Svensson knackt Torrekord

Zwei Legenden, verschiedene Saisonverläufe – Mika Kohonen (re.), Ende Dezember erneut zum Weltfloorballer gewählt, ist mit Storvreta Zweiter, Magnus Svensson, seit einigen Wochen Rekordtorschütze der Superligan, ist mit Warberg auf Formsuche. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Europafenster. Gleich zwei Langzeitrekorde fielen zwischen den Jahren in der Superligan. Diese staunt ohnehin über die Auftritte von Falun und Pixbo. In der Swiss Mobiliar League gab es auch eine Bestmarke: Dort wurde jüngst die kürzeste Partie der Geschichte gespielt. Zudem gab es ein Direktduell zweier deutscher Nati-Spieler.

Pixbo zaubert, Warberg zittert

Svenska Superligan. Gleich zwei der drei Teams im Spitzentrio der Superligan hätte man vor der Saison nicht dort ganz oben erwartet. Meister Storvreta mit seiner Parade-Linie um Kohonen, Öhman und Stenberg – sicher. Doch Falun, aktuell sogar Tabellenführer, zwar seit jeher spielstark in der Offensive doch allzu häufig mit defensiven Unzulänglichkeiten? Playoffs ja, aber dass sie um den Qualifikationssieg spielen würden, ist eine Überraschung. Ebenso die Performance von Pixbo. Die hatten sich zwar letzte Saison bis ins Halbfinale vorgekämpft. Dennoch, “vor dieser Spielzeit wurde von dem Team nicht viel erwartet”, sagte Sebastian Nurmi, Redakteur des Innebandymagazinet, gegenüber unihockey.ch. Doch Pixbo entdeckte seine Spielfreude und zeigt im Moment den attraktivsten Floorball der gesamten Superligan. Und erfolgreich ist er noch dazu: Mit dem 12:5 über Tyresö festigte die Equipe aus Göteborg jüngst Rang drei. Die Volley-Passstaffete über drei Stationen im Schlussabschnitt der Partie (in den Video-Highlights ab 4:25 min) wäre bei erfolgreichen Abschluss wohl ein sicherer Kanditat für die Liste der schönsten Tore aller Zeiten geworden.

Highlights Pixbo Wallenstam – Tyresö Trollbacken (produziert von Pixbo)

Zwei andere Traditionsklubs haben in dieser Saison dagegen mächtig zu kämpfen. Sowohl Warbergs als auch AIKs Krise waren in den letzten Wochen bereits Themen im Europafenster. Am vergangenen Spieltag trafen die beiden Teams im Direktduell aufeinander. Henrik Lorendahl erzielte dabei drei Minuten vor Ende den Gamewinner zum 4:3 für AIK. Die Stockholmer kletterten damit, durch den dritten Erfolg in Serie, auf Playoff-Rang acht. Warberg hingegen, die kein Experte vor der Spielzeit so weit unten erwaret hatte, rutschte auf Platz zehn ab und läuft, wie AIK, weiterhin Gefahr, die Playoffs zu verpassen. Ab Helsingborg, das mit 26 Punkten auf Rang fünf liegt, müssen jedoch alle Teams zittern. Denn von dort reicht der Kampf um die Playoffs bis zu Platz elf und Jönköping (21 Punkte). Acht Spieltage vor Ende nimmt der Kampf um die KO-Phase also richtig Fahrt auf.

Gleich zwei Langzeitrekorde purzelten zwischen den Jahren in der Superligan: Zum Einen der Zuschauerrekord für ein reguläres Meisterschaftsspiel, in der Partie zwischen Pixbo und Linköping im Skandiavium. Dank des zeitgleich stattfindenden Gothia-Cups, dem größten Jugendturnier der Welt, pilgerten 10.111. Zuschauer Anfang Januar in die riesige Arena im Herzen Göteborgs. Zum Anderen wurde in der 30. Minute des Duells zwischen Umea City und Warberg, noch im Dezember, eine neue Tor-Bestmarke aufgestellt: “Goldjunge” Magnus Svensson überholte in dieser Minute mit seinem zweiten Treffer des Tages Koryphäe Niklas Jihde, der die ewige Superligan-Torschützenliste bis dahin mit 422 Treffern angeführt hatte.

