Teuflisches Torfeuerwerk

Juha-Pekka Kuittinen erzielte gegen Stella sechs Punkte (1+5) und ist aktueller Topscorer des Qualifikationsturniers in Vrhinka (Slowenien). /Foto: Anja Thurow, floor-fighters.de

Gegen überforderte Weißrussen knackten die Red Devils Wernigerode bei der EuroFloorball Cup Qualifikation heute die 20-Tore-Marke. Damen-Champion Weißenfels verpasste dagegen das Finale denkbar knapp.

Beim Duell gegen den slowakischen Meister Zirafa Zilina sah es für den deutschen Meister lange viel versprechend aus: Pauline Baumgarten brachte ihre Equipe nach sechs Minuten in Front, erhöhte in Minute 27 mit ihrem zweiten Treffer sogar auf 2:0. Den Anschluss Zilanas (31.) beantwortete Sarah Patzelt prompt (37.). Eine Minute vor Ende des zweiten Drittels erzielten die Slowakinnen noch das 2:3, kurz nach Beginn des Schlussabschnitts fiel dann der Ausgleich (41.). Die Entscheidung kam schließlich in der 51. Minute: Backova schickte Zilina erstmals in der Partie in Führung – die bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Damit verpasste Weißenfels denkbar knapp die Qualifikation fürs Finalturnier des EuroFloorball Cup, dass Anfang Oktober in Polen stattfindet. Dort werden nun Zilina und Nihzny Novgorod starten, die morgen im Finale aufeinandertreffen. Novgorod hatte im zweiten Semifinale Phoenix Fireball aus Ungarn mit 4:3 bezwungen. Die Ungarinnen spielen morgen gegen Weißenfels um Rang drei.

69 Saves hatte Stellas Goalie Sergey Mashinitov am Ende des Duells zwischen dem weißrussischen Titelträger und dem deutschen Champion Wernigerode zu verbuchen, wurde im Nachgang zum ´Best Player` gewählt. Fakten, die klar werden lassen, wie überlegen die Red Devils gegen Stella agierten: Denn trotz der astronomischen Fangquote des Torhüters (mehr als ein Save/Minute) ließen es die Teufel 20 Mal klingeln. Allein Neuzugang Markus Skippari markierte neun Punkte (7+2). Morgen wartet zum Abschluss des Qualifikationsturniers eine ungleich schwerere Aufgabe auf Wernigerode: Russland-Meister Nauka, die Stella gestern sogar mit 33:4 vermöbelten und sich heute durch ein 7:7-Unentschieden gegen Trencin die letzte Chance auf den Turniersieg und damit die Qualifikation fürs Finalturnier wahrten – und zugleich den letzten Strohhalm der Red Devils für eine mögliche Quali wegzogen. Denn nur bei einem Sieg Naukas gegen Trencin hätten die Devils morgen mit einem hohen Sieg gegen die Russen die Quali schaffen können. Während sich Nauka morgen also mit einem Sieg gegen Wernigerode noch das Ticket nach Polen sichern kann, geht es für den deutschen Meister in dem Duell nur noch um Rang zwei im Turnier.

Wernigerodes Partien im Überblick

Mittwoch, 9 Uhr: SK 1. FBC Trencin – Red Devils Wernigerode 9:7
Donnerstag, 14 Uhr: Dunai Krikodilok – Red Devils Wernigerode 2:8
Samstag, 11.30 Uhr: Red Devils Wernigerode – Stella 20:0
Sonntag, 11.30 Uhr: Red Devils Wernigerode – SFK Nauka -:-

Weißenfels´ Partien im Überblick

Mittwoch, 14 Uhr: UHC Sparkasse Weißenfels – FB Agents 5:3
Donnerstag, 9 Uhr: Nihzny Novgorod FBC-30 – UHC Sparkasse Weißenfels 4:4
Samstag, 16.30 Uhr: Zirafa Zilina – UHC Sparkasse Weißenfels 4:3
Sonntag, 14 Uhr: UHC Sparkasse Weißenfels – Phoenix Fireball -:-

(tn)

Weitere Infos, u.a. zu den anderen Partien, auf der offiziellen Homepage des Turniers und unter floorball.org