Wieder die 20 für Norwegen

Umsonst angerannt – Dänemark scheiterte überraschend bei der WM-Quali. /Foto: IFF/Tim Fuhrmann

WM-Qualifikation. Wie schon gegen Frankreich und Belgien erzielt der Turniersieger von Münster auch im abschließenenden Duell mit Spanien 20 Tore. Dänemark erlebt hingegen ein Drama: Zwar gewinnen die Skandinavier gegen Frankreich deutlich, dennoch werden sie nur drittbester Gruppendritter. Über den Quervergleich qualifizierten sich stattdessen die Ungarn.

Zwei Szenarien mussten eintreten, damit Dänemark es doch noch zur WM-Endrunde in die Schweiz schaffen würde: Zum einen brauchten die Skandinavier gegen Frankreich einen Sieg mit zwölf Toren Unterschied, zum anderen durfte Ungarn in der Quali-Gruppe 3, die in Polen spielte, in der abschließenden Partie gegen die Gastgeber keine Punkte holen. Schon in der 6. Minute erhielt die Hoffnung Dänemarks einen ersten Dämpfer, als Henry die frühe Führung des Favoriten durch Danielsen ausglich. Anschließend dauerte es bis zur 17. Minute, ehe Dänemark erneut in Führung ging. Dem folgte ein Zwischensprint, der die Skandinavier plötzlich zurück in die Spur brachte: Bis zur 29. Minute erzielten sie sechs weitere Tore und lagen wieder auf Kurs.

Danach stockte die Tormaschinerie aber erneut, schlimmer noch: Kurz vor der Pausensirene verkürzte Borén für Frankreich auf 2:8. Damit benötigte Dänemark im Schlussabschnitt sechs Tore, um sich seine Chance zu bewahren. Bis zur 59. Minute fielen jedoch nur deren drei. Die Dänen hatten nun nichts mehr zu verlieren, nahmen den Goalie raus und stürmten mit sechs Feldspielern an. Und tatsächlich keimte nach einem Doppelschlag binnen 19 Sekunden wieder Hoffnung: Über eine Minute Zeit auf der Uhr und nur noch ein Tor. Doch irgendwie passte es zum Turnierauftritt der Dänen, dass das nicht mehr fallen wollte. Schlussstand 2:13.

Ungarn dabei, Dänemark und Serbien nicht

Auch wenn es Dänemark nicht trösten wird: Am Ende hätte auch ein Zwölf-Tore-Sieg nicht gereicht. Denn durch Ungarns Unentschieden gegen Polen im letzten Spiel der Quali-Gruppe 3 wurden diese aufgrund des Punkteschnitts in den Spielen bester Quali-Dritter und holten sich so das letzte WM-Ticket der Europa-Gruppen. Damit schauten auch die Serben, der Dritte in der Quali-Gruppe 2 in die Röhre: Die standen zwar dank des um ein Tor besseren Torverhältnisses vor den Dänen, hatten mit drei Siegen aus fünf Spielen aber ebenfalls eine schlechtere Durchschnittspunktzahl als die Ungarn. Neben denen holten sich über Russland, Polen, die Slowakei, Estland, Norwegen und Deutschland ihre WM-Tickets, in Nordamerika Kanada sowie die USA.

Dänemark – Frankreich 13:2 (3:1, 5:1, 5:0)
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Unter Dauerdruck – Norwegen zündete gegen Spanien das nächste Offensivfeuerwerk. /Foto: IFF/Tim Fuhrmann

Schnell erzählt ist die Geschichte des Duells zwischen dem Turniersieger von Münster, Norwegen, und den Spaniern. Wie schon in den Spielen zuvor Belgien und Frankreich hatten auch die Underdogs von der iberischen Halbinsel gegen die Norweger nichts zu lachen. Die einzigen Lichtblicke blieben der zwischenzeitliche Ausgleich von Sepulveda-Garcia zum 1:1 in der 7. Minute sowie das 2:5 Alvarez-Helfers in Minute 25.

Danach ölte Norwegen sein Offensiv-Getriebe und schenkte den Spaniern bis Spielende noch 15 Tore ein. Der abschließende Treffer von Kapitän Raymond Evensen in seinem 101. Länderspiel 34 Sekunden vor Schluss machte einmal mehr die 20 für Norwegen voll. In den Partien gegen Belgien und Frankreich kamen die Skandinavier sogar jeweils auf 21 – am Ende stehen 82 Tore in fünf Spielen. Eine beeindruckende Bilanz.

Norwegen – Spanien 20:2 (4:1, 7:1, 9:0)
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Überblick der Ergebnisse der Quali-Gruppen 2 (Slowenien) und 3 (Polen)

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