Wer schafft die Überraschung?

In Achtelfinale stolperte schon Berlin in Bremen - Räumt die Equipe um Kapitän Daniel Plate (vorn) nun auch den MFBC aus dem Weg? /Foto: Tim Fuhrmann

Pokalvorschau. Erstmals seit drei Jahren könnten wieder vier Erstligisten den Einzug ins Pokal-Final4 packen. Doch mit Köln, Bremen und Döbeln mischen gleich drei ambitionierte Zweitligisten im Kampf um die Tickets nach Hamburg mit: Eines dieser Teams sorgte bereits im letzten Jahr für eine Überraschung im Viertelfinale.

2009 standen sich zum bisher einzigen Mal vier Bundesligisten in den Halbfinalspielen des Pokals gegenüber: Damals verloren die beiden Lokalmatadoren MFBC Löwen und der SC DHfK Leipzig in der Vorschlussrunde gegen Berlin bzw. Weißenfels. Diesen Mai, zur fünften Auflage des Final4, der sein kleines Jubiläum in Hamburg feiern wird, könnten es erneut vier Erstligisten schaffen. Bundesliga-intern ist jedoch nur das Duell zwischen Titelverteidiger Weißenfels und dem TV Lilienthal. Beide Teams brannten in der letzten Begegnung ein Torfeuerwerk ab – mit Weißenfels als klarem Sieger: 20:7 lautete am 13. Spieltag Mitte Februar das Endergebnis. Es war die torreichste Partie der abgelaufenen Bundesliga-Hauptrunde. Beim erneuten Duell diesen Sonntag ist Gastgeber Weißenfels somit klarer Favorit.

Dresden – Köln: Die ausglichenste Paarung

In den anderen Viertelfinal-Paarungen treffen jeweils Zweit- auf Erstligisten. Dennoch können die Favoritenrollen hier mitunter nicht ganz so klar verteilt werden, wie in dem Duell Weißenfels – Lilienthal: So strauchelte beispielsweise Dresden seit dem Abgang von Leitwolf Hulic dem Ende der Hauptrunde entgegen, verlor die letzten fünf Partien in Serie und rutschte in der Tabelle bis auf Rang sieben ab. Ganz anders Köln, der Gegner der Igels: Die Rheinländer gewannen in der zweiten Liga Nordwest ihre letzten fünf Spiele und scheiterten nur knapp am Einzug in die Playoffs. Gepaart mit dem Heimvorteil Kölns ist diese Paarung am ausgeglichensten. Bremen und Döbeln erwarten mit dem MFBC bzw. Wernigerode die Finalisten der letzten Bundesliga-Saison.

MFBC: Zweimal Endstation Viertelfinale

Dennoch sollte vor allem der MFBC gewarnt sein: In den letzten beiden Pokalwettbewerben war für die Leipziger jeweils im Viertelfinale Endstation. Die Niederlage gegen Zweitligist Döbeln aus dem letzten Jahr dürfte dem MFBC dabei noch in lebendiger Erinnerung sein. In Bremen bekundeten die Equipe zudem in der Vergangenheit des öfteren Probleme. Trotz dieser warnenden Vorzeichen will MFBC-Trainerin Silke Unger im Duell gegen Bremen auch ein Auge auf den Meisterschaftskampf haben. „Ich strebe an, noch ein paar taktische Dinge einzuüben, um für die Playoffs in der Bundesliga gerüstet zu sein“, sagte sie. Das wird man in der Hansestadt gerne hören.

Döbeln, letzten Mai in Ingolstadt Finalgegner von Weißenfels (7:14-Niederlage), könnte zum dritten Mal am Final4 teilnehmen, für Meister Wernigerode wäre es hingegen eine Premiere. „Wir wollen ins Pokalfinale“, lautet die klare Aussage von Peter Gahlert, Trainer der Red Devils.

Die Paarungen im Überblick

Samstag, 18 Uhr, Stadtsporthalle Döbeln:
UHC Döbeln 06 – Red Devils Wernigerode

Samstag, 18 Uhr, Sporthalle Berckstraße Bremen:
TV Eiche Horn Bremen – MFBC Löwen Leipzig

Sonntag, 16 Uhr, Stadthalle Weißenfels:
UHC Sparkasse Weißenfels – TV Lilienthal

Sonntag, 16 Uhr, ASV-Halle Köln:
ASV Köln – Unihockey Igels Dresden