Deutschlands Gruppengegner: Finnland

Sie sind die Top-Nation in der deutschen WM-Gruppe: Die finnische Mannschaft. Zuletzt strauchelten die Frauen von Karo Kuussaari bei der EuroFloorball Tour im heimischen Helsinki. Vor zehn Jahren erreichten sie das letzte Mal WM-Gold, erreichten drei Mal Silber. Derzeit sind sie in der Weltwertung Dritter.

In der EuroFloorball Tour zeigten sie sich nicht unbedingt in Bestform als sie von Schweden abgefertigt wurden und den Schweizern unterlagen. Nur gegen Tschechien hatten sie eine Chance. Aber eine Volksweisheit besagt bekanntlich: „Misslingt die Generalprobe, wird die Premiere perfekt“. So oder so ähnlich wird es für die Finninnen in ihrem ersten WM-Spiel gegen Australien laufen. Die Top-Nation in der B-Gruppe wird es dieses Jahr aber schwer haben, um die ersten beiden Ränge mitzuspielen. Denn die Schweizer haben die Heim-WM im Visier. Schweden ließ in Helsinki ihre Muskeln spielen.

Analyse Finnland:

Stärken: Ihre Taktik ist ausgetüftelt und ihre Physis enorm. Ihre Vorbereitung war hart, ihre Ziele sind ehrgeizig. Zudem verfügt das Team über einen guten Mix aus reifen erfahrenen Spielerinnen und jungen Wilden. Urgestein Katriina Saarinen oder Goalie-Profi Jonna Mäkelä sind die Grundpfeiler, Youngstars wie Sanna Roisko oder Eliisa Alanko wirbeln frischen Wind ins Team.

Schwächen: Kippt einmal die Stimmung im Spiel, sind die Finnen keine Meister darin, den Spielanteil wieder zu erlangen. Im Gegensatz zu den schwedischen Kampfschweinen rennen sie dann meist der Spielführung hinterher.

Fazit: Klipp und klar – Gruppensieger. Es stellt sich nur die Frage, wie teuer sich die Deutschen gegen Finnland verkaufen können. In den Viertelfinals wird ihnen dann weder Polen noch Russland ernsthaft gefährlich werden können. Ob sie aber gegen die Heim-WM verteidigenden Schweizer oder die starken Schweden mithalten können, ist fraglich.