Spreu und Weizen

Skeptisch - Aufsteiger Berlin II hat den schlechtesten Angriff der Oststaffel. /Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

2. Bundesliga, 7. Spieltag. In beiden Staffeln sah das Wochenende ausschließlich Favoritensiege. Während im Osten schon wieder ein Shoot-out gelang, teilt sich in der Nordwest-Staffel bereits vor der Saisonhälfte Spreu von Weizen. Bei Köln sorgte ein ehemaliger Goalie auf dem Feld für Furore.

Drei Spiele, drei Auswärtssiege. Für die Heimteams gab es am Wochenende in der Oststaffel der zweiten Liga nichts zu holen. Trotzdem waren alle drei Ergebnisse bemerkenswert. So siegte Landsberg überraschend klar mit 8:2 im Aufsteiger-Duell gegen Berlin. Die Hauptstädter stellen mit 20 Treffern weiterhin die schwächste Offensive der Liga. Halle gelang im „A 14“-Derby mit Magdeburg ein Shoot-out, am Ende stand es 4:0. In der Oststaffel war dies bereits das fünfte Mal in dieser Saison, dass ein Team ohne Tor blieb. Außergewöhnlich. Unerwartete Löcher zeigte hingegen die Abwehr des SC DHfK Leipzig. Gegen Weißenfels II kassierte die beste Defensive aller Bundesligen fünf Tore. Zum Vergleich: In den fünf Partien zuvor waren es insgesamt nur sechs gewesen. Der Spitzenreiter gewann dennoch souverän mit 10:5 und baute seinen Vorsprung auf Döbeln, die erst in zwei Wochen in Ingolstadt antreten, vorerst auf sechs Punkte aus.

Spreu und Weizen - Neuwittenbek (blau), Tabellenführer und der WFC, Schlusslicht. /Foto: Elke Scholz

Ein Spieltag mit Siegen für die Top fünf und Niederlagen für die letzten vier sorgte dafür, dass sich die Nordwest-Staffel entgültig zweigeteilt hat. Vorne streiten sich Neuwittenbek (6:1 gegen Butzbach), Mittelnkirchen/Stade (9:4 gegen Hochdahl), Bremen (7:1 gegen Butzbach), Bonn (7:5 gegen Erlensee/Mainz) und Köln (10:3 gegen den WFC) um die Playoff-Plätze. Der Rückstand des Sechsten Butzbach auf den Fünften Köln beträgt schon sieben Punkte, dazu hat Köln noch zwei Spiele in der Hinterhand. Beim Team aus Rheinmetropole stach am Wochenende beim Kantersieg gegen den WFC ein alter Bekannter heraus, der früher im Goalie-Dress für Furore sorgte. Jan Ehmann, lange Jahre erster Torhüter bei Bremen, als diese noch erstklassig spielten, war mit sechs Punkten (4+2) bester Akteur seines Teams.

Ergebnisse: 2. Bundesliga Herren

Staffel Ost: 6. Spieltag

UHC Sparkasse Weißenfels II – SC DHfK Leipzig 5:10
SG BAT Berlin II – Black Lions Landsberg 2:8
Floorball Tigers Magdeburg – Saalebiber Halle 0:4

Staffel Nordwest: 7. Spieltag

SG Mittelnkirchen/Stade – SSC Hochdahl 9:4
TSV Neuwittenbek – Floorball Butzbach 6:1
Westfälischer Floorball Club – ASV Köln 3:10
SG Erlensee/Mainz – SSF Dragons Bonn 5:7
TV Eiche Horn Bremen – Floorball Butzbach 7:1

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(tn)

Kommentare

  1. Ehmann… Hoch hinein vors Tor und dann macht der alte Goalie jedes Ding rein 😉 Respekt!