Gerdes netzt ein gegen Finnland. / Foto: Elke Scholz
Andrea Gerdes ist die einzige Spielerin, der es in der Gruppenphase der Damen-WM in St. Gallen gelang, Finnland ein Tor einzuschenken – eine besondere Herzensangelegenheit für die ehemalige Wahlfinnin, die mittlerweile in der Schweiz dem Lochball nachjagt. Das Floorballmagazin unterhielt sich mit der 26-Jährigen.
Floorballmagazin: Wie war es speziell für dich, da du in Finnland gespielt hast, gegen Finnland zu spielen und auch noch ein Tor zu schießen?
Andrea Gerdes: Es war mega speziell, fast wie ein Heimspiel, da ich auch einige Spielerinnen aus meiner Zeit aus Finnland kenne, weil wir auch eine Art Farm-Vertrag mit besseren Clubs hatten, dass deren Spieler auch in schlechteren Mannschaften spielen können. Das Spiel war mit viel Emotionen verbunden. Ich war zu Beginn etwas enttäuscht, da ich nicht von Anfang an gespielt habe. Es war zum Teil wegen meinem Fuß, aber nicht nur deswegen. Dann habe ich doch noch meine Spielzeit bekommen.
Wie habt ihr es als Mannschaft empfunden? Konntet ihr gegen Finnland etwas ausprobieren oder haben sie euch keine Chance dazu gegeben?
Man hat gemerkt, wenn wir nicht so ängstlich gespielt haben, konnten wir schon einiges ausprobieren indem wir frech und mutig aufgespielt haben. Dann war was möglich. Man hat auch gemerkt, dass wir nicht so sehr unter Druck standen. Zum Beispiel Anika war sehr relaxt in der Abwehr und auch die Jungen wie Larissa oder Pauli haben viel Mut bewiesen und sich was getraut. Aber wir hätten noch mehr ausprobieren sollen.
Ihr habt im ersten Drittel gleich drei Gegentore in Freischlagsituationen bekommen. Was war da der Knackpunkt?
Wir waren zu sehr auf den Ball fixiert. Die haben uns umlaufen, überlaufen, hinterlaufen und wir haben es nicht sofort realisiert, weil wir zu sehr auf den Ball konzentriert waren. Vor allem hat man wieder gemerkt, dass unser Problem das erste Drittel ist. Da haben wir wieder etwas verpennt.
Was nimmst du für die weiteren Platzierungsspiele aus der Vorrunde mit?
Als erstes, das geile Mannschaftsfeeling. Vor allem gegen Lettland war so eine tolle Stimmung im Team. Als zweites, die Erkenntnis, dass wir geiles Floorball spielen können. Wir haben gezeigt und bewiesen, dass wir es können und daran wollen wir in den nächsten Spielen anknüpfen.
Highlights der 3. WM-Tages inkl. Gerdes’ Treffer gegen Finnland


























