25 Tore in Berlin

Fünf Tore gegen Dresden - Berlins Kai Inkinen (li.). /Foto: Ingmar Goethel, floor-fighters.de

MaXxPrint FBL, 5. Spieltag. Berlin und Dresden liefern sich ein ungewöhnliches Torfestival, dass die Igels verlieren, obwohl sie zweistellig treffen. Im Duell mit Weißenfels kassiert Lilienthal die nächste Klatsche, Chemnitz verliert in Leipzig. Weiterhin ungefährdet an der Spitze liegt indes Wernigerode, die auch der ETV Hamburg nicht stoppen konnte.

Niederlage trotz zehn Treffern

Aufsteiger Dresden steht in der Bundesliga für Offensiv-Unterhaltung erster Klasse – vorne dank seiner tschechischen Legionäre Hulic (gegen Berlin mit fünf Punkten), Konik und Horak sowie den Scharfschützen Gruhne und Schuschwary, hinten wegen seiner löchrigen Defensive, die dem Gegner wiederum viel Raum für dessen Angriffe gibt. Dies offenbarte sich bereits beim 6:13 vergangene Woche in Weißenfels. Dem wurde nun im Duell mit BAT Berlin jedoch die Krone aufgesetzt. In einem offenen Schlagabtausch fielen die Tore am Fließband, auf beiden Seiten. Berlin ging ständig in Führung, Dresden antwortete jeweils und blieb in Schlagdistanz. Drei Treffer in der Schlussminute sorgten letztlich für einen, auf dem Papier klaren Sieg der Hauptstädter, obwohl die Igels zehn Treffer erzielten. BAT Berlin ließ es jedoch gleich 15-mal klingeln und zog damit auch in der Tabelle an Dresden vorbei. „Das war ein Sechs-Punkte-Sieg“, meinte BAT´s Marek Brincil.

Nächste Klatsche für Aufsteiger

„Mit einer vollen Halle können wir Weißenfels Probleme machen“, sagte Lilienthal-Trainer Andreas Blankenstein vor der Partie seiner Equipe gegen den Rekordmeister. Probleme machte der Aufsteiger jedoch nur fünf Minuten, dann eröffnete Blanke das nächste Weißenfelser Schützenfest: Nach neun Minuten stand es bereits 4:0, zur Spielhälfte 9:0, am Ende 15:2. Damit kassierte Lilienthal nach der 4:12-Niederlage im Nord-Derby gegen Hamburg letzten Spieltag die nächste, herbe Klatsche, während Weißenfels zum dritten Mal in Serie zweistellig gewinnt. Seit der 5:6-Niederlage in Chemnitz haben die Bänker 37 Tore geschossen.

Einer der glorreichen Sieben - Christian Fritsche. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Hat aktuell Ladehemmung - Leipzig´s Christian Fritsche. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Sumén schießt Floor Fighters ab

Während das Duell mit Chemnitz für Weißenfels also ein echter Weckruf war, wurde der Sensationssieg zum Start einer Negativserie für die Floor Fighters. Im Sachsen-Derby gegen den MFBC kassierte Chemnitz die dritte Niederlage in Serie. Überragender Akteur auf dem Feld war einmal mehr Leipzig´s Top-Neuzugang Julle Sumén. Der Finne sorgte mit einem lupenreinen Hattrick zwischen 6. und 10. Minute schnell für klare Verhältnisse. Chemnitz kämpfte sich zurück, Irrgangs Anschlusstreffer zum 4:5 zur Spielhälfte sollte jedoch das letzte Tor der Floor Fighters sein. Kujat, Dietel und wieder Sumen (insgesamt fünf Treffer) sorgten für einen letztlich ungefährdeten Sieg. Für Leipzig war es der dritte Erfolg am Stück. Sorgen macht allerdings weiter die Ladehemmung der zweiten Reihe um Christian Fritsche. Der Zweite in der ewigen Scorer-Liste der Bundesliga wartet weiter auf seinen ersten Treffer in dieser Saison, gegen Chemnitz erzielte die erste Leipziger Reihe alle Tore.

Weiterhin mit weißer Weste

Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Meister Wernigerode marschiert in der Liga weiter vorneweg. Gegen den ETV Hamburg fiel die Entscheidung zu Beginn des Schlussdrittels, als Kuittinen in der 42. Minute das 6:5 erzielte. Seiner finnischer Teamkollege Skippari traf eine Minute vor Schluss zur Entscheidung ins Empty-Net. Die Zuschauer in der Stadtfeldhalle sahen zuvor ein ausgeglichenes Spitzenspiel zwischen Erstem und Drittem, dem einmal mehr Kuittinen und Skippari (zusammen fünf Tore) ihren Stempel aufdrückten. Wernigerode behält damit seine weiße Weste, angesichts der bisherigen Dominanz freute man sich im Live-Ticker sogar schon über den knappen Spielverlauf. „Spannend bis zur letzten Minute und ein knappes Ergebnis. Eine echte Wohltat nach den zuletzt vermeldeten Endresultaten“, hieß es dort.

 

Ergebnisse MaXxPrint FBL Herren

5. Spieltag

Red Devils Wernigerode – ETV Hamburg 7:5
MFBC Löwen Leipzig – Floor Fighters Chemnitz 8:4
TV Lilienthal – UHC Sparkasse Weißenfels 2:15
SG BA Tempelhof Berlin – Unihockey Igels Dresden 15:10

zur Tabelle

(tn)