Fragezeichen trotz Auswärtssieg

Augen zu und durch - Rico Hoffmann (re.) und der SC DHfK knorzen sich aktuell durch die Oststaffel. /Foto: Anja Thurow

2. Bundesliga, 12. Spieltag. Ausgerechnet vor der heißen Phase der Saison sucht Absteiger SC DHfK Leipzig in der Oststaffel seine Form. Gegen Tabellenschlusslicht Berlin präsentierten sich die Sachsen erneut nicht souverän. Ganz anders Bremen in der Nordweststaffel: Den Hanseaten ist nach dem Sieg im Topspiel gegen Neuwittenbek die Tabellenführung wohl nicht mehr zu nehmen.

Auf der Zielgeraden scheint Absteiger SC DHfK Leipzig in der Oststaffel etwas die Puste auszugehen: Nach einem souveränen Saisonstart mit acht klaren Siegen am Stück, mühte man sich zunächst am 9. Spieltag zu einem 4:3 gegen Aufsteiger Landsberg, eine Woche später setzte es dann unerwartet die erste Saisonniederlage – 3:4 gegen Weißenfels II. Zum Auftakt nach der Winterpause mussten die Sachsen dieses Wochenende bei Schlusslicht Berlin II ran und taten sich erneut schwer. Das Aufbauspiel entweder zu umständlich oder ungenau erarbeitete man sich trotz großer Feldüberlegenheit nur wenig klare Chancen. BAT stand hinten drin und wartete auf seltene Konter. Am Ende kämpfte sich der Favorit zu einem mühsamen 5:2-Arbeitssieg. Dennoch, der Eindruck der sinkenden Formkurve konnte damit nicht vertrieben werden. Im Aufwind ist hingegen ganz offensichtlich Weißenfels II. Diese waren die letzten Jahre zuverlässiges Kanonenfutter für die Topteams, fordern denen mittlerweile aber alles ab. Das bekam auch Tabellenführer Döbeln zu spüren, die aber in einem Offensivspektakel mit 12:9 die Oberhand behielten. Halle empfing als Dritter indes den Vierten Landsberg zum Derby. Der Aufsteiger hielt die Partie bis Mitte des zweiten Drittels eng, doch zwischen 34. und 42. Minute zogen die Saalebiber vorentscheidend von 3:3 auf 7:3 davon. Moral bewies Magdeburg in Ingolstadt. Die Sachsen-Anhaltiner holten im Kellerduell einen Punkt, machten dabei aus einem 0:3-Rückstand im ersten Drittel am Ende ein 3:3.

Marschiert mit seinem Team Richtung Playoffs - Andreas Kasche (li.), Trainer von TV Eiche Horn Bremen. /Foto: Tim Fuhrmann

Nachdem Neuwittenbek bereits vergangene Woche im Pokal-Achtelfinale zuhause Bremen unterlag (3:9), setzte es dieses Wochenende auch im Topspiel der Nordwest-Staffel eine Niederlage gegen die Hanseaten. In den ersten zwei Abschnitten war die Partie ausgeglichen und ging mit einem 3:3 ins letzte Drittel. Dort sorgten Stüble, Barthel, Ehrenfried und Neitz jedoch mit vier schnellen Toren bis zur 47. Minute für die Entscheidung zugunsten Bremens. Am Ende stand es 5:8. Durch diesen Sieg liegt der TV Eiche Horn nun alleine an der Tabellenspitze und wird sich diese Position angesichts von zwei Spielen in der Hinterhand sowie einem sehr machbaren Schlussprogramm wohl auch nicht mehr nehmen lassen. Der Fünfte Köln sicherte sich durch einen Zwischensprint im Mitteldrittel (6:1) einen letztlich ungefährdeten 7:3-Auswärtssieg bei Schlusslicht Hochdahl. Das musste dieses Wochenende gleich doppelt ran, unterlag nach der Niederlage gegen Köln am Sonntag auch noch Erlensee/Mainz mit 3:6. Die hatten ebenfalls eine Doppelrunde zu absolvieren, konnten im Gegensatz zu Hochdahl jedoch zwei Siege feiern, da sie bereits am Samstag den Westfälischen Floorball Club 6:3 bezwungen hatten.

Ergebnisse: 2. Bundesliga Herren

Staffel Ost: 11. Spieltag

UHC Döbeln 06 – UHC Sparkasse Weißenfels II 12:9
Saalebiber Halle – Black Lions Landsberg 8:3
BAT Berlin II – SC DHfK Leipzig 2:5
ESV Ingolstadt – Floorball Tigers Magdeburg 3:3

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Staffel Nordwest: 12. Spieltag

SG Erlensee/Mainz – Westfälischer Floorball Club 6:3
TSV Neuwittenbek – TV Eiche Horn Bremen 5:8
SSC Hochdahl – ASV Köln 3:7
SSC Hochdahl – SG Erlensee/Mainz 3:6

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(tn)

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