Keine drei Minuten pro Tor

Routinehandlung – WM-Topscorerin Lindström (Nr. 19, 7+12) und Verteidigerin Jenny Gustafsson (Nr. 24) beim Abklatschen nach Torerfolg. Der Titelverteidiger weist nach der Gruppenphase eine Torquote ohnegleichen aus: 68 in 180 Minuten. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Damen WM, Tag 4: Am letzten Gruppenspieltag in St. Gallen waren bereits alle Viertelfinalplätze vergeben, auch die vakanten Entscheidungen um Platz eins blieben eindeutige Angelegenheiten. Deutschland hatte spielfrei, trifft morgen in der Platzierungsrunde auf Russland.

Gruppe A
Denn die Russinnen, durch finanzielle Probleme dezimiert angereist, sicherten sich mit einem 7:2 im abschließenden Gruppenspiel gegen die Niederlande Rang drei in Gruppe A. Morgen trifft Russland damit im “Halbfinale” der Platzierungsrunde um die Ränge neun bis 12 auf die deutsche Equipe. Deutschland ist wohl leichter Favorit. Ganz souverän sicherte sich Gastgeber Schweiz am Abend vor 1242 Zuschauern den Gruppensieg, schlug Polen im Duell um Platz eins klar mit 9:0. Morgen treffen die Eidgenossinnen, wieder abends, im Viertelfinale auf Deutschland-Schreck Lettland. Durch den 6:5-Sieg im Direktduell zum WM-Auftakt hatten die Baltinnen sich an Stelle von Brechbühlers Equipe Rang zwei gesichert und damit auch das morgige Highlight gegen die Gastgeber.

Augen zu und durch – Russlands dezimierte Equipe ist Deutschlands nächster Gegner. /Foto: Elke Scholz

Gruppe C
Im Vorfeld der WM hatte das anstehende “Schwestern-Duell” zwischen Tschechien und Slowakei für Vorfreude gesorgt – auf beiden Seiten. Nach dem Aufeinandertreffen werden sich wohl nur noch die Tschechinnen gefreut haben, die sich mit 15:1 klar den Gruppensieg vor Norwegen, die 5:0 gegen Ungarn gewannen, sicherten. Damit muss Norwegen im Viertelfinale gegen Topfavorit Schweden ran. Die Tschechinnen bekommen dagegen mit Dänemark eine Pflichtaufgabe und werden dem Himmel nochmals danken, dass sie im ersten Gruppenspiel gegen Norwegen (3:2) knapp die Oberhand behalten hatten.

Gruppe D
Nach 14 Minuten im Duell zwischen Schweden und Dänemark war es soweit. Im Spiel um den Gruppensieg stand es zu diesem Zeitpunkt schon 3:0 für den Titelverteidiger. Dennoch folgte nun aber ein bemerkenswerter Moment: Denn Dänemarks Lisbeth Nohr schnappte sich den Ball und versenkte ihn hinter Hanna Pettersson im schwedischen Gehäuse – das erste (und auch einzige) Gegentor für die Schwedinnen in 180 Minuten Gruppenphase. In der gleichen Zeit versenkten Lindström und Co dagegen 68 Treffer – weniger als drei Minuten pro Tor. Dänemark kam heute mit 1:15 vergleichweise glimpflich davon. Die USA hatten am Vortag noch doppelt so viele Treffer kassiert. Die Amis zeigten sich jedoch heute gegen Japan gut erholt von der Klatsche und sicherten sich mit einem souveränen 7:3-Erfolg Rang drei in Gruppe D. Morgen treffen die USA auf die Slowakei. Der Gewinner dieser Partie wird dann hoffentlich Deutschland fordern – im Spiel um Platz neun am Freitag.

Russland – Niederlande 7:2
Schweiz – Polen 9:0
Ungarn – Norwegen 0:5
Tschechien – Slowakei 15:1
Schweden – Dänemark 15:1
Japan – USA 3:7

Viertelfinal-Paarungen

Schweiz – Lettland
Polen – Finnland
Schweden – Norwegen
Tschechien – Dänemark

Highlights des 4. Spieltages der Damen-WM

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