Die Standortbestimmung

Spitzenspiel - Wernigerode (Müller, Lisicki; v.l.) empfängt Weißenfels (Herlt, re.). /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Bundesligenvorschau. Das Wochenende steht ganz im Zeichen des Topspiels der MaXxPrint FBL zwischen dem Ersten Wernigerode und Verfolger Weißenfels. Im Harz spricht man von einer „echten Standortbestimmung“, beim Rekordmeister glaubt man an seinen stärkeren Siegeswillen. Am anderen Ende der Tabelle steigt das Kellerduell zwischen Chemnitz und Lilienthal.

Bis auf den Weißenfelser Ausrutscher gegen den aktuellen Tabellenletzten Chemnitz (5:6 am zweiten Spieltag) marschierten Meister Wernigerode und der entthronte Serienchampion ungefährdet durch die Liga; der Dritte Hamburg hat bereits acht bzw. fünf Punkte Rückstand auf die beiden Spitzenteams. Nun steigt also das Direktduell der beiden dominierenden Mannschaften der Liga. „Das ist für uns eine echte Standortbestimmung“, sagt Wernigerode-Kapitän Raiko Krüger auf der Vereinswebsite. Anschließend wisse man, wo man stehe und wie die Chancen diese Saison aussähen, so Krüger weiter. Angesichts der letzten Resultate scheint Verfolger Weißenfels, der seine letzten vier Spiele zweistellig gewann, aktuell in der besseren Form zu sein. Wernigerode offenbarte gegen Aufsteiger Lilienthal letztes Wochenende indes kleine Probleme. Allerdings zeigte sich der Meister in der bisherigen Spielzeit vor allem in engen Situationen eiskalt, beispielsweise als Wernigerode die Partie gegen Leipzig am zweiten Spieltag in letzter Minute drehte oder Hamburg vor zwei Wochen mit zwei Toren im Schlussabschnitt niederrang. Die selbstbewussteren Töne kommen vor dem Spitzenspiel jedoch aus Weißenfels. So sagte Verteidiger Tim Böttcher auf unihockey-portal.de, dass der Wille zum Sieg bei seinem Team höher sein und das dazu führen werde, dass das Spiel auch zugunsten seines Teams verlaufen werde. Folgerichtig tippte Böttcher auf einen 6:4-Sieg für Weißenfels.

Letzter Sieg am zweiten Spieltag - Aufsteiger TV Lilienthal. /Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Am anderen Ende der Tabelle steht eine ebenso richtungsweisende Partie an. Dabei trifft der Vorletzte Lilienthal auf Schlusslicht Chemnitz. Beide Teams haben seit dem zweiten Spieltag  nicht mehr gewonnen. Vor allem die Sachsen erlebten nach ihrem Sensationscoup gegen Weißenfels eine unerwartete Negativserie und kassierten zuletzt eine herbe 3:11-Klatsche im Derby gegen Dresden. Höchste Zeit für ein Erfolgserlebnis also. Nicht ohne Grund spricht man bei den Floor Fighters deshalb vom „wichtigsten Saisonspiel“. Gleicher Wortlaut auch bei Aufsteiger Lilienthal: „Das bislang wichtigste Spiel der Saison“ sei das Duell in Chemnitz. Lilienthal-Trainer Blankenstein sieht sein Team leicht im Vorteil – aus Motivationsgründen: „Für uns ist die Bundesliga immer noch ein großes Ding. Ob Chemnitz ein Spiel gegen einen Aufsteiger genau so heiß angeht, wird sich zeigen“, so der Coach.

MaXxPrint FBL Herren: 7. Spieltag

Samstag, 18 Uhr, Stadthalle Weißenfels:
UHC Sparkasse Weißenfels – Red Devils Wernigerode

Samstag, 19 Uhr, Max-Schmeling-Halle Berlin:
BA Tempelhof Berlin – ETV Hamburg

Sonntag, 13 Uhr, Sporthalle der 25. Mittelschule Dresden:
Unihockey Igels Dresden – MFBC Löwen Leipzig

Sonntag, 16 Uhr, Schloßteichhalle Chemnitz:
Floor Fighters Chemnitz – TV Lilienthal

2. Bundesliga Ost: 6. Spieltag

Samstag, 15 Uhr, Max-Schmeling-Halle Berlin:
BA Tempelhof Berlin II – Black Lions Landsberg

Samstag, 15 Uhr, Stadthalle Weißenfels:
UHC Sparkasse Weißenfels II – SC DHfK Leipzig

Samstag, 18 Uhr, von-Siemens-Gymnasium Magdeburg:
Floorball Tigers Magdeburg – Saalebiber Halle

2. Bundesliga Nord-West: 7. Spieltag

Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Berckstraße Bremen:
TV Eiche Horn Bremen – Floorball Butzbach

Samstag, 18 Uhr, Großsporthalle Adenauerstraße Erlensee:
SG Erlensee/Mainz – SSF Dragons Bonn

Sonntag, 12 Uhr, Sporthalle Schulzentrum Gettorf:
TSV Neuwittenbek – Floorball Butzbach

Sonntag, 14 Uhr, Steinkirchen:
SG Mittelnkirchen/Stade – SSC Hochdahl

Sonntag, 16 Uhr, Sporthalle der Südschule Kamen:
Westfälischer Floorball Club – ASV Köln

(tn)