Gekommen um zu bleiben

Eingenetzt und abgefeiert - Die Black Lions im Freundschaftsspiel gegen Magdeburg. / Foto: Black Lions Landsberg

Eingenetzt und abgefeiert - Die Black Lions im Freundschaftsspiel gegen Magdeburg. / Foto: Black Lions Landsberg

Die Black Lions Landsberg sind ein prächtiges Beispiel für einen jungen Verein, der sich mit den richtigen Prioritäten im Nachwuchs- sowie Erwachsenenbereich einen Namen machen konnte. In der kommenden Saison möchten sich die Novizen in der 2. Bundesliga behaupten. Doch laut Mitbegründer und Spielertrainer Benjamin Hankel stehen die Chancen nicht schlecht, sich in der wandelnden Konkurrenz zu behaupten.

Floorballmagazin: Zunächst, wie kam es überhaupt zur Gründung der Black Lions? Wo kamen all die Spieler her?

Benjamin Hankel: Zur Gründung kam es, als ich mein Lehramtsstudium in Halle/Saale aufnahm und dort auf Rolf Blanke traf, der mich ermutigte, in Landsberg eine Abteilung zu gründen. Zusammen mit meinem Floorballkollegen aus längst vergangener Zeit, Sebastian Kubiak, gründeten wir im Februar 2008 im ortsansässigen Verein die „Black Lions“. Vorrangig für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren aus unmittelbarer Umgebung gedacht, entwickelte sich die Abteilung prächtig.

Wie kam man dabei auf den Namen „Black Lions“?

„Black Lions“ ist eine Name der uns in den Sinn kam, als wir eine Art Fabelwesen für uns suchten. Wir wollten etwas, was es noch nicht gab und zugleich „Stärke“ symbolisiert. Mittlerweile ist es ja üblich, seine Mannschaft von einem Maskottchen begleiten zu lassen. Der schwarze Löwe begleitet uns, obwohl er vor unserer Zeit, keine wirkliche Verbindung mit Landsberg aufgewiesen hätte. Mittlerweile ist der schwarze Löwe auch in Landsberg bekannt.

Die erste Herrenmannschaft erwartet in der kommenden Saison ihre Premiere in der 2. Bundesliga. Wie kam es zu der Entscheidung diese Herausforderung
aufzunehmen?

Diese Entscheidung fiel uns wirklich nicht leicht. Wir haben nach Anfrage die Chance angeboten bekommen und daraufhin lange darüber nachgedacht. Wir hatten zuvor mit den Landsberger Herren erst eine Saison auf dem Kleinfeld gespielt und uns besser angestellt, als wir gedacht hätten. Am Ende stand nach einem knappen Finalergebnis der Vizemeister im Osten da… Uns war aber völlig klar, dass das für die 2.Bundesliga nicht reichen würde. Wir sind daraufhin im Frühjahr mit vielen uns bekannten Spielern ins Gespräch gekommen, ob sie uns bei dem Projekt „2.BL“ helfen würden. Und wir wurden fündig!

Die Saison kann starten - der Kader der Black Lions Landsberg. / Foto: Black Lions Landsberg

Die Saison kann starten - der Kader der Black Lions Landsberg. / Foto: Black Lions Landsberg

Und seid ihr für den Wettbewerb gut gewappnet? Wie sieht die Vorbereitung aus?

Wir denken, dass wir relativ gut für die Saison aufgestellt sind. Mittlerweile haben wir einen guten Grundkader, der bereits mehrjährige Erfahrung auf dem Großfeld vorweist. Dazu kommen ein paar neue Spieler, für welche dies die erste Saison auf dem Großfeld sein wird und weiterhin sind wir noch mit einigen Spielern im Gespräch, die bereits letzte Saison in der 1. und 2. Bundesliga gespielt hatten. Das Grundgerüst steht, aber an den Ecken ist noch sehr viel Potential, welches sich in kurzer Zeit ändern kann. So kann ich jetzt noch nicht sagen, wie wir beim ersten Spieltag auflaufen werden. Da einige Spieler von weiter weg kommen, machen viele ihre eigene Vorbereitung im Bereich Grundlagenausdauer. Zusätzlich dazu trainieren wir bereits seit zwei Monaten auf dem Kleinfeld. Vor einem Monat starteten wir mit unserem Hallentraining auf Großfeld und mit einem Testspiel gegen einen Verein aus der 1. Bundesliga. Wir zählen uns diese Saison noch nicht zu den Favoriten, aber wir denken, dass wir schon gut mithalten können. Mit dieser Saison haben wir uns vorrangig das Ziel gesetzt, viel zu lernen und uns zu etablieren.

Nun gibt es in eurem Verein nicht nur die Herren, sondern auch einen ambitionierten Nachwuchs. Wie entwickelt sich der?

Der Nachwuchs war und ist nach wie vor das Grundgerüst unserer Abteilung. Ohne ihn würde es die beiden Herrenmannschaften nicht geben. In den letzten Jahren haben sich unsere Nachwuchsspieler gut entwickelt und sich einen Namen im Nachwuchsbereich gemacht. Ähnlich wie unsere Herren letzte Saison wurden auch unsere U9 in ihrer ersten Saison Vizemeister des Ostens. Das war für alle Beteiligten ein großes Erlebnis. Nach gut dreieinhalb Jahren, schreibt unsere Abteilung gut 50 Mitglieder, aufgeteilt auf fünf Mannschaften. Es ist eine wahnsinnige Entwicklung, die wir bei der Gründung nie für möglich gehalten hätten. (jk)