Trainerwechsel fruchtet

Zurück in der Erfolgsspur - MFBC-Routinier Christian Fritsche. /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

MaXxPrint FBL, 7. Spieltag. Der Abschluss der Hinrunde hatte es in sich: Wernigerode holt sich in einem hart umkämpften Topspiel trotz Niederlage die Herbstmeisterschaft, beim MFBC platzt nach Trainerwechsel unter der Woche der Knoten. Berlin hält Anschluss an die Playoff-Plätze und am Ende der Tabelle wechselt die rote Laterne den Besitzer.

Trainerwechsel trägt direkt Früchte

Wegen der unbefriedigenden sportlichen Situation – der MFBC war trotz immenser Verstärkungen nach sechs Spieltagen nur Mittelmaß – hatte sich der Klub unter der Woche von Trainer Johnny Lehmann getrennt. So hätte Lehmann trotz viel investierter Energie die von Vereinsseite erwarteten Ergebnisse nicht liefern können. Das Ruder haben nun mit Silke Unger und Lutz Gahlert altbewährte Kräfte übernommen, die durch Torgarant Julle Sumén als Spielertrainer ergänzt werden. Immerhin: Der durch diesen Trainerwechsel erhoffte Impuls trat ein. Gegen Aufsteiger Dresden präsentierte sich der Vizemeister dominant, was sich erstmals in dieser Saison auch im Ergebnis widerspiegelte. Beim klaren 13:6, bei dem Dresden nur einmal in Führung ging (3:2 in der 13. Minute, nach 0:2-Rückstand) war Sumén einmal mehr überragender Akteur und erzielte unfassbare sieben (!) Tore. Die Leistung eines weiteren MFBC-Spielers ließ aber mindestens ebenso aufhorchen: So beendete der Topscorer der letzten Spielzeit, Christian Fritsche, seine unheimliche Torflaute (nur ein Assist aus sechs Spielen) und steuerte drei Tore und zwei Vorlagen bei. Mit diesem Sieg rückt der MFBC in der Tabelle auf Rang drei vor und liegt damit prompt wieder im Soll.

Trotz Niederlage Herbstmeister

"Geiles Spiel" - Weißenfels-Stürmer Thomas Händler knipste dreimal gegen Wernigerode. /Foto: Andreas Schulz

Das Spitzenduell zwischen dem Ersten Wernigerode und Verfolger Weißenfels hielt alles, was es zuvor versprochen hatte. Die Partie war hart umkämpft, manchmal wohl zu hart, wenn man die Diskussion im Anschluss verfolgte und keinem der Teams gelang es im Spielverlauf mit mehr als einem Tor in Führung zu gehen. Folgerichtig musste die Partie in die Verlängerung, in der Lundblad Weißenfels den moralisch sicher nicht unwichtigen Extrapunkt sicherte. „Ein geiles Spiel“, kommentierte Weißenfels-Knipser Thomas Händler, mit drei Toren einmal mehr überragend. Dennoch, am Ende war nicht nur Weißenfels oben auf. Denn Champion Wernigerode reichte der eine Punkt, um trotz der Niederlage in der Overtime Herbstmeister zu werden. „Wenn auch unbedeutsam, hört sich das irgendwie gut an“, postete Wernigerode-Trainer Peter Gahlert nach der Partie bei Facebook.

Abstiegsgespenst vorerst vertrieben

Das Duell des Letzten Chemnitz gegen den Vorletzten Lilienthal entwickelte sich zu einer echten Abwehrschlacht. Am Ende stand es 3:1 für die Gastgeber, Neuzugang Hamann war mit einem Doppelpack letztlich der Matchwinner. Vier Tore bedeuten für diese Saison Negativrekord. Chemnitz schaffte mit dem Erfolg gegen Lilienthal den ersten Sieg seit dem Sensationscoup am 2. Spieltag gegen Weißenfels. Dementsprechend erleichtert äußerte sich der Klub: „220 Zuschauer freuen sich über das vertriebene Abstiegsgespenst und einen ungefährdeten Sieg“, hieß es. Während die Floor Fighters also nach langer Durststrecke wieder siegen, hält die Negativserie des Aufsteigers an. Diese kassierten in Sachsen die fünfte Niederlage in Serie und sind nun Tabellenletzter.

Berliner Erfolgsgarant - Marek Brincil (2. v. r.). /Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Sieggarantie Brincil

Von Berliner Seite aus wurde dem Spiel gegen Hamburg richtungsweisender Charakter zugeschrieben. Bei Sieg würden die Playoffs für den Halbfinalisten der Vorsaison realistisch bleiben, bei Niederlage müsste der Blick hingegen nach unten gehen. Hamburg wiederum hatte die Chance zu einer kleinen Vorentscheidung. Die Partie war dementsprechend umkämpft, fand ihre Entscheidung aber schon im Mitteldrittel, in dem Berlin von 1:2 auf 5:2 davonzog. „Das beste Drittel der bisherigen Saison“, sagte BAT-Stürmer und -Topscorer Kai Inkinen, der drei Tore beigesteuert hatte. Ein anderer Akteur, welcher zumindest im Spielprotokoll nicht auffällig in Erscheinung trat (bis auf einen Assist), könnte indes auch eine wichtige Rolle gespielt haben: Routinier Marek Bincil spielte gegen Hamburg erst sein drittes Saisonspiel. Zuvor war er gegen Chemnitz und Dresden im Einsatz. Stand Brincil im Kader, gewann Berlin also immer. In allen Partien ohne den Tschechen setzte es hingegen Niederlagen.

 

Ergebnisse MaXxPrint FBL Herren

7. Spieltag

Unihockey Igels Dresden – MFBC Löwen Leipzig 6:13
SG BA Tempelhof Berlin – ETV Hamburg 8:5
UHC Sparkasse Weißenfels – Red Devils Wernigerode 6:5 s.D.
Floor Fighters Chemnitz – TV Lilienthal 3:1

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(tn)