Dreimal Pflichtsieg

Bisher einziger Kontakt - Frankreich bei den Duellen gegen Deutschland 2009 in Bonn. /Foto: floorball.fr

WM-Qualifikation. Im ersten Teil der Analyse von Deutschlands Gegnern stehen die Punktelieferanten im Fokus. Frankreich, Belgien und Spanien sollten für Soutters Equipe selbst am schlechtesten Tag keinerlei Stolpergefahr bergen. Gegen die letzten beiden hat Deutschland noch nie Länderspiele bestritten.

Keine Frage, die Partien gegen Frankreich, Spanien und Belgien sind Pflichtsiege für Deutschland. Qualitativ können diese drei Mannschaften Soutters Equipe nicht folgen. Da diese Duelle zudem immer im Wechsel mit den Schlüsselpartien gegen Dänemark und Norwegen stattfinden, bieten sie zudem eine gute Gelegenheit zur Feinabstimmung und für eine mögliche Schonung der deutschen Leistungsträger. Dennoch muss auch in diesen Spielen mit absoluten Fokus agiert werden. Sollte Deutschland am Ende des Turniers nämlich auf Rang drei landen, entscheidet der Quervergleich mit den beiden Drittplatzierten der anderen, gleichzeitig stattfindenden Quali-Turniere in Slowenien und Polen – und nur der beste aus diesem Trio qualifiziert sich für die WM im Dezember. Gegen die Underdogs zählen für Deutschland also nur möglichst klare Siege.

Belgien

Drei Schweden-Legionäre, ansonsten nur Akteure, die in der Heimat aktiv sind, der Großteil davon beim Meister Juventus FBC aus Affligem – das ist der belgische Kader. Das Team hat erst zwei Duelle mit Mannschaften, die in etwa auf dem Level der deutschen Equipe zu verorten sind, absolviert und zwar bei der letzten WM-Quali vor zwei Jahren. Dort setzte es gegen Dänemark und Polen mit 3:17 bzw. 2:10 jeweils deutliche Klatschen. Aufhorchen lassen dagegen die jüngsten Ergebnisse vom September 2011, als die Belgier Frankreich mit 6:4 und 7:2 schlugen.

Bisherige Duelle: keine

Frankreich

Sie sind kommenden Mittwoch der Auftaktgegner der deutschen Equipe. Wahrscheinlich ein guter Zeitpunkt: Denn Deutschland wird in der ersten Partie alles daran setzen, einen guten Start ins Turnier zu realisieren und die Franzosen damit nicht unterschätzen. Das wäre wohl auch ein Fehler. Die letzten und bisher einzigen Duelle vor mehr als zwei Jahren in Bonn endeten zwar eindeutig, doch in den letzten Monaten machte Frankreich mit einigen respektablen Ergebnissen auf sich aufmerksam. Da schlug die Equipe Tricolore im November u.a. Italien 3:2. Allerdings setzte es nur acht Wochen davor zwei Niederlagen gegen die völlig unbeschriebenen Belgier. Frankreichs Kader besteht etwa zur Hälfte aus Spielern, die in der Schweiz aktiv sind. Zudem stehen mit Alexis Borén und Simon Riihelä zwei Spieler im Kader, die in den skandinavischen Topligen erprobt sind. Während Borén beim schwedischen Superligan-Klub Helsingborg in 18 Spielen diese Saison erst einen Punkt verbuchte und nur Ergänzungsspieler ist, war Riihelä bis letzte Saison Teil des Salibandyliiga-Teams von Tapanilan Erä, die er auch lange Zeit als Kapitän aufs Feld führte. Er ist der Schlüsselspieler der Franzosen.

Bisherige Duelle:
8. November 2009, Bonn: 5:0
7. November 2009, Bonn: 8:2

Spanien

Wie auch die Partie gegen Belgien ist das Duell mit den Spaniern eine Premiere für Deutschland. Das Team hatte seine letzten internationalen Spiele vergangenen Mai gegen die Niederlande. Dabei sprang ein 7:5-Sieg und eine 2:6-Niederlage heraus. Der Kader weist eine bunte Mischung aus Legionären, die in der Schweiz, Schweden und sogar Finnland aktiv sind, und Spielern aus der heimischen Liga auf. Am klangvollsten scheint dabei Flügel Luis Gonzales Toivola zu sein, der beim schwedischen Zweitligisten Handen spielt. Der 30-jährige erwies sich in den letzten Länderspielen als produktivste Kraft der Spanier und sammelte in acht Partien immerhin 22 Punkte (13+9).

Bisherige Duelle: keine

(tn)

Die Analyse von Dänemark und Norwegen folgt am Montag.