Die nächsten Schritte

Auf dem Weg zum nächsten Wachstumsschub. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.de

Auf dem Weg zum nächsten Wachstumsschub. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.de

DOSB-Beitritt, Strukturenwandel und Entwicklungsarbeit standen im Fokus des kürzlich stattgefundenen Klausurentreffens. Im Rahmen des 4-Nationen-Cups in Wernigerode hatten Mitarbeiter und Entwickler von Floorball Deutschland zentrale Themen der kommenden Jahre besprochen und resümiert. Am kommenden Sonntag lädt Leipzig zur nächsten Delegiertenversammlung.

Das große Ziel noch in diesem Jahr den DOSB-Beitritt zu feiern, muss wie bereits verkündet auf 2012 verschoben werden. Trotz intensivster Bemühungen werde Anfang Dezember bei der Jahreshauptversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Frankfurt nicht über die Aufnahme von Floorball Deutschland entschieden. Das Antragsverfahren werde aber in enger Absprache mit dem DOSB im kommenden Jahr eröffnet und im Dezember 2012 zur Abstimmung vorgelegt. Zwar seien die Aufnahmekriterien wie die 10.000 Mitgliedermarke nahezu komplett erfüllt, allerdings fehle es bei einigen Details an verbindlichen Nachweisen. Knackpunkt sei zuletzt der Landesverband Brandenburg gewesen, wo inzwischen eine ausreichende Anzahl an Floorballvereinen beziehungsweise -abteilungen existiere, allerdings das Aufnahmeverfahren in den Landessportbund Brandenburg nicht rechtzeitig für die Antragsstellung zur DOSB-Aufnahme abgeschlossen wurde.

Das Wachstum der Sportart geht Hand in Hand mit einem steigenden Anspruch an die Strukturen des Verbandes. Als mittelfristiges Ziel habe man daher formuliert, in den nächsten Jahren sukzessive finanzierte Arbeitsstellen in der Geschäftsstelle zu schaffen. Da dies auf der Grundlage der trotz der moderaten Gebührenerhöhung im laufenden Jahr äußerst beschränkten finanziellen Mittel aber kaum umzusetzen sei, werde neben der Entwicklungs- und Verbreitungsarbeit ein weiterer Schwerpunkt in Form von ausgewählten Top-Events gesetzt. Über Veranstaltungen wie die WM-Qualifikation der Herren im Februar 2012 in Münster, das final4 oder weitere Veranstaltungen sollen zukünftig finanzielle Mittel für die Verbandsarbeit akquiriert werden. Der Verband hebt hierbei die Zusammenarbeit mit der Sportvermarktungs-Agentur Contacts & Sports hervor, über die zuletzt die Hauptsponsoren A&O Hostels und MaXxPrint vermittelt und strategische Verbindungen zu Unternehmen wie Scandlines, Red Bull oder Gravis aufgebaut habe. Den Ausbau des Sponsorenpools koppele man direkt an die Veranstaltung hochwertiger Events.

Diese sollen darüberhinaus für die Akquise und Ausbildung von weiteren ehrenamtlichen Entwicklern und Mitarbeitern genutzt werden. So werde bei der WM-Qualifikation der Herren vom 1. bis 5. Februar 2012 in Münster erstmalig eine Basistrainer-Ausbildung angeboten. Im Rahmen des eintägigen Kurses sollen die zentralen Fragen zu Taktik, Training und Spielformen, die junge und unerfahrene Übungsleiter in Vereinen aber auch ambitionierte Lehrer haben, aufgearbeitet werden. Die inhaltliche Konzeptionierung übernimmt dabei Damen-Nationaltrainer Simon Brechbühler. Philipp Mertens, Leiter der Geschäftstelle des Dachverbandes, bestätigt, dass Das Interesse an dem Angebot regional bereits jetzt sehr groß sei. “Wir hoffen, dass darüber hinaus auch von vielen Vereinen Interessenten geschickt werden, die in die Trainerrolle hineinwachsen sollen oder diese bereits übernommen haben. Der Basistrainer soll ein erster vorbereitender Schritt der Übungsleiterausbildung werden, der vor allem Unsicherheiten abbaut und Interesse schafft”, so weiter Mertens.

Am kommenden Sonntag findet in Leipzig die Delegiertenversammlung von Floorball Deutschland statt. Eingeladen sind dazu benannte Vertreter der Landesverbände, die durch den Vorstand von der Entwicklung der Verbandsarbeit informiert werden. Im Fokus stehe der Ausblick auf die zukünftigen Strategien zur Entwicklungs- und Verbreitungsarbeit wobei außerdem ein umfassender Einblick in die finanzielle Situation des Verbandes gegeben soll, die nach der Umstellung des Lizenzierungsverfahrens, Herausforderungen durch das laufende Wachstum und Aufwendungen für die U19 Weltmeisterschaft über einige Monate angespannt war. Verbandspräsident Stoll mahnt dabei an, dass gerade bei finanziellen Fragen offenbar eine große Wissenslücke darüber zu existieren scheine, was der Verband in seiner derzeitigen Entwicklungsphase ehrenamtlich alles zu schultern hat. Hier werde man die Delegierten informieren, so dass die Landesverbände gegenüber ihren Mitgliedsvereinen umfassend und direkt kommunizieren können.

Ergänzende Quelle: Pressemitteilung von Floorball Deutschland

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