Start nach Maß

Kristap Vaicis jubelt, Matthias Radbruch resigniert - Weißenfels übernimmt mit zwei Siegen am Stück die Serien-Führung gegen Hamburg. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Kristap Vaicis jubelt, Matthias Radbruch resigniert - Weißenfels übernimmt mit zwei Siegen am Stück die Serien-Führung gegen Hamburg. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Während Weißenfels seine Favoritenrolle gegen Hamburg souverän meistert, scheitern die Leipziger Löwen als Heimmannschaft gleich in beiden Spielen gegen Wernigerode. Die Devils können dabei erneut auf Playoff-Schreck Kuittinen zählen. Der neue Best-Of-Five-Modus erfordert nun aber noch einen weiteren, dritten Erfolg, um ins Endspiel einzuziehen.

Kuittinen sticht Sumen aus

Die Samstagspartie beginnt Leipzig gegen Wernigerode mit Lust, Laune und schönen Toren. Knothe und Sumen legen vor, die Devils kommen aber teils etwas glücklich zurück ins Spiel und schaffen noch vor Drittelende den Ausgleich. Im zweiten Drittel ruft Wernigerode weiterhin alles ab. Blume pariert regelmäßig im Kasten, Markus Skippari, Peter Müller und Juha-Pekka Kuittinen lassen die Devils sogar auf 5:2 davonziehen. Zwar kann Knothe durch einen Rebound zwischenzeitlich verkürzen, Skippari und erneut Müller sorgen aber noch vor Drittelende für die Vorentscheidung. Wernigerode besteht im Auftaktspiel überraschend deutlich mit 8:3.

Am Sonntag bekommt Leipzig die Chance, den Fehlstart einzudämmen und die Serie auszugleichen – scheitert aber auch ein zweites Mal. Wernigerode legt bis kurz vor Ende des zweiten Drittels mit 4:1 vor, bevor den Löwen ein respektables Comeback gelingt. Fritsche in der 40., Knothe in der 41., Pause in der 44. und Dietel in der 48. Spielminute drehen den Zwischenstand. Devils-Coach Peter Gahlert reagiert sofort, nimmt eine Auszeit und seine Mannschaft weiß, was zu tun ist. Binnen einer Minute bringen Lisiecki und Kuittinen (insgesamt mit vier Treffern erfolgreichster Schütze der Teufel) Wernigerode wieder in Führung und wenige Minuten später sorgt Robert Müller mit einem Doppelschlag für den entscheidenden Vorsprung – Endstand 9:6.

Während Tormaschine Julle Sumen mit jeweils einem Tor zu wenig auszurichten vermag, meldet sich Juha-Pekka Kuittinen nach einer verhältnismäßig bescheidenen Ligaphase zu Wort und wirbelt sich zu fünf Toren und drei Vorlagen. Für Leipzig bedeutet dies den denkbar schlimmsten Start in die Playoffs. Die Löwen müssen nun beide Auswärtsspiele im Wernigeroder Teufelskessel für sich entscheiden und sogar noch ein weiteres Heimspiel gewinnen. Die Devils haben das Finale hingegen zum Greifen nah.

Serienstand MFBC Löwen Leipzig – Red Devils Wernigerode 0:2
1. Partie: MFBC Löwen Leipzig – Red Devils Wernigerode 3:8
2. Partie: MFBC Löwen Leipzig – Red Devils Wernigerode 6:9

Klare Verhältnisse

Gleich zu Beginn der ersten Playoff-Partie zwischen Weißenfels und Hamburg läuft der UHC zunächst ins offene Messer. Marco Neumann und ein Eigentor markieren für den ETV schon nach knapp zwei Minuten das 2:0. Herlt und Siede schaffen zwar noch den Ausgleich, Sefkow bringt die Gäste dennoch zwei Sekunden vor Drittelende noch ein letztes Mal in Führung. Im zweiten Spielabschnitt herscht dann aber nur noch der UHC – Lundblad, Herlt und zweimal Händler schicken Weißenfels auf die Siegesspur. Das Schlussdrittel verwaltet der UHC optimal, zweimal Hoffmann und zum dritten Mal Händler schrauben den Endstand auf 9:4 hoch.

Auch in der Sonntagspartie erwischt Hamburg erneut den besseren Start. Tomas Kasemets vergibt zwar zunächst einen Penalty, Timo-Tuomas „Tipi“ Koivisto bringt Hamburg dennoch in Führung. Diesmal schlägt Weißenfels aber früher und resoluter zurück – sechs Treffer am Stück zwingen den ETV noch im ersten Drittel in die Knie. Im zweiten Spielabschnitt kann sich Hamburgs Defensive etwas stabilisieren, verdankt aber überwiegend einem glänzend aufgelegten Mike Dietz den 1:1-Drittelstand. Im Schlussdrittel legt Weißenfels dennoch nach, beweist einen unübersehbaren Klassenunterschied und erhöht dank Händler, Böttcher, Erben und Herlt auf 11:2.

Nach Hamburgs positivem Auftakt am Samstag beweist Weißenfels die bessere Fitness und kann das Tempo am Sonntag sogar zeitweilen noch erhöhen. Hamburg offenbart sich nun eine praktisch unlösbare Aufgabe – drei Siege am Stück gegen Weißenfels. Die Heimfestung des ETV hatte den UHC zwar des Öfteren ins Straucheln bringen können, die Dominanz, die der Rekordmeister auf eigenem Boden zu Tage legte, deutet jedoch auf einen sogenannten „Sweep“ hin, drei Siege am Stück.

Serienstand UHC Weißenfels – ETV Hamburg 2:0
1. Partie: UHC Weißenfels vs. ETV Hamburg 9:4
2. Partie: UHC Weißenfels vs. ETV Hamburg 11:2

Meister ihres Fachs im Duell – Thomas Händler vs. Mike Dietz