Das Duell der Topscorer

Aktueller Topscorer der MaXxPrint FBL - Dresdens Jakub Konik. /Foto: unihockey-dresden.de

Bundesligenvorschau. Wer hätte gedacht, dass am dritten Spieltag die Partie Wernigerode gegen Dresden das absolute Topsspiel der MaXxPrint FBL sein würde? Antwort: die wenigsten. Doch es ist nicht nur das Spiel Erster gegen Zweiter, sondern auch das Aufeinandertreffen der aktuellen Bundesliga-Topscorer, oder besser ein Ländervergleich Tschechien gegen Finnland.

Rang drei in der Bundesliga-Scorerwertung - Wernigerodes Juha-Pekka Kuittinen (vorn). /Foto: Anja Thurow, floor-fighters.de

Vier Tschechen verstärken aktuell den Kader der Unihockey Igels Dresden, zwei von ihnen führen zudem die Scorer-Wertung der MaXxPrint FBL an: Scharfschütze Jakub Konik liegt dabei ganz vorne, sammelte in den ersten beiden Saisonspielen satte 11 Punkte (7+4), direkt dahinter folgt Kollege Daniel Hulic mit sieben (2+5). Zusammen erzielten sie also neun der bisherigen 13 Dresdner Treffer. Während bei den Igels ganz klar Tschechien dominiert, mit Thomas Vrana (vom tschechischen Zweitligist Litvinov) wurde unter der Woche sogar der fünfte verpflichtet, sticht beim Meister aktuell die Finnen-Fraktion hervor. Denn in der Scorer-Liste sind es Juha-Peka Kuittinen und Markus Skippari, welche direkt hinter dem Igels-Duo auf den Rängen drei und vier liegen, beide sammelten jeweils sechs Punkte. Während Kuittinen vor allem dem ersten Spiel gegen BAT Berlin seinen Stempel aufdrückte (4+1), drehte Skippari mit seinem späten Doppelpack letzte Woche das Duell gegen den MFBC zugunsten der Red Devils. Das Top-Duell dürfte also vor allem zu einem Duell der Angriffsreihen werden: Beide Teams zusammen erzielten in vier Partien bisher 32 Treffer, es könnte also torreich werden.

Ebenso im Fokus steht nach der überraschenden 5:6-Niederlage gegen Chemnitz Rekordmeister Weißenfels. Wie werden die Bänker im Duell mit Hamburg reagieren? ETV-Goalie Mike Dietz zeigte sich auf unihockey-portal.de schon einmal selbstbewusst und tippte einen Auswärtssieg seiner Equipe. Unter Zugzwang steht auch BAT Berlin, die bisherige Enttäuschung der Saison, nach den zwei klaren Niederlagen zum Auftakt gegen Meister Wernigerode und Aufsteiger Lilienthal. In Chemnitz warten, nach dem Coup über Weißenfels euphorisierte Floor Fighters, die ihre Leistung unbedingt bestätigen wollen. Wie Berlin ebenfalls noch ohne Punkt ist der MFBC nach zwei Spielen. Der Vize-Meister reist nach Lilienthal, tritt dort angesichts der bisherigen, bis auf das Ergebnis zufrieden stellenden Leistungen aber als klarer Favorit an.

MaXxPrint FBL Herren: 3. Spieltag

Samstag, 13 Uhr, Margon-Arena Dresden:
Unihockey Igels Dresden – Red Devils Wernigerode

Samstag, 18 Uhr, Schoofmoorhalle Lilienthal:
TV Lilienthal – MFBC Löwen Leipzig

Sonntag, 16 Uhr, Stadthalle Weißenfels:
UHC Sparkasse Weißenfels  – ETV Hamburg

Sonntag, 16 Uhr, Schlossteichhalle Chemnitz:
Floor Fighters Chemnitz – BA Tempelhof Berlin

2. Bundesliga Ost: 3. Spieltag

Samstag, 15 Uhr, Max-Schmeling-Halle Berlin:
BA Tempelhof Berlin II – UHC Döbeln 06

Sonntag, 13 Uhr, Stadthalle Weißenfels:
UHC Sparkasse Weißenfels II – Floorball Tigers Magdeburg

Sonntag, 15 Uhr, Universitätssporthallle Halle:
Saalebiber Halle – SC DHfK Leipzig

Sonntag, 15 Uhr, Paul-Wegmann-Halle Ingolstadt:
ESV Ingolstadt  – Black Lions Landsberg

2. Bundesliga Nord-West: 3. Spieltag

Samstag, 16 Uhr, Steinkirchen:
SG Mittelnkirchen/Stade – SSF Dragons Bonn

Samstag, 18 Uhr, Großsporthalle Adenauerstraße Erlensee:
SG Erlensee/Mainz  – SSC Hochdahl

Samstag, 19 Uhr, Butzbach:
Floorball Butzbach – Westfälischer Floorball Club

Sonntag, 12 Uhr,Sporthalle Schulzentrum Gettorf:
TSV Neuwittenbek – SSF Dragons Bonn

MaXxPrint FBL Damen: 2. Spieltag

Samstag, 10 Uhr, Stadthalle Weißenfels:
UHC Sparkasse Weißenfels – MFBC Löwen Ladies Leipzig

(tn)

Kommentare

  1. Also ich muss sagen, dass mir das langsam etwas zu viel wird. Klar, es gibt Teams wie Weißenfels, die sich auch genug Ausländer holen, aber die integrieren sie gezielt in ihren Verein und pushen ihre deutschen Spieler. Andere wie Berlin (vielleicht nicht dieses Jahr) haben den Standortvorteil, dass es Studis ab und zu dort hin zieht.

    Aber das mit Dresden ist zu plump – einfach fünf starke Tschechen zu den Abschlusstrainings zu lotsen und dann zu den Spielen anreisen zu lassen, ist doch irgendwie billig. Dann ist es einfach die Liga zu halten (vielleicht sogar eine Medaille zu holen). Das finde ich schade, ich denke die Igels würden das auch ohne schaffen.

  2. Was ist daran plump?…Sie haben ihren Standortvorteil ebenfalls genutzt. Die Grenzen zu Tschechien ist in 25 Minuten erreichbar, von dieser Seite her nicht anders als in Berlin. Nur das diese Jungs immer bis Oktober warten müssen.
    Ich habe irgendwie das Gefühl das da der Neid spricht.
    In Leipzig wird doch auch nicht anders gehandelt und die werden bei dir nicht aufgeführt.
    Mittlerweile finde ich es schon sehr “normal” das Ausländer mitmischen. In Wernigerode werden diese doch auch geholt um den Titel zu verteidigen.

  3. Da gebe ich Hans_Wurst recht, Leipzig und Wernigerode (wobei dort nicht einmal die deutschen Spieler in der selben Stadt wohnen) machen das praktisch genauso, um mit Weißenfels mithalten zu können, Chemnitz wäre ohne den dicken Finnen letztes Jahr abgestiegen und Berlin wäre ohne seine Zugezogenen auch in der zweiten Liga unterwegs. Außerdem leistet der tschechische Coach in Dresden auch ordentlich Entwicklungsarbeit. Dresden muss halt nur aufpassen, dass man seine Mannschaft nicht nur auf die Tschechen reduziert, das wäre schade für den Verein und tut auch den deutschen Spielern nicht gut.