“Schade für Weißenfels”

Nach den verpassten Playoff 2011, kehrt der ETV 2012 unter die Top4 zurück. / Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Nach den verpassten Playoffs 2011, kehrt der ETV 2012 unter die Top4 zurück. / Foto: Andreas Schulz, batberlin.de

Hamburgs schwedischer Flügel Johann Nilsson verbannte eine Verletzung hinter die Bande. Nun führte er zusammen mit Headcoach Anton Sefkow die Hanseaten in die Playoffs. Und das soll noch lange nicht alles sein. Das Floorballmagazin plauschte mit dem 26-Jährigen über die anstehende Zielgerade der diesjährigen Saison.

Floorballmagazin: Mit dem 8:5-Erfolg gegen Berlin hat Hamburg nun definitiv die Playoffs gebucht. Überrascht?

Johann Nilsson: Ich möchte nicht arrogant klingen. aber überrascht bin ich eigentlich nicht. Die Entwicklung der Mannschaft hat über die letzten Jahre hinweg große Schritte nach vorne gemacht und ich hoffe, wir werden uns weiterentwickeln und dann auch in Zukunft ganz oben mitkämpfen.

Bezieht man die vor kurzem noch etwas ambitionierteren Igels mit ein, was hat im Dreikampf Hamburg-Berlin-Dresden den Unterschied ausgemacht?

Was der Unterschied war. (überlegt) Ich glaube, die letzten drei Partien waren entscheidend. Wir haben gegen Dresden und Berlin gewonnen, hinzu kam auch der Sieg gegen Wernigerode.

In der ersten Playoff-Runde trefft ihr mit ziemlicher Sicherheit auf Weißenfels. Die neue Best-Of-Five-Serie macht es Außenseitern aber nicht einfacher. Was ist das Ziel?

Mein persönlicher Wunschgegner war von Anfang an Weißenfels. Wahrscheinlich würde Wernigerode oder Leipzig unserem Spiel besser passen, aber ich freue mich auf Weißenfels und die beiden Schweden, Samuel (Slättman) und Henrik (Lundblad). Leider werden sie dieses Jahr das Finale verpassen, weil unser Ziel steht – wir wollen ins Endspiel. Schade für Weißenfels.

Du persönlich hast dich vom Spielfeld scheinbar verabschiedet. Ist das nur eine zwischenzeitliche Lösung oder stehst du bald wieder mit dem Schläger auf dem Feld?

Ich hatte mich zu Saisonbeginn verletzt und dann entschieden, nur hinter der Bande aktiv zu sein. Ich habe einiges gelernt und viel positives Feedback bekommen. Das motiviert einen, weiterzumachen sowie noch härter zu arbeiten und neue Ideen zu entwickeln. Ab und zu vermisse ich natürlich auch das Spielen, aber diese Saison kommt das für mich nicht mehr in Frage. Was nach der Saison passiert, weiß ich noch nicht. Die Entscheidung werde ich nach den Playoffs oder im Sommer treffen.

Ohne in offene Wunden stechen zu wollen – das final4 findet ohne den ETV als Teilnehmer statt. Dennoch dürftet ihr euch als Ausrichter vorbereiten. Was erwartet ihr von diesem Event?

Ich erwarte spannende Spiele und viele Zuschauer. Und dass jeder, der dort war, auf eine tolle Veranstaltung zurückblicken kann. Wir wollen Deutschland zeigen, dass wir nicht nur gut Floorball spielen, sondern auch große Events veranstalten können.

Abschließend mal nicht die Frage nach dem Meister – wer steigt auf und wird es ein Team geben, dass es nicht schaffen wird, die Klasse zu halten?

Schade, ich hätte ja so gerne auf die Frage nach dem Meister geantwortet. Um ehrlich zu sein, kann ich die 2. Bundesliga nicht besonders gut einschätzen. Ich denke aber, dass es für Berlin, Chemnitz und Dresden kein Problem sein sollte, die Klasse zu halten. Für Lilienthal könnte es knapp werden. Sie haben einige junge Spieler, die dieses Jahr viel Erfahrung sammelten, aber die Frage bleibt, ob das reicht. Ich weiß es nicht. Ich hoffe aber, dass Bremen den Weg zurück in die Bundesliga findet. Aber passieren kann alles und ich denke, es wird spannend. (jk)

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2 Kommentare vorhandenKommentieren
  1. nice:-)

  2. großartig ;-)

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