Vorentscheidung im Playoff-Kampf

Überragender Junior – Hamburgs Jason Tsiakas (li.) markierte gegen Wernigerode vier Tore. /Foto: Andreas Schulz

MaXxPrint FBL, 12. Spieltag. Im Kampf gegen die rote Laterne sowie um den letzten Playoff-Platz sind wichtige Vorentscheidungen gefallen. Durch Leipzigs klaren Sieg in Berlin und Wernigerodes Ausrutscher in Hamburg wird indes der Kampf um Platz zwei wieder spannend. Vorne weiter ungefährdet: Weißenfels.

Youngster überrascht Red Devils

Bereits im Hinspiel Mitte Oktober hatte Hamburg Meister Wernigerode stark gefordert: Damals behielten die Red Devils mit 7:5 knapp die Oberhand. Im Rückspiel ließ ihnen der ETV jedoch überraschend keine Chance und brachte den Harzern die dritte Saisonniederlage bei. Die Vorentscheidung fiel dabei schon in der ersten Spielhälfte. Da drehten Wittneben, Herrmann und das erst 16-jährige Nachwuchstalent Tsiakas mit einem Hattrick die frühe Gäste-Führung (3., Skippari) bis zur 31. Minute in ein deutliches 5:1 für Hamburg. Müllers Anschluss kurz vor Ende des zweiten Drittels beantwortete ETV-Kapitän Stüble auf Vorlage von Tsiakas in der 43. Minute. Krügers Tor für Wernigerode zum 6:3 konterte der Youngster dann wieder selbst mit seinem vierten Treffer des Tages zum 7:3. Herrmann und Neumann sorgten schließlich für die Treffer acht und neun der Hanseaten, Skippari betreibt zwischendurch für den Meister Ergebniskosmetik. Durch den 9:4-Sieg vergrößert Hamburg den Abstand auf Berlin, Wernigerode verliert hingegen den zweiten Rang an Leipzig.

Acht Treffer für Topscorer Sumén

Denn der Vizemeister gewann bei BAT Berlin mit 13:3. Überragend dabei einmal mehr MFBC-Topscorer Julle Sumén: Der Finne erzielte die ersten sechs Treffer des MFBC, davon das 2:5 in der 24. Minute in Unterzahl. Für Berlin, die die Partie bis dahin ausgeglichen hielten, letztlich wohl der Genickbruch, wie deren Spielertrainer Krohne konstatierte. In der Folge schraubten Pause, Dietel und Schönnagel das Ergebnis in die Höhe, Kratochvil verkürzte zwischenzeitlich per Penalty. Nachdem Bergström zu Beginn des Schlussabschnitts den zehnten Leipziger Treffer erzielt hatte, war Sumén wieder an der Reihe, markierte das 3:11 und 3:12 – acht Treffer in einem Spiel sind sogar für den Finnen, mit Abstand produktivster Spieler der Liga (48 Tore, sieben Vorlagen), neuer Saison-Bestwert. Der Schlusspunkt blieb Dietel, mit fünf Punkten (2+3) ebenfalls stark, vorbehalten, der in der 51. Minute den 3:13-Endstand erzielte.

Radünz überragt gegen Lilienthal

Entscheidende Protagonisten – Rene Radünz (li.) und Sascha Franz besorgten die entscheidenden Chemnitzer Treffer im Kellerduell mit Lilienthal. /Foto: Kristin Schmidt, floor-fighters.de

Wie in den Partien Hamburg – Wernigerode und Berlin – Leipzig hatte auch das Kellerduell zwischen dem Tabellenletzten Lilienthal und Vorletzten Chemnitz einen überragenden Akteur: Rene Radünz. Dieser erzielte bis zur 38. Minute alle drei Chemnitzer Treffer, davon das zwischenzeitliche 2:1 in Unterzahl. In einem engen Schlussabschnitt sorgten Tore von Lubes, Krieger und Heissenbüttel bis zur 56. Minute für das 4:4, zwischenzeitlich hatte Chemnitz durch Reich getroffen. Die Entscheidung fiel schließlich in der Schlussminute: Zunächst legte Radünz für Franz, den Kapitän der Floor Fighters, auf und erhöhte anschließend selbst, 15 Sekunden vor Ultimo, mit seinem vierten Treffer des Tages auf 6:4. Heissenbüttels Anschluss mit der Schlusssirene kam zu spät. Damit ist die rote Laterne wohl vergeben: Chemnitz hat als Vorletzter zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde nun sechs Punkte Vorsprung auf Lilienthal und sogar wieder Tuchfühlung auf Dresden und Rang sechs aufgenommen.

Weißenfels überrollt Aufsteiger

Die Igels gerieten gegen Tabellenführer Weißenfels gehörig unter die Räder. Bereits nach dem ersten Drittel führten die Gäste 0:7. Auffällig dabei einmal mehr die Homogenität im Angriffsspiel der Bänker. Die sieben Treffer wurden von sechs verschiedenen Spielern erzielt, nur Herlt traf doppelt. Er und sein Teamkollege Siede waren nach 60 Minuten, an deren Ende ein 2:13 auf der Anzeige-Tafel stand, mit jeweils drei Toren die produkivsten Weißenfelser. Ganz blass blieben hingegen die tschechischen Legionäre der Dresdner, die lediglich mit zwei Zeitstrafen (Konik, Tucek) den Weg aufs Matchprotokoll fanden.

 

MaXxPrint FBL Ergebnisse: 12. Spieltag

ETV Hamburg – Red Devils Wernigerode 9:4
BAT Berlin – MFBC Löwen Leipzig 3:13
TV Lilienthal – Floor Fighters Chemnitz 5:6
Unihockey Igels Dresden – UHC Sparkassse Weißenfels 2:13

(tn)

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