Auf Tuchfühlung mit seinem Team beim Einlaufen gegen Lettland. / Foto: Elke Scholz
Nichts musste, alles konnte. Deutschland scheiterte denkbar knapp am Favoriten aus Lettland. Die Erwartungshaltung an Simon Brechbühlers Team übertraf alles, was eine deutsche Damenauswahl in den letzten Jahren verkraften musste. Doch das Turnier fängt gerade erst an und alleine der Sprung in die Einstelligkeit im Endklassement, wäre ein erster Sprung vorwärts.
“Für die Überraschung hat noch ein ganzes Stück gefehlt” resümiert Brechbühler wenige Stunden nach dem knappen 5:6 gegen Lettland. “Das Unentschieden war greifbar nahe. Das wäre wohl das Optimum gewesen. So dürfen wir sagen, das Optimum knapp verfehlt zu haben. Der Unterschied waren die Details, wo sie uns noch überlegen waren. Wir mussten viel, sehr viel arbeiten. Ihnen war vieles leichter gefallen. Dies war zum Ende hin für uns eine zu große Bürde, als wir in der Schlussphase die Wende erzwingen wollten.”
Am Ende habe also auch das nötige Quäntchen Kraft gefehlt. “Ich denke, der Unterschied besteht darin, dass Lettland die ersten beiden Drittel mit drei Reihen durchspielen und zum Ende hin die Power auf zwei Reihen fokussieren konnte. Wir mussten hingegen zu früh umstellen. Da fehlte uns dann die letzte Kraft. Sie waren ausgeglichener als wir” so Brechbühbler.
Doch für den schweizer Coach und seine Damen fängt das Turnier gerade erst an, am Montag soll die Revanche für 2009 gegen Australien gelingen. “Wir haben den Spielerinnen eingeflöst, dass nicht das Können sondern nur der eigene Wille zählt. Diesen Willen zu Siegen wollen wir weiternehmen in die nächsten Spiele. Wir haben heute eine Hammer-Leistung gezeigt. Wir sind gut drauf und werden in den nächsten Spielen weitere gute Leistungen zeigen” schließt der 25-Jährige optimistisch ab. (jk)
Coaches Simon Brechbühler und Oliver Bachofen nach der Partie gegen Lettland