Alle Informationen zur SSL unter innebandymagazinet.se

 

Frohnatur – Emanuel Antener, hier im Schweizer Nati-Trikot, hat die Rückkehr zu seinem Stammklub Köniz gut gemeistert. /Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

15 Minuten und 29 Sekunden

Swiss Mobiliar League. Über drei Monate nach Abbruch der Partie zwischen Tigers Langnau und Floorball Köniz, die am 1. Oktober Anfang des Schlussabschnitts wegen einer Verletzung von Tigers-Stürmer Hirschi beim Stand von 4:2 für Köniz vorzeitig beendet worden war, wurden die verbliebenen 15 Minuten und 29 Sekunden jüngst nachgeholt. Das kürzeste SML-Spiel aller Zeiten nahm erst zum Ende hin richtig Fahrt auf. 62 Sekunden vor Abpfiff gelang Langnau durch Gerber der Anschluss, Antener antwortete 41 Sekunden vor Ende mit dem 5:3 für Köniz. In den letzten zehn Sekunden des Spiels schraubten Schneiter und erneut Antener das Ergebnis auf 7:3. Wenige Tage darauf trafen beide Teams erneut aufeinander, diesmal allerdings über die volle Distanz. Erneut gewann Köniz, mit 5:3. Die Berner, die vor der Saison vor allem mit den Blockbuster-Transfers Antener und Djurling (beide von AIK Solna) aufhorchen ließen, schoben sich durch den Doppelsieg bis auf Rang zwei vor und sind damit erster Verfolger von Krösus Wiler-Ersigen. Wenn man bei 12 Punkten Rückstand von Verfolgen sprechen kann…

Playoffs mit St. Gallen verpasst – Nationalspieler Philipp Hühler. /Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Vor zwei Wochen traf Chur Unihockey auf Waldkirch St. Gallen. Eine eher unspektakuläress Spiel – auf den ersten Blick. Doch es war auch das Direktduell der einzigen deutschen SML-Akteure, Sebastian Bernieck im Chur-Trikot gegen Philipp Hühler im Waldkirch-Dress. Am Ende stand ein klarer Punktsieg für Bernieck. Der ehemalige Weißenfelser markierte beim 10:4 seiner Equipe gleich zwei Tore, während Hühler, als Verteidiger, leer ausging. Durch den Erfolg sicherte sich Chur zudem endgültig die Playoff-Teilnahme, während diese für St. Gallen in weite Ferne rückte.  Durch die darauf folgenden Niederlagen gegen die Topteams Wiler-Ersigen und GC Zürich wurden schließlich die Playouts für Waldkirch besiegelt.

Vier Siege aus den letzten fünf Partien brachten indes die Red Ants Rychenberg-Winterthur mit der deutschen Nati-Kapitänin Sandra Dirksen in der Damen-SML zurück in die Spur. Der amtierende Meister war lange seinen Ansprüchen hinterher gehinkt, liegt mittlerweile jedoch sicher auf Rang drei, nur einen Punkt hinter dem Zweiten Dietlikon. Lediglich Spitzenreiter Chur ist schon enteilt – doch die möchte man sowieso erst im
Playoff-Finale putzen, wie letzte Saison.

Alle Informationen zur SML unter unihockey.ch und swissunihockey.ch

 

Jubel in Rot – Seinajoki dominiert die Salibandyliiga. /Foto: Mikko Hyvärinen

Vizemeister vor Quali-Sieg

Salibandyliiga. Seit dem 20. November, damals setzte es ein 3:5 gegen Kellerkind Pori, holte Vizemeister Seinajoki neun Siege in Serie, darunter auch gegen alle Teams des aktuellen Verfolger-Trios bestehend aus SSV Helsinki, Koovee und Classic Tampere. Folgerichtig führt Seinajoki die Tabelle mit mittlerweile vier Punkten Vorsprung auf Helsinki an und steuert auf den ersten Qualifikationssieg der Vereinsgeschichte zu. Der Fokus liegt in Finnland aktuell jedoch nur bedingt auf dem Ligageschehen. Denn dieses Wochenende steht in der Tampere-Arena das Pokalfinale zwischen Lokalmatador Classic und Tapanilan Erä an.

Alle Informationen zur Salibandyliiga unter salibandyliiga.fi

 

In Bedrängnis – Vitkovice gewann das Extraliga-Duell gegen Future Prag. /Foto: Andreas Schulz

Spitzenduo weiter problemlos

Fortuna Extraliga. Das Top-Duo der Liga hat seinen Schwung ins neue Jahr genommen. Sowohl Chodov als auch Vitkovice lösten ihre ersten beiden Aufgaben 2012 souverän. Chodov bügelte zunächst Vizemeister Ostrava 11:3 ab, bekundete anschließend gegen Bohemians mit 7:2 kein Mühe. Vitkovice wiederum überzeugte vor allem durch Defensive, kassierte gegen Future nur ein, gegen Havirov lediglich zwei Treffer und gewann diese Partien 5:1 bzw. 4:2. Meister Tatran ist weiterhin erster Verfolger dieses Duos, liegt bei einem Spiel weniger sechs Punkte zurück.

Alle Informationen zur Fortuna Extraliga unter florbal.cz

(tn)

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