Die Meister spielen auf!

Nichts zu schenken - Wernigerode und Leipzig erwartet der letzte Showdown. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Robert Müller und seine Red Devils kämpfen seit heute in Slowenien um die Quali zum EuroFloorball Cup, stolperten dabei bereits im ersten Duell gegen die starken Slowaken aus Trencin. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Für die deutschen Meister beginnt die Saison bereits diese Woche: in Slowenien bei der Qualifikation für den EuroFloorball Cup. Zum Start bekam Wernigerode vom starken slowakischen Titelträger gleich die Grenzen aufgezeigt. Damen-Champion Weißenfels besiegte Amsterdam.

“Es ist nicht viel Zeit, wir versuchen aber alles mögliche, um bestens für das Turnier vorbereitet zu sein”, sagte Wernigerode-Trainer Peter Gahlert im Gespräch mit dem Floorballmagazin über den ungewöhnlich frühen Saisonstart seines Teams in diesem Jahr. In dem Interview kritisierte Gahlert auch die knappe Bekanntgabe des genauen Zeitplans, die dazu führte, dass drei seiner Spieler vom Arbeitgeber nicht mehr frei bekamen. Nichtsdestotrotz sprach er auch von einem “Privileg, zu einem Europacup fahren zu dürfen.”

Und der startete heute morgen im slowenischen Vrhnika gleich mit einem Knallstart für den deutschen Meister. Um 9 Uhr, zur besten Frühstückszeit also, stieg das Duell gegen den stärksten Kontrahenten, dem FBC Trencin, Meister der Slowakei, u.a. schon erprobt in der Elite-Kategorie der Czech Open (2009/10) und mit Sicherheit der Favorit für den Quali-Sieg, der für die Teilnahme am Finale des EuroFloorball Cup Anfang Oktober in Rakoniewice (Polen) berechtigt. Offenbar machte Gahlerts Mannen die frühe Stunde der Partie anfangs große Probleme: Nach zwei Dritteln lag die Equipe 3:7 zurück, in der 49. Minute bahnte sich mit dem Treffer Trencins zum 3:9 sogar ein Debakel an. Doch plötzlich drehte Wernigerode auf, ließ den Vorsprung Tor um Tor schmelzen. Krüger, zweimal Löwenberg und Neuzugang Skippari ließen es viermal klingeln. Leider kam die Aufholjagd zu spät, sodass unterm Strich eine 7:9-Auftaktpleite stand.

Damit sind die Chancen der Devils auf eine erfolgreiche Qualifikation bereits jetzt stark gesunken. Die nächsten Gegner Wernigerodes sind nun die unberechenbaren Ungarn von Dunai Krikodilok, danach folgt das Duell gegen Stella aus Weißrussland, wohl das schwächste Team, zum Abschluss am Sonntag wartet schließlich der russische Meister Nanka aus Severodvinsk.

Magdalena Tauchlitz (re.) und ihr UHC Weißenfels haben das Finalturnier des EFC im Blick. /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Am Nachmittag griff auch Damen Meister Weißenfels ins Geschehen ein – im ersten Duell der Gruppe A blieb es gegen Holland-Meister FB Agents Amsterdam überraschend knapp, unterm Strick stand aber ein 5:3-Auftakterfolg. Heute geht es gegen den russischen Champion aus Nihzny Novgorod damit um den Gruppensieg. Am Samstag steigen dann die Halbfinalpartien – möglicher Gegner sind dabei u.a. der ungarische Champion Phoenix Fireball. Schafft es Weißenfels ins Finale am Sonntag würde das gleichzeitig die erfolgreiche Quali für´s Finaltunier in Polen bedeuten, denn bei den Damen schaffen, anders als bei den Herren, die besten zwei Teams den Sprung ins Endturnier.

Wernigerodes Partien im Überblick

Mittwoch, 9 Uhr: SK 1. FBC Trencin – Red Devils Wernigerode 9:7
Donnerstag, 14 Uhr: Dunai Krikodilok – Red Devils Wernigerode -:-
Samstag, 11.30 Uhr: Red Devils Wernigerode – Stella -:-
Sonntag, 11.30 Uhr: Red Devils Wernigerode – SFK Nauka -:-

Weißenfels´ Partien im Überblick

Mittwoch, 14 Uhr: UHC Sparkasse Weißenfels – FB Agents 5:3
Donnerstag, 9 Uhr: Nihzny Novgorod FBC-30 – UHC Sparkasse Weißenfels -:-

Samstag, 14 bzw. 16.30 Uhr: Halbfinale
Sonntag, 14 bzw. 16.30 Uhr: Kleines/Großes Finale

(tn)

Weitere Infos auf der offiziellen Homepage des Turniers und unter floorball.org