Vier gewinnt

Kein Grund zur Aufregung - Weißenfels (im Bild: Brückner, Herlt, Siede; v. l. n. r.) liegt nach dem zweiten Sieg in Serie wieder auf Kurs. /Foto: Anja Thurow, floor-fighters.de

MaXxPrint FBL, 4. Spieltag. Vier Spiele, vier Heimsiege, viermal ist der Favorit erfolgreich: Die 4 ist die bestimmende Zahl des vierten Spieltags, zumal die Top vier der Tabelle nun erstmals die vor der Saison vermutete Form angenommen hat. Randnotiz: Nur das Duell Leipzig gegen Berlin blieb einstellig.

Zurück zur alten Souveränität

Gegen den offensivstarken Liga-Neuling Dresden feierte Weißenfels einen eindeutigen 13:6-Erfolg und gewann nach dem 10:2 über Hamburg zum zweiten Mal in Serie zweistellig. Während bei den Igels diesmal die Scharfschützen Schuschwary und Gruhne mit vier Toren die Hauptarbeit im Angriff verrichteten (Hulic und Horák erzielten die restlichen Treffer), präsentierte sich der Meister ausgeglichen stark. Einen Beleg dafür liefert die Statistik aus dem knappen Startdrittel (4:3), in dem Dresden dreimal in Führung ging, der UHC aber immer die richtige Antwort parat hatte: Mit Herlt, Slättman, Lundblad, Robert Brückner, Siede, Rezac und Händler verteilten sich acht zu vergegebene Punkte für Tore und Assists auf sieben Spieler. Im weiteren Verlauf der Partie, in der Weißenfels seine Führung nun kontinuierlich ausbaute, gesellten sich mit Böttcher, Hofmann und Schneider noch drei weitere UHC-Akteure in die Scorerliste. Am Ende stach Thomas Händler mit fünf Punkten (3+2) aus dem starken Kollektiv heraus. Der Scharfschütze hatte übrigens bei der überraschenden 5:6-Niederlage vor zwei Wochen in Chemnitz gefehlt – die drei Partien mit ihm gewann der Rekordmeister dagegen souverän.

Klarer Sieg für den Meister

Gewarnt war Champion Wernigerode vor Chemnitz in jedem Fall, hatten die doch bereits Weißenfels geschlagen. Der Offensiv-Power der Red Devils hatten die Floor Fighters jedoch wenig entgegen zu setzen. Beim eindeutigen 14:4-Erfolg des Meisters markierte die Müller-Reihe sechs Tore, je dreimal trafen Peter Müller und Raiko Krüger, die starke Finnen-Reihe um Skippari (2+3) und Kuittinen (3+0) steuerte sieben Treffer bei, dazu kam ein Eigentor. Die akribische Vorbereitung auf die Europacup-Quali Ende August, wo Wernigerode Dritter wurde, beschert dem Meister aktuell eine beängstigende Frühform mit vier Siegen zum Auftakt und der Tabellenspitze. 41 Tore bedeuten zudem einen Schnitt von über zehn Treffern pro Partie.

Einseitiges Nord-Derby

Euphorie-Dämpfer - In Hamburg kassierte Aufsteiger Lilienthal die erste Klatsche in der Bundesliga. /Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Erstmals in der noch jungen Spielzeit kassierte der bisher überzeugende Aufsteiger Lilienthal eine richtige Abreibung. Und die gab es ausgerechnet im Nord-Derby gegen Hamburg. Bereits nach 10 Minuten und vier ETV-Treffern durch Sefkow, Herrmann, Bracker und Kasemets war eine Vorentscheidung gefallen, nach Neumanns Doppelpack kurz vor Ende des zweiten Abschnitts zum 9:2 alles klar. „Wir haben uns das Leben mit individuellen Fehlern selbst schwer gemacht“, resümierte Lilienthals Trainer Andreas Blankenstein. Hamburg sei einfach cleverer gewesen. Allerdings zieht der Trainer auch Positives aus der Niederlage: „Wir werden die Fehler aufarbeiten. Aus solchen Spielen zu lernen gehört zum Reifeprozess meiner Mannschaft“, so Blankenstein. Hamburg, die vor der Saison das ehrgeizige Ziel, um den Titel spielen zu wollen, ausgaben, rehabilitierten sich dagegen in beeindruckender Manier für die 2:10-Klatsche der Vorwoche in Weißenfels. Beim Blick aus Matchblatt fällt auf, dass vor allem die Routiniers (z.B. Stüble mit vier Punkten) sowie die Eigengewächse (u.a. Neumann mit zwei Toren) des ETV punkteten. Die Neuzugänge Krastins (ein Assist) und Koivisto (ein Tor) trugen gegen Lilienthal  hingegen „nur“ zwei Punkte zum Kantersieg bei. Gelingt es den Hanseaten immer, eine derart homogene Mannschaftsleistung abzurufen, könnten sie in dieser Saison tatsächlich noch eine gewichtige Rolle spielen.

Sumén bringt Löwen in Fahrt

Mit dem zweiten Sieg in Serie liegt Titelaspirant MFBC Löwen Leipzig nach vier Spielen wieder im Soll. Dem 6:5-Erfolg gegen Lilienthal in der Vorwoche ließ der Vizemeister ein 7:4 gegen Berlin folgen. Garant für den Erfolg war wie schon in der Vorwoche der finnische Neuzugang Julle Sumen, der drei Tore und einen Assist markierte. Die Entscheidung in einer, über weite Strecken offenen und ausgeglichenen Partie fiel bereits im Startabschnitt als Leipzig zwischen der 7. und 14. Minute von 1:1 auf 5:1 davonzog. „Wir müssen aufhören, dem Gegner Tore zu schenken“, sagte Berlins Spielertrainer Timo Krohne nach dem Spiel zur entscheidenden Schwächephase seines Teams. Im Schlussdrittel, als BAT schnell von 2:6 auf 4:6 verkürzte, wackelte Leipzig kurz, Erinnerung an die Vorwoche, als der MFBC in den letzten 20 Minuten fast noch eine 6:1-Führung in Lilienthal verspielte, wurden wach. Doch Knothe sorgte in der 53. Minute für das 7:4 – die Entscheidung.

Damit brachte der vierte Spieltag nur Heimsiege. Zudem ergibt die Tabelle nun langsam das Bild, welches man vor der Saison erwarten konnte, mit Wernigerode, Weißenfels, Leipzig und Hamburg auf den Playoff-Plätzen.

 

Ergebnisse MaXxPrint FBL Herren

4. Spieltag

Red Devils Wernigerode – Floor Fighters Chemnitz 14:4
MFBC Löwen Leipzig – BAT Berlin 7:4
ETV Hamburg – TV Lilienthal 12:4
UHC Sparkasse Weißenfels – Unihockey Igels Dresden 13:6

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(tn)