Wiler und Tigers im Halbfinale

Mehr Mühe als erwartet - Wiler-Ersigen steht im Halbfinale der SML. /Foto: IFF

Der Champion und die Equipe von Bundestrainer Philippe Soutter folgten am Wochenende Zürich und Malans ins Halbfinale der Swiss Mobiliar League. Während Wiler-Ersigen Grünenmatt nach harten Kampf in sechs Spielen niederstreckte, musste Langnau gegen Rychenberg-Winterthur sogar in die Entscheidungspartie.

Dass die Serie zwischen dem unangefochtenen Qualifikationssieger Wiler-Ersigen, der in den 22 Hauptrundenpartien nur zwei Niederlagen kassiert hatte und am Ende 16 Punkte vor dem Zweitplatzierten Zürich lag, und Grünenmatt, das sich erst in den allerletzten Spielen endgültig die Teilnahme an den Playoffs sicherte, so eng werden würde, hatte kein Experte erwartet. Doch nach drei Spielen und zwei knappen Siegen für Grünenmatt schien plötzlich die Sensation möglich. „Träumen ist erlaubt, aber es fehlen noch zwei Siege“, sagte Grünenmatt-Goalie Pascal Haab, der nur wenige Wochen zuvor bei Wiler aussortiert worden war, gegenüber unihockey.ch nach dem 8:7 nach Verlängerung in Spiel drei. Es sollte jedoch nicht sein für den Außenseiter. Denn die folgenden drei Partien gewann allesamt Wiler-Ersigen mit seinem Dream-Team rund um die Hofbauer-Brüder sowie den finnischen Ausnahmespieler Jussila. Unterm Strich bewahrheitete sich ein Gedanke, der Grünenmatts Haab schon während des dritten Spiels gekommen war: „Typisch Wiler, auch wenns knapp ist, setzt es sich durch.“

Stucki mit dem goldenen Tor

Noch knapper als im Duell Wiler – Grünenmatt ging es im Viertelfinale zwischen Langnau und Rychenberg-Winterthur zur Sache. Die Serie war ein Auf und Ab: Nach der 0:8-Heimklatsche zum Auftakt holte sich die Equipe von Bundestrainer Philippe Soutter die Spiele zwei und drei, ehe Rychenberg-Winterthur mit einem 12:10-Sieg in der vierten Partie ausglich. Ein enger 7:6-Erfolg, der erste Heimsieg dieser Serie, brachte den Tigers schließlich den ersten Matchball ein. Doch Rychenberg schlug zurück, angeführt von Langnau-Schreck Hautaniemi. Der schlacksige Finne war an sechs der sieben Treffer beim 7:2-Sieg seiner Equipe direkt beteiligt und brachte es in den sieben Spielen der Serie auf 18 Punkte (12+6). Zusammen mit seinen Linienkollegen Skalik, der punktgleich mit ihm (beide 73 Zähler) an der Spitze der Scorerwertung liegt, Lax, Kradolfer und Kinnunen erzielte Hautaniemi nahezu die gesamten Rychenberger Tore – der HCR hatte alle seine ausländischen Topkräfte in einer schlagkräftigen Reihe formiert.

Trifft am Wochenende zum ersten Mal auf sein neues Team: Nationaltrainer Philippe Soutter. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Mit den Tigers ins Halbfinale vorgerückt - Nationaltrainer Philippe Soutter. / Foto: Florian Büchting, unihockey-pics.de

Eine Taktik, die fast fürs Halbfinale gereicht hätte. Doch am Ende setzten sich die Tigers durch – wie es sich für eine solche Serie gehört, natürlich in der Verlängerung. So war es Routinier Simon Stucki vorbehalten, seine Euipe in der 16. Minute der Overtime mit seinem Treffer zum 7:6 ins Halbfinale zu schiessen. Dort trifft Langnau auf GC Zürich, während Malans Meister Wiler-Ersigen fordert.

Uster desolat

In den Playdowns dominieren indes weiter die vermeintlichen Außenseiter: Schlusslicht Zug, während der Hauptrunde mit nur einem Dreier aus 22 Spielen, fehlt nach dem dritten Erfolg in Serie gegen ein desolat auftretendes Uster noch ein Sieg zum Klassenerhalt. Wesentlich knapper geht es in der Serie zwischen den Kloten-Bülach Jets und St. Gallen zu: Alle Spiele endeten mit einem Tor Unterschied. Der Zwischenstand ist dennoch eindeutig – zum Leidwesen von Nationalmannschaftskapitän Philipp Hühler in Diensten St. Gallens. Seine Equipe liegt wie Uster nahezu aussichtslos 0:3 zurück und bräuchte vier Siege, um die Serie zu wenden.

Highlights Kloten-Bülach Jets – Waldkirch St. Gallen (Partie 3, 7:6);
produziert von den Jets

Swiss Mobiliar League – Playoffs:

GC Zürich – Chur Unihockey 4:1 (9:11, 7:5, 5:2, 4:3 n.V., 7:5)

Floorball Köniz – Alligator Malans 1:4 (6:7 n.V., 1:4, 4:7, 5:4, 4:8)

Wiler-Ersigen – Grünenmatt 4:2 (8:10, 6:5, 7:8 n.V., 6:3, 8:5, 8:6)

Tigers Langnau – HC Rychenberg-Winterthur 4:3 (0:8, 6:2, 8:5, 10:12, 7:6, 2:7, 5:4 n.V.)

Swiss Mobiliar League – Playdowns

UHC Uster – Zug United 0:3 (2:12, 3:9, 4:7)

Waldkirch St. Gallen – Kloten-Bülach Jets 0:3 (5:6, 5:6 s.D., 6:7)