Die Wölfe kommen

Die Wölfe mit neuem Maskottchen jubeln der neuen Saison im Oberhaus entgegen. /Bild: Sebastian Korbs, floorball-lilienthal.de

Mit ihrem ersten Bundesligaspiel gegen die Unihockey Igels Dresden trifft der TV Lilienthal auf den Mitaufsteiger der letzten Saison. Im „Duell der Aufsteiger“ wollen die Wölfe den Igels zeigen was möglich ist und für die neue Spielzeit zeigen, wofür ihr neuer Name steht: Unerschrockenheit und der unerbittliche Kampf für das Ziel Klassenerhalt.

Das wichtigste Ziel in der ersten Saison ist bescheiden, aber realistisch. Die Wölfe wollen den Klassenerhalt. Indem sie sich von Spiel zu Spiel in Leistung und Potential steigern, wollen sie das ermöglichen. All das mit der Willensstärke und der Kraft der Wölfe, wie sie sich nun nennen. „Tiere sind ja das Naheliegendste bei Sportvereinen. Das Team entschied sich für Wölfe. Sie sind schnell, geben nicht auf bei ihrer Jagd und sie jagen im Rudel“, so Stürmer Tobias Melde nach der Frage zum Namenszusatz.

Die Hartnäckigkeit wird für die Lilienthaler sicher zu einer Kernkompetenz für die kommende Spielzeit, da sie als krasser Außenseiter an den Start gehen. Im „Duell der Aufsteiger“, wie sie es nennen, wird ihnen Dresden – Mitaufsteiger und vermeintlicher Favorit in diesem Spiel – einiges abverlangen. Sie zeigen Respekt vor den Sachsen, haben die doch starke tschechische Spieler, zudem schussgewaltige Deutsche (u. a. Schuschwary und Gruhne) in den eigenen Reihen und testeten in der Sommerpause mehrmals in Tschechien.

Der TV Lilienthal blieb aber nicht untätig, stürtzte sich mit einem enormen Trainingspensum in die Vorbereitung, engagierte mit Andreas Blankenstein einen bereits in der 1. Bundesliga erfahrenen Trainer und nahm zahlreiche Vorbereitungsturniere wie das Floorball Festival Cologne mit. Mit Blankenstein wird nun auch endlich die Notlösung des Spielertrainers aus der vergangenen Saison, die Spieler Dennis Heike ausfüllte, abgeschafft. Der TVL ist froh darüber, dass sie ihren Trainer-Wunschkandidat für ein erneutes Engagement in der FBL überzeugen zu konnten.

Mit ausländischen Spielern wie andere Liga-Kontrahenten kann Lilienthal nicht dienen, sie konzentrieren sich nachhaltig auf ihren eigenen Nachwuchs. Für die Bundesliga-Zukunft sicher ein sinnvoller Weg. Auch bieten die Strukturen im Verein noch keine Möglichkeiten, große ausländische Verpflichtungen zu tätigen. Aber dennoch drehte sich auch bei den Niedersachsen das Transferkarussell: André Kimmig vom VfR Seebergen und Jan-Paul Gersdorf mit einer Doppellizenz für TV Eiche Horn Bremen in der 2. FBL stoßen zum Verein. Nicht nur die Mannschaft, auch der gesamte Verein, der eine Abteilung des Spartenvereins TV Lilienthals ist, wird in dieser Saison wachsen. (ms)

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