Auf großer Bühne

Goalie Svenja Zell pariert im Nationaldres. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Goalie Svenja Zell pariert im Nationaldres. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Diesen Sommer werden nicht nur die X3M Berlin Open deutschen Floorballern die Gelegenheit geben, sich mit der Weltklasse zu messen. Außerdem startet mit “Team Germany” bei den Czech Open zum ersten Mal eine Auswahl aus der Bundesrepublik in der Elite-Kategorie der Damen.

Floorballmagazin: Wie kam die Idee zustande als Team Germany in der Elite-Kategorie starten zu wollen?

Simon Brechbühler: Die Idee ist aus der Erkenntnis entstanden, dass gute Spielerinnen in Deutschland zu wenig Gelegenheit haben gegen hochkarätige Teams zu spielen. Es ist wichtig, dass unsere Spielerinnen die Möglichkeit erhalten, auf hohem Niveau zu trainieren und zu testen. Da es zur Zeit in Deutschland nicht möglich ist gegen viele Spitzenmannschaften zu spielen, mussten wir den Schritt ins Ausland wagen. Dazu kommt, dass wir mit dem Czech-Open eine zusätzliche Möglichkeit erhalten, junge Spielerinnen zu sichten. International gibt es nicht viele Chancen für das Nationalteam gegen die Top-Teams zu spielen, dadurch bietet das Czech Open eine gute Alternative.

Der veröffentlichte Kader ist eine interessante Mischung. Wie habt ihr ihn zusammengesetzt?

Bei der Zusammensetzung haben wir bewusst darauf geschaut, dass wir ausschliesslich “Ligaspielerinnen” berücksichtigen und die Söldnerinnen außen vor lassen. Wir haben viele Bewerbungen erhalten. Die Schwierigkeit bestand nun darin eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen aufzubieten. Der Czech-Open-Kader spiegelt auch in etwa das Nationalteam von morgen wider. Viele junge potentielle Spielerinnen erhalten da die Möglichkeit, erste internationale Erfahrungen zu machen.

Mittlerweile stehen auch die Gegner fest – unter anderen Pixbo, Herbadent und Chur. Wie gut kann sich Deutschland gegen solche Teams schlagen?

Unsere Gegner sind hochkarätig und wir sind der krasse Außenseiter. Die Resultate spielen an diesem Turnier keine Rolle. Das einzige was zählt, ist die Erfahrung. Die Spielerinnen können unglaublich viel profitieren, wenn sie die einzigartige Möglichkeit haben, gegen die besten Spielerinnen der Welt spielen zu können. Wir können nichts verlieren und jedes Tor wird ein Erfolg sein. Deutschland hat bereits in Spanien bewiesen, dass es gleichstarke Gegner schlagen kann. Im Hinblick auf die WM geht es aber auch darum, dass wir lernen gegen stärkere Teams zu bestehen. An den Czech Open wollen wir von den Besten lernen, damit wir im Dezember diesen Erfahrungsschatz abrufen können. Dieses Turnier wird unsere Spielerinnen stärker machen. (jk)

Kader von Team Germany:
Spielerinnen
Pauline Baumgarten
Lisa Entelmann
Franziska Mietzsch
Andrea Gerdes
Laura Hönicke
Jeanny Fischer
Jenny Horn
Josephine Gacon
Katja Leonhardt
Franziska Kuhlmann
Franziska Liebing
Tauchlitz Magdalena
Corinna Müller
Sara Patzelt
Zell Svenja
Isabelle Walther
Teamer
Simon Brechbühler
Daniel Mahnken
Hannes Rüdiger
Johann Lörtscher
Florian Büchting

Weitere Informationen zum Turnier unter czechopen.cz.