Weißenfels überrennt Red Devils

Diskussionsbedarf – Trotz sechs Zeitstrafen siegte Weißenfels in Wernigerode. /Foto: Andreas Schulz

MaXxPrint FBL, 10. Spieltag. Das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Weißenfels und Verfolger Wernigerode war bereits nach 30 Minuten entschieden. Deutlich knapper ging es beim Duell Leipzig gegen Lilienthal zu, Berlin siegte klar gegen Chemnitz. Die Partie Hamburg – Dresden wurde kurzfristig abgesagt.

Nach 18 Minuten waren die 380 Fans in der Stadtfeld Wernigerode bereits verstummt: Zu diesem Zeitpunkt lagen die Red Devils im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Weißenfels 0:5 zurück. Schlevoigt, Herlt, Rezac mit einem Doppelpack und ein Eigentor der Gastgeber sorgten für den klaren Zwischenstand. Nach Müllers Treffer zum 1:5 erhöhten erneut Rezac und Herlt auf 1:7 – nach 30 Minuten war die Partie damit entschieden. Denn Meister Wernigerode kam nicht mehr heran. Ibold, Kuittinen und Müller verkürzten mit drei Powerplay-Treffern bis zur 55. Minute auf 4:7, Erben erhöhte aber unmittelbar auf 4:8. In den letzten 70 Sekunden schossen Skippari und Müller noch zwei Tore für Wernigerode – Ergebniskosmetik. Durch das 8:6 in Wernigerode vergrößert Weißenfels den Vorsprung zu den Red Devils auf vier Punkte.

Dietel & Sumén als Matchwinner

Nach den zuletzt überzeugenden Auftritten des MFBC, vor allem dem klaren 13:3 gegen Hamburg vor zwei Wochen, war auch gegen Schlusslicht Lilienthal ein deutlicher Spielverlauf erwartet worden. Doch der Aufsteiger startete mit einem Paukenschlag und ging im Startdrittel 2:0 in Führung. Im zweiten Abschnitt wachte der Favorit dann auf. Der dominierende erste Leipziger Block drehte die Partie mit vier Toren – Dietel (2), Sumén  und Knothe sorgten für ein 4:2 nach 40 Minuten. Zwei weitere Treffer von Sumén im Schlussabschnitt brachten die Entscheidung, Lilienthal konnte durch Tore von Bothe und von der Heyde das Ergebnis mit 4:6 jedoch überraschend eng halten.

Drei starke Phasen

Nach ausgeglichenen Spielstart mit je einem Treffer für Berlin und Chemnitz drehten die Hauptstädter Mitte des ersten Drittels aus dem Nichts auf und erhöhten binnen 90 Sekunden von 1:1 auf 5:1. In der Folge fiel wieder jeweils ein Tor auf beiden Seiten, ehe die Floor Fighters ihre stärkste Phase hatten und zwischen 26. und 30. Minute auf 5:6 verkürzten. Das Muster blieb gleich: Je ein Treffer für Berlin und Chemnitz, dann war wieder BAT dran mit seinen starken Minuten. Von der 39. bis zur 46. Minute zogen die Gastgeber auf 11:6 davon. Klar, dass in den letzten 10 Minuten noch je ein Treffer für beide Teams fallen musste. Durch den fünften Saisonsieg behauptet Berlin Playoff-Platz vier, Chemnitz bleibt Siebter.

Die Partie Hamburg gegen Dresden wurde indes kurzfristig abgesagt, weil es in die ETV-Sporthalle “Hohe Luft” rein regnete. Bereits auf den Weg in den Norden mussten die Sachsen deshalb auf Höhe Berlins unverichteter Dinge umkehren.

MaXxprint FBL Herren: 10. Spieltag

BA Tempelhof Berlin – Floor Fighters Chemnitz 12:7
MFBC Löwen Leipzig – TV Lilienthal 6:4
Red Devils Wernigerode – UHC Sparkasse Weißenfels 6:8
ETV Hamburg – Unihockey Igels Dresden abgesagt

(tn)

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