MFBC holt sich Platz zwei

Jubel über Platz zwei beim MFBC – Dietel (Nr. 10, 1. v. l.) sorgte für die Entscheidung im Sudden Death gegen Weißenfels. /Foto: Andreas Schulz

MaXxPrint FBL, 14. Spieltag. In Leipzig geben der MFBC und Weißenfels schon einmal eine kleine Kostprobe für die Playoffs und liefern sich bis in die Verlängerung ein dramatisches Duell – mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Damit wird Leipzig als Zweiter in die Playoffs gehen, Wernigerode bleibt trotz Siegs in Lilienthal nur der dritte Rang.

Es war die letzte offene Frage beim abschließenden Spieltag der Qualifikation: Holt sich Leipzig oder Wernigerode Rang zwei und damit das Heimrecht in der kommenden Playoff-Serie zwischen beiden Teams? Während der MFBC mit Tabellenführer Weißenfels den denkbar schwersten Brocken vorgesetzt bekam, stand für den Meister eine Pflichtaufgabe in Lilienthal an.

Leipzig brauchte zwei Punkte

Diese lösten die Red Devils, wenngleich mit leichten Problemen: Denn die klare 7:3-Führung Wernigerodes nach 40 Minuten schmolz bis Mitte des Schlussdrittels auf ein mageres Törchen zusammen. Müller und Lisicki erstickten jedoch die zarten Hoffnungen auf eine Sensation des Aufsteigers gegen den Champion mit ihren Treffern in der 50. und 55. Minute. In der Schlussminute schraubte Wernigerode mit drei weiteren Toren das Ergebnis sogar noch in erwartete Höhen. 12:6 – Pflicht erfüllt.

Highlights TV Lilienthal vs. Red Devils Wernigerode (by TV Lilienthal)

Nun lag der Ball bei den Leipzigern. Die brauchten im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Weißenfels mindestens zwei Punkte, also einen Sieg nach Verlängerung, um vor Wernigerode zu bleiben. Denn die könnten mit einem Erfolg im Nachholer gegen Dresden kommende Woche noch auf 31 Zähler kommen und hätten dann bei eventueller Punktgleichheit ein besseres Torverhältnis als der MFBC gehabt. Für die Leipziger zählte folglich nur ein Sieg im Duell mit Erzrivale Weißenfels.

Zu Beginn setzte es aber erstmal die kalte Dusche: Slättman, Brückner und Vaicis sorgten mit ihren Treffern bereits nach zehn Minuten für klare Verhältnisse und eine 3:0-Führung des Tabellenführers. Suméns Anschlusstreffer in der 13. Minute wurde weitere elf Umdrehungen später durch Böttchers 4:1 beantwortet. In der 35. Minute assistierte der Nationalverteidiger im Powerplay Teamkollege Herlt das 5:1. Vor der Pause konnte Bergström noch auf 2:5 aus Sicht des MFBC verkürzen.

Fünf Sekunden vor Schluss: Ausgleich

Auch im Schlussabschnitt gönnten sich beide Teams keine Ruhephase: Knothes 3:5 in der 43. Minute konterte Vaicis nur zwölf Sekunden später mit dem sechsten Weißenfelser Treffer. Es sollte das letzte Tor des Tabellenführers bleiben. Dafür traf nun der MFBC: Zunächst Harnisch mit einem direkten Freistoß von der Mittellinie (45.), zehn Minuten darauf Leipzigs Topscorer Julle Sumén zum Anschluss. Der Ausgleich fiel schließlich kurz vor Abpfiff. Als Bergström den Ball unter Weißenfels-Goalie Vogel zum 6:6 einschob, zeigte die Uhr noch fünf Sekunden. Verlängerung.

In der Overtime dauerte es dann sieben Minuten, ehe Dietel einen abgefälschten Schuss zum Sieg für Leipzig ins Netz lenkte. Damit sicherte der Stürmer seinem Team den ersehnten Extrapunkt, der neben dem Sieg im Prestige-Duell auch Abschlussrang zwei einbrachte. Vizemeister MFBC hat  in der Playoff-Serie gegen Champion Wernigerode also Heimrecht. Angesichts der beiden Siege gegen die Red Devils vor einer Woche (8:7) und nun gegen Weißenfels scheint das Momentum für das Halbfinal-Duell aktuell beim MFBC zu liegen. Die würden wohl am liebsten kommendes Wochenende und nicht erst in drei Wochen in die Serie starten.

8:2-Führung fast hergeschenkt

Partie fast im Alleingang gedreht – Chemnitz´ Raphael Thiele. /Foto: Kristin Schmidt, floor-fighters.de

In der unteren Tabellenhälfte ging es ebenfalls nur noch um Platzierungen und das Heimrecht in den Playdowns. Berlin sicherte sich dabei Rang fünf durch einen 10:8-Erfolg in Dresden. BAT hatte nach 40 Minuten bereits 8:2 geführt, die Sachsen kamen jedoch bis zur 48. Minute auf 7:9 heran. Danach verhinderten Zeitstrafen eine weitere Aufholjagd. “Der Sieg war wichtig für die Psyche”, bemerkte BAT-Kapitän Kratochvil, der gegen Dresden bis zur 14. Minute vier Tore erzielt hatte, in Hinblick auf die Playdowns. Berlin hatte zuvor dreimal in Folge verloren.

Rang sechs und somit das Heimrecht im Duell mit Dresden konnten sich indes die Floor Fighters Chemnitz sichern. Diese gewannen daheim gegen Hamburg, das seit letztem Wochenende sicher in den Playoffs stand, überraschend 7:6. Dabei drehten Thiele (2) und Irrgang (Assist durch Thiele) einen 4:6-Rückstand zu Anfang des Schlussdrittels bis zur 47. Minute in eine knappe Führung, die bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Es war der dritte Erfolg in Serie für Chemnitz.

MaXxPrint FBL Ergebnisse: 14. Spieltag

Unihockey Igels Dresden – BA Tempelhof Berlin 8:10
MFBC Löwen Leipzig – UHC Sparkasse Weißenfels 7:6 s.d.
Floor Fighters Chemnitz – ETV Hamburg 7:6
TV Lilienthal – Red Devils Wernigerode 6:12

(tn)

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