Hamburg bucht die Playoffs

Enttäuschung bei Berlins Brincil und Nass, Jubel bei Hamburg – Die Hanseaten stehen in den Playoffs. /Foto: Andreas Schulz

MaXxPrint FBL, 13. Spieltag. Das Playoff-Quartett ist seit Samstag komplett: Durch den Heimsieg über Tabellennachbar Berlin bucht Hamburg endgültig die Playoffs. Weißenfels und Lilienthal zünden ein Torfestival, Chemnitz schlägt Dresden. Leipzig verschafft sich indes im Kampf um Platz zwei einen kleinen Vorteil.

Im Heimspiel gegen Berlin nutzte der ETV Hamburg am Wochenende seinen ersten von zwei Matchballen für den Einzug in die Playoffs – in einer umkämpften Partie besiegten die Hanseaten BAT mit 8:5 und schickten die fünftplatzierten Hauptstädter in die Playdowns. Der ETV zog dagegen als Vierter in die Playoffs ein und wird dort Weißenfels herausfordern.

Das Duell der Tabellennachbarn begang ohne großes Abtasten: Nach 20 Minuten stand eine knappe 4:3-Führung für Hamburg. Ab dem 6:5 in der 35. Minute durch Kappel rannte Berlin 20 Minuten lang erfolglos auf den Kasten von ETV-Schlussmann Dietz an und scheiterte mehrfach mit hochkarätigen Chancen. Als BAT in der 55. Minute Schlussmann Nebe zugunsten eines sechsten Feldspielers herunternahm, besorgte Koivisto wenig später nach einem Berliner Ballverlust die Entscheidung, indem er ins verwaiste Tor traf.

Ein wahres Torfestival erlebten die Zuschauer in der Weißenfelser Sporthalle West. In der Partie des Tabellenführers gegen das Schlusslicht fielen die Tore beinahe im Zwei-Minuten-Takt. Am Ende stand ein 20:7-Sieg für Weißenfels – ein Ergebnis, das fast an Handball errinnert. Durch diesen Erfolg sicherte sich der UHC endgültig den Quali-Sieg und erwarten nun im Halbfinale den ETV Hamburg.

27 Treffer – Highlights der Partie Weißenfels gegen Lilienthal (produziert vom TV Lilienthal)

Leipzig siegt, obwohl Sumén nicht trifft

Weiterhin Spannung verspricht das Duell um den zweiten Platz hinter Weißenfels. Dort konnte sich Leipzig als Zweiter durch einen 8:7-Sieg gegen den Dritten Wernigerode auf fünf Punkte absetzen. Doch die Red Devils haben mit Dresden und Lilienthal noch zwei Aufsteiger vor sich, während der MFBC nur noch eine Partie spielt – und zwar gegen Spitzenreiter Weißenfels. Durch den knappen Sieg beim Meister wahrte sich Leipzig jedoch zumindest die Chance auf den zweiten Platz und den damit einhergehenden Heimrecht im Playoff-Halbfinale. Die Entscheidung im Spitzenspiel fiel Mitte des Schlussdrittels, als der MFBC binnen zwei Minuten von 5:4 auf 8:4 davonzog. Zweimal Akuvlovs und Nationalverteidiger Ibold konnten zwar noch verkürzen, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr. Interessante Randnotiz: Nach seinem Saisonhöhepunkt in Form von acht Treffern gegen Berlin am letzten Spieltag blieb Leipzig Tormaschine Julle Sumén diesmal erstmals in dieser Saison ohne persönlichen Treffer, sammelte nur einen Assist. Dafür sprangen andere in die Bresche: Routinier Pause sowie Dietel trafen beispielsweise zusammen fünfmal.

Im Sachsen-Derby zwischen Dresden und Chemnitz feierten die Floor Fighters indes ihren vierten Saisonsieg. Durch das 7:5 klettern die Floor Fighters in der Tabelle an den Igels vorbei auf Rang sechs. Dresden war dabei noch mit einer 4:5-Führung ins Schlussdrittel gestartet bevor René Radünz mit einem Doppelpack und Philipp Hamann die Partie drehten und Chemnitz wichtige Punkte im Kampf ums Heimspielrecht in den Playdowns sicherten.

MaXxPrint FBL Ergebnisse: 13. Spieltag

ETV Hamburg – BA Tempelhof Berlin 8:5
UHC Sparkasse Weißenfels – TV Lilienthal 20:7
Floor Fighters Chemnitz – Unihockey Igels Dresden 7:5
Red Devils Wernigerode – MFBC Löwen Leipzig 7:8

(tn)

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