The Ghost

Bejubelt und umschwärmt - JPK. / Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Bejubelt und umschwärmt – JPK. / Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Juha-Pekka Kuittinens gespenstischer Torreigen in den letztjährigen Playoffs hievte Wernigerode auf den deutschen Floorball-Thron. Und auch in dieser Saison ist der Flügelspieler mit 12 Toren aus sieben Spielen für den Gegner kaum fassbar und maßgeblich an der Erfolgsserie der Teufel beteiligt. Das Floorballmagazin unterhielt sich mit dem 23-Jährigen über seine Mission im Harz.

Mit Sicherheit ist Juha-Pekka Kuittinen der nachhaltigste internationale Transfer, den Wernigerode je getätigt hat. Kein frühzeitiger Abschied, keine unerfüllten Hoffnungen. Der junge Finne streift nun bereits die dritte Saison in Folge das feuerrote Trikot über und scheint immer besser zu werden. Seine flinken Bewegungen, seine tödlichen Einbrüche und sein kühler Kopf haben ihn in Wernigerode zum absoluten Publikumsliebling gemacht. Nicht selten sieht man die eine oder andere halbe Portion mit einem entsprechenden Fanshirt durch die Stadtfeldhalle geistern. Und der Spuk hat noch lange kein Ende.

Floorballmagazin: In dieser Saison sind die Red Devils bislang das einzige Team der 1. Bundesliga, das in der regulären Spielzeit noch ungeschlagen ist. Hat der frühe Saisonstart durch die Teilnahme am EuroFloorball Cup der Mannschaft besonders gut getan?

Juha-Pekka Kuittinen: Natürlich, das war eine sehr gute Chance alles was wir einstudiert haben und unsere ganze Taktik in schweren Spielen auszuprobieren. Noch wichtiger war es aber, dass die Mannschaft zusammenkommt, geschlossen als Team auftritt und den Mannschaftsgeist stärkt.

Was sind die größten Unterschiede zwischen der diesjährigen Wernigeroder Mannschaft und jener meisterlichen von 2010/2011?

Wir begannen diese Saison so, wie wir die letzte abschlossen haben. Ich denke, wir sind selbstbewusster, wir spielen unsere eigenes Spiel und kennen unsere Stärken. Wir lassen uns kein Spiel des Gegners mehr aufdrücken.

Mit größter Wahrscheinlichkeit werden Weißenfels und vielleicht noch Leipzig eure schwierigsten Gegner in der Schlussphase dieser Saison sein? Wie nimmst du deren Entwicklung wahr?

Leipzig hat sehr gute Einzelspieler und die Fusion mit dem SC DHfk war sicher eine Bereicherung. Der Start war etwas holprig, aber ich denke am Ende werden sie wieder sehr stark sein. Weißenfels ist immer gefährlich. Ich wette, sie sind hungrig, sich den Titel wiederzuholen, das wird eine Herausforderung.

Wie ein Geist passiert Kuittinen an Freund und Feind vorbei. / Foto: Anja Thurow, floor-fighters.de

Wie ein Geist passiert Kuittinen an Freund und Feind vorbei. / Foto: Anja Thurow, floor-fighters.de

Wenn du dir die neuen Vereine im Wettbewerb ansiehst, Dresden und Lilienthal, hat dich ihr Spiel auf irgendeine Weise überrascht?

Beide, Dresden und Lilienthal, sind schwere Gegner. Aber wirklich überrascht haben sie mich nicht, sie spielen beide ihre erste Saison und wollen beweisen, dass sie in die 1. Bundesliga gehören. Außerdem haben sie nichts zu verlieren.

Nun scheint es so als hättest du dich in Wernigerode niedergelassen. Ist dies nun deine letzte Saison oder wie sieht deine Zukunft aus?

Vor einem Jahr hatte ich noch versprochen, dass 2010/2011 meine letzte Saison für die Devils sei und ich bin immer noch hier, also bin ich vielleicht auch nächste Saison noch hier und ärgere unserer Gegner, aber ganz ehrlich – ich weiß es nicht. Ich warte das Ende der Saison ab und erwäge meine Möglichkeiten.

Womit vertreibst du dir eigentlich außerhalb des Spielfeldes die Zeit in Wernigerode?

Ich arbeite hart meiner Fitness, damit ich in den Playoff ideal vorbereitet bin. Ich reise auch gerne in der Gegend rum, so lässt sich die Zeit auch gut vertreiben.

Und wenn du eines Tages doch nach Finnland zurückkehrst, was wirst du deinen Kollegen und Freunden über Floorball in Deutschland erzählen?

Ich werde ihnen sagen, dass Deutschland wirklich Potenzial hat, dass Wernigerode sehr gute Bedingungen für finnische Spieler bietet und dass Weißenfels die Floorball-Metropole ist.

flattr this!

Was denkst du?

Du musst eingeloggt sein, um kommentieren zu können.

Floorballmagazin © 2012 All Rights Reserved

Designed by WPSHOWER

Powered by WordPress