstadtclub „AIRUDZY“ HFA-1 gegen drei weitere Teams durchsetzen konnte – bedenkt man aber, dass in der ehemaligen Sowjet-Republik bisweilen noch auf staubigen Fussballfeldern gezockt wird und das Land aktuell bei gerade mal 92 lizenzierten Spielern steht (inkl. Frauen), ist eine ausgespielte Meisterschaft dennoch bemerkenswert.

Ebenso außergewöhnlich ist die Lösung, die man auf dem Balkan fand: Hier wurde diese Saison die wohl erste internationale Liga der Floorball-Geschichte ausgespielt. Die „Regional Floorball League“ umfasste drei Slowenische Klubs, einen Serbischen und zwei Teams aus Bosnien-Herzegowina. Am Ende siegte die Statistik, also mit Skofja Loka einer der drei slowenischen Klubs.

Von den 23 Meistern, die das Floorballmagazin letztes Jahr schon aufzählen konnte, verteidigten indes mehr als die Hälfte ihren Titel. Besonders bemerkenswert ist dabei der Fakt, dass in allen vier Topligen der alte auch der neue Champion ist.

Hier sind alle europäischen Titelträger im Überblick – der Ordnung halber in alphabetischer Reihenfolge:

 

1 – Armenien „AIRUDZY“ HFA-1 (Eriwan)                        

2 – Belgien Juventus Floorball Club (Affligem)                    

3 – Dänemark Rødovre FC

4 – Deutschland Red Devils Wernigerode

5 – Estland SK Augur (Tallinn)

6 – Frankreich IFK Paris

7 – Finnland SSV Helsinki

8 – Grossbritannien London Vikings

9 – Italien Viking Roma FC

10 – Lettland RTU/Inspecta (Riga)                                

11 – Litauen FLC Vlinius UV – 2010; dieses Jahr wird nur noch ein Cup ausgespielt.                        

12 – Niederlande HDM (Den Haag)

13 – Norwegen Fjerdingby (Oslo)              

14 – Österreich TV Wikings Zell am See

15 – Polen Madex Górale Nowy Targ

16 – Russland Pomorie (Archangelsk)

17 – Schweden Storvreta IBK (Uppsala)

18 – Schweiz SV Wiler-Ersingen (Bern)

19 – Serbien FK Stari Grad

20 – Slowakei SK 1. FBC Trecin

21 – Slowenien/Serbien/Bosnien-Herzegowina Insport Skofja Loka (Slowenien)

22 – Spanien CUF Leganés

23 – Tschechien Tatran Stresovice (Prag)

24 – Türkei Bosporus Bulldogs (Istanbul) – 2010; das Finalturnier 2011 findet am 28. Mai statt.

25 – Ungarn Dunai Krokodilok SE (Budapest)

26 – Weissrussland OFK (Minsk)

 

Die europäischen IFF-Mitglieder, die noch keine Meisterschaften austragen, sind Island, Georgien, Bulgarien, Kroatien, Irland, Moldawien, Portugal, Rumänien, Griechenland und Lichtenstein – hier spielt der einzige Klub (UHC Schaan) im Schweizer Ligabetrieb mit.

(tn)

Anmerkung: In Kürze werden hier natürlich auch noch Europas Damen-Meister aufgezählt.