„Das macht uns immer stärker“

Im tiefen Höhenflug - Dennis Heike. / Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Im tiefen Höhenflug - Dennis Heike. / Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Verstecken mussten sich die Lilienthaler Wölfe in der Hinrunde ihrer Premierensaison in der 1. Bundesliga nicht. Wernigerode und Leipzig machten sie das Leben schwer, in Berlin gab es sogar einen Sensationssieg. Das Floorballmagazin unterhielt sich mit Topscorer Dennis Heike über Anspruch und Wirklichkeit der jungen Bremer, die dennoch als Tabellenletzter in die Rückrunde starten müssen.

Floorballmagazin: Die Hinrunde ist Vergangenheit. Lilienthal ging als Tabellenschlusslicht in die IFF-Pause. Ein Grund für Selbstzweifel oder eher unverdient?

Dennis Heike: Für uns ist das kein Grund, um Selbstzweifel aufkommen zu lassen. Die 1. Bundesliga ist nach wie vor eine große Sache für uns und wir gehen in jedes Spiel mit einer Menge Euphorie und Selbstbewusstsein. Woche für Woche versuchen wir uns gut vorzubereiten und versuchen uns weiterzuentwickeln. In den Spielen wollen wir uns nicht verstecken und hinten nur mauern, wie es wohl viele vor der Saison gedacht hatten. Erfolgserlebnisse wie gegen Berlin, aber auch gute Spiele gegen Leipzig und Wernigerode zeigen, dass wir zu Recht in dieser Liga spielen. Aus solchen Partien nehmen wir jede Menge Erfahrung mit, das macht uns immer stärker. Mit uns ist noch zu rechnen.

Zuletzt gelang im Kellerduell gegen Chemnitz nur ein Treffer. Woran fehlte es in dieser Partie?

Im Vorfeld der Partie haben wir das Augenmerk auf den mentalen Bereich gelegt. In dieser Partie ging es darum, wer den kühleren Kopf bewahrt und auch hier zeigt sich, dass wir kaum Erfahrung für solche Situationen haben. Die Chemnitzer wurden vom Publikum nach vorne gepeitscht und in den entscheidenden Zweikämpfen waren sie einen Schritt schneller. Zudem standen sie hinten sehr eng und hatten auch einen gut aufgelegten Goalie. Wir haben uns die Zähne ausgebissen…

Im Pokal sollte nächstes Wochenende gegen die SG Hamburg/Schenefeld vorerst nichts anbrennen. Eine Chance für ein wichtiges Erfolgserlebnis?

Vorsicht, die SG Hamburg/Schenefeld hat bisher in der Regionalliga alles gewonnen und ist mit Ex-Bundesliga-Spielern gespickt. Dennoch gehen wir als klarer Favorit in die Partie und wollen auch dementsprechend auftreten. Ein Sieg ist natürlich wichtig.

Wölfe im Rudel - TV Lilienthal. / Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Wölfe im Rudel - TV Lilienthal. / Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Wie gut kommst du persönlich in der 1. Bundesliga zurecht? Gab es Dinge, die dich überrascht haben? Wo fehlt es noch?

Ich komme dort gut zurecht. Ich spiele lieber gegen gute oder bessere Spieler, um mich mit denen zu messen und von ihnen zu lernen. Überrascht hat mich, dass die besten Teams Deutschlands gar nicht so weit weg sind, wie vor der Saison angenommen. Aber wie schon gesagt, es fehlt natürlich noch die Erfahrung, die man von Spiel zu Spiel in der 1. Bundesliga sammelt.

Die bisher einzigen Punkte gab es beim Sensationserfolg in Berlin. Nächste Woche steht die Revanche an, wird es zuhause einfacher oder eher schwerer, weil sich Berlin zuletzt vermeintlich gefangen hat?

Wir gucken vor jedem Spiel nur auf uns, was wir besser machen können. Jeder Gegner ist schwer und nur mit mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu schlagen. Berlin ist trotz des Hinspiels der große Favorit. Es würde uns aber freuen, wenn wir unserem super Publikum auch mal einen Heimsieg schenken dürfen.

Kommentare

  1. „Gespickt mit Ex-Bundesligaspielern“ ist vielleicht etwas zu weit gegriffen (ich zähle 2-3). Zudem sollte man auch berücksichtigen welchen Stellenwert diese Spieler damals in der Mannschaft hatten und welchen Stellenwert der ETV damals in der Bundesliga hatte.

    Als ich dort beispielsweise vor 3-4 Jahren zwischen Reihe 2 und Ersatzbank gependelt habe, hat der ETV mit der „Mauertaktik“ gegen den Abstieg gespielt…

    Aber schön, dass man uns respektiert und ernst nimmt! Und im Pokal ist schließlich alles möglich…