Keine Geschenke

Will in Münster auch für die A-Herren jubeln - Erik Schuschwary. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Will in Münster auch für die A-Herren jubeln – Erik Schuschwary. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com


Fünf Spieler des deutschen Kaders an der heimischen U19-WM haben den Sprung zu den A-Herren geschafft, weitere lauern. Dresdens produktivster heimischer Spieler Erik Schuschwary ist einer von jenen Nominierten der jungen Garde. Das Floorballmagazin unterhielt sich mit dem 18-Jährigen über jugendliche Disziplin und Dresdens fordernden Saisonabschluss.

Floorballmagazin: Erik, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur Nominierung für die A-Nationalmannschaft. Hatte sich dein anstehender Einsatz in Münster bereits angedeutet oder kam das eher überraschend?

Erik Schuschwary: Erstmal Dankeschön. Also für mich persönlich kam die Nominierung schon überraschend, weil ich persönlich der Meinung war, dass ich beim 4-Nationen-Cup deutlich unter meinem Niveau gespielt habe. Aber um so mehr habe ich mich über die Einladung gefreut und werde bei der WM-Qualifikation wieder voll angreifen.

Wie erfährt man überhaupt von einer solchen Nominierung. Schickt Coach Soutter eine Rundmail?

Ja, genau so läuft das ab. Der Coach schickt eine Mail an alle Spieler in der das Aufgebot für das Trainingslager oder die Spiele steht, mit ersten kleinen Informationen zum Ablauf und ähnlichem.

Der Modus erlaubt es mit ausreichender Punktzahl auch als Dritter den Sprung zur WM zu schaffen. Dennoch rechnet ihr euch Chancen gegen Dänemark sowie Norwegen aus, richtig?

Wir wollen immer von Spiel zu Spiel schauen. Egal ob der Gegner jetzt Belgien oder Norwegen heißt. Jedes dieser Spiele ist wichtig und in jedem Spiel müssen wir 100% geben, weil uns in Münster niemand etwas schenken wird. Alle Mannschaften sind heiß darauf zur WM zu fahren und sie werden auch ihr Bestmögliches geben, um das Ziel zu erreichen.

Andreas Kasche hatte gesagt, dass die heutigen jungen Spieler taktisch disziplinierter agieren als die alten Instinktspieler. Stimmt das? Müssen sie vielleicht einfach nur mehr spuren?

Das würde ich nicht so behaupten wollen. Ich würde einfach sagen, dass das etwas mit Motivation und Ehrgeiz zu tun hat. Für uns “junge Spieler” ist es eine so große Motivation bei den Herren zu spielen, dass wir in den Trainingslagern immer möglichst über unserer Leistungsgrenze spielen wollen. Außerdem finde ich auch, dass wir die taktischen Dinge sehr schnell umsetzten können. Für uns ist das eine sehr große und interessante Erfahrung nach der U19-WM.

11 Tore in 10 Spielen - Erik Schuschwary weiß auch in der 1. Bundesliga, wo er auf Tore lauern soll. / Foto: unihockey-dresden.de

11 Tore in 10 Spielen – Erik Schuschwary weiß auch in der 1. Bundesliga, wo er auf Tore lauern soll. / Foto: unihockey-dresden.de

Im Nachholspiel gegen Hamburg gab es für deine Dresdner Igels eine 3:6-Niederlage. Eure sonst so produktiven Offensivreihen wirkten diesmal etwas drucklos. Ist das alleine auf Daniel Hulics Abgang zurückzuführen?

Ja, das ist wohl war. Daniel Hulic ist ein großer Verlust für unser Team. Er hatte uns immer gezeigt, wie viel Freude er an dieser Sportart hat. Er hat viele in unserer Mannschaft motiviert und einiges anderen Spielern gezeigt, was Taktik und Technik angeht. Das fehlte auch in Hamburg. Der Spielwitz nach vorne hat gefehlt. Außerdem waren wir auch nur zwölf Feldspieler – im Gegensatz zu Hamburg, die gefühlte fünf Reihen vor heimischem Publikum aufbieten konnten. Wir hatten es sehr schwer in diesem Spiel, nach vorne zu kommen und dadurch die Tore zum Sieg zu erzielen.

Auf der Zielgeraden erwarten euch jetzt inklusive Nachholpartie in Wernigerode Spiele gegen Weißenfels, Chemnitz und Direktkonkurrent Berlin. Wie wahrscheinlich ist der anvisierte Playoff-Rang noch?

Mit Chemnitz und Berlin warten noch zwei Spiele, wo es heißt, “Sieg ist Pflicht”. Mit Weißenfels und Wernigerode haben wir noch zu Saisonende zwei harte Brocken. Aber in diesen beiden Partien wollen wir dem deutschen Meister und dem deutschen Serienmeister das Leben nicht ganz so leicht machen (lacht).

Es wurde häufig von einem bestimmten Leistungsgefälle zwischen den tschechischen und den heimischen Spielern gesprochen. Was haben die deutschen Spieler von ihren Kollegen bislang lernen können? Gibt es auch eine individualtaktisch unterschiedliche Spielweise?

Wir konnten viel von unseren tschechischen Kollegen lernen – zum einen im Bereich der taktischen Spielweise, zum anderen dabei, wie viel Spaß Floorball machen kann. Sie haben immer gute Laune, lachen viel und sind immer mit Spaß und Freude bei der Sache. Taktisch gibt es keine großen Unterschiede zu uns. Es ist klar, dass jede Reihe ein bisschen anders spielt, weil man sie den Spielern entsprechend ausrichten muss. Aber im Großen und Ganzen ist es die selbe Taktik wie in unseren, eher deutschlastigen Reihen.

Und zum Abschluss… wer wird deutscher Meister?

Das ist eine gute Frage. Ich bin davon überzeugt, dass diese Saison Weißenfels das Rennen machen wird. Sie haben ein sehr starkes Team und sind taktisch gut aufgestellt. Dieses Jahr wird deutscher Meister der UHC Weißenfels!

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3 Kommentare vorhandenKommentieren
  1. Weiß jemand warum Thomas Händler nun doch nicht dabei ist?

  2. Hola Daniel, laut Mannschaftsleitung ist es die alte Geschichte mit der Schulter. Wie im Artikel angesprochen kann Händlers Arbeitgeber bei einer möglichen Verletzung nicht auf ihn verzichten. (jk)

  3. Schade..! Danke für die Info.

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