Pflichtsieg gegen Spanien

Hatte es gegen Spanien schwere als gedacht - Fredrik Holtz. / Foto: IFF

Hatte es gegen Spanien schwerer als gedacht - Fredrik Holtz. / Foto: IFF

Trotz einiger holprigen Phasen gelingt der deutschen Auswahl ein kontrollierter 9:1-Erfolg gegen Spanien. Insbesondere dank vier Überzahltreffer steht am Ende ein deutlicher Sieg zu Buche. Am morgigen Samstag trifft die Squadra um Kapitän Philipp Hühler im Kampf um den Turniersieg auf Norwegen, das mit Dänemark heute ähnlich kurzen Prozess machte, wie gestern Deutschland.

Philipp Soutter ließ seine Mannschaft etwas Kräfte tanken, setzte das gesamte Personal ein, verzichtete lediglich auf Sebastian Bernieck, der sich nach einer kleinen Verletzung für das Spiel gegen Norwegen schonen sollte.

Die deutsche Mannschaft startet verhalten ins Spiel, versucht das Tempo niedrig zu halten, lädt aber mit Überheblichkeiten Spanien zu guten Abschlusschancen ein, die Patrick Schmidt mit deutschen Kasten pariert. In der 12. Spielminute leitet Robert Müller mit einem Nachsetzer zum 1:0 die erste produktive Druckphase ein.

Augenblicke später erhöhen Benjamin Borth und bei seinem ersten Auftritt im Turnier Nicolas Kujat auf 3:0. Zwei unnötige Zeitstrafen durch Andreas Gahlert bringen das deutsche Team zwar in Unterzahl, diese wird aber mit ausreichend eigenem Ballbesitz kaltschnäuzig überstanden.

Gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts nutzt Deutschland seine erste Überzahlsituation vier Sekunden vor Ablauf der Strafzeit als Dominic Mucha mit einem Querpass seinen Bruder Manuel bedient und dieser auf 4:0 erhöht. Die deutsche Auswahl tut sich aber weiterhin schwer die Dominanz auszustrahlen, die sie gegen Dänemark zu Tage legte, vermag sich nicht auf des Gegners Spielfeldhälfte festzusetzen und wirkt phasenweise konteranfällig.

In der 27. Spielminute folgt die gerechte Strafe als der Ball nicht konsequent genug aus der eigenen Defensivzone geklärt wird und Aitor Bermejo Lopez frei am linken Pfosten verkürzt. Erneut ist es aber ein Überzahlspiel, das Deutschland das sichere Polster beschert. Andreas Gahlert findet im Slot Manuel Mucha – 5:1.

Im Schlussabschnitt profitiert Deutschland weiterhin von seiner beeindruckenden Powerplay-Effizienz. Erst Andreas Gahlert, dann Fredrik Holtz – 7:1. Beim achten Treffer spielt die “Swiss Connection” Mucha-Gahlert-Mucha die spanische Abwehr aus. In der letzten Spielminute kommt auch noch Youngster Jonas Hoffmann zum Zug.

Gegen Spanien schafft es Deutschland Energie zu sparen und chauffiert trotz eines etwas stockenden Spielaufbaus und zu vieler Ballverluste ein sicheres 9:1 nach hause. Für einen Turniersieg wird man gegen Norwegen vermutlich von Beginn an auf Wettkampfmodus zurückschalten müssen. Die Partie beginnt am morgigen Samstag erneut um 19:00 Uhr.

Deutschland – Spanien 9:1 (3:0, 2:1, 4:0)
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