Damen starten ins Liga-Finale

2011 entschied Weißenfels die Finalserie in drei Spielen mit 4:3, 3:0 und 5:3 für sich. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

2011 entschied Weißenfels die Finalserie in drei Spielen mit 4:3, 3:0 und 5:3 für sich. / Foto: Rudolf Schuba, floorball-europe.com

Nicht nur die Bundesliga der Herren, sondern auch die der Damen startet an diesem Wochenende mit ihrer Finalserie um die deutsche Meisterschaft. Die Ansetzung war zwar schon zu Saisonbeginn absehbar, im Endspiel geht es für Weißenfels und Grimma nun aber um alles. Das Floorballmagazin wirft einen Blick auf beide Kontrahenten.

Der höchste Damen-Wettbewerb hofft mit Aussicht auf die kommende Saison auf eine Erlösung. Eine Bundesliga aus drei Mannschaften ist wohl nur in einer Ausnahmesaison tragbar. Dieser Umstand ändert aber nichts daran, dass sich in der Finalserie mit Weißenfels und Grimma die zwei erfolgreichsten Teams Deutschlands wiederfinden.

Der Titelträger UHC Weißenfels hat sich zur spielstärksten Equipe der Bundesrepublik entwickelt und stellt mit talentiertem Eigengewächs wie Pauline Baumgarten, Laura Neumann oder Nancy Gatzsch sowie erfahrenen Zuzüglern wie Anika Mähler oder Franziska Liebing mittlerweile den größten Anteil der deutschen Nationalmannschaft.

Der MFBC Grimma überzeugt hingegen mit erfahrenen Fachkräften wie Fanny Gatzke oder Sophie Kühne und ambitionierten Nachwuchslern wie Sonja Dietel oder Bundesliga-Topscorer Anne-Marie Mietz. Gegen Weißenfels kassierte man 2011/2012 zwar zunächst drei Niederlagen in Folge (1:3, 4:6 und 5:6 n.V.), überraschte aber zuletzt mit einem 6:0-Coup.

Der amtierende Meister meldet keine personellen Ausfälle: „Die kränkelnden Mädels sind mittlerweile bestens auskuriert. Wichtig ist, dass wir zum Finale mit unserem kompletten Kader auflaufen können.“ Die Wochen vorm entscheidenden Endspurt habe Weißenfels für Trainingslager und Testspiele genutzt. „Die Trainingseinheiten waren wirklich anstrengend aber haben uns sehr gut auf die kommenden Partien vorbereitet. Wir haben das letzte verpatzte Aufeinandertreffen gegen Grimma ausgewertet und unsere Fehler erkannt. Jede von uns will den Titel und gemeinsam holen wir ihn“, verspricht Franziska Liebing.

Grimmas Coach Ralf Kühne befürchtet den Ausfall von Spielmacherin Fanny Gatzke: „Gerade die Linie um Fanny mit Topscorerin Anne-Marie Mietz ist von einer zentralen Schlüsselspielerin sehr abhängig. Für mich als Headcoach wird es in den verbleibenden Trainingseinheiten eine der zu treffenden Entscheidungen sein, wer Fanny ersetzen kann. Auch der Einsatz von U19-Nationalspielerin Lisa Glaß ist wegen einer Schulterverletzung fraglich, wodurch die neue dritte Linie mit den ´Oldies´ Juliane Hoffmann und Sophie Kühne ebenfalls wackelt.“ Kühne wolle aber nun, dass auch Spielerinnen aus der zweiten Reihe Verantwortung übernehmen.

Am Samstag startet die Finalserie in der Grimmaer Muldentalhalle. Weißenfels wird in den darauffolgenden Partien vom Heimvorteil profitieren können.

Spielplan der Finalserie der 1. MaXxPrint Bundesliga
01. April, 14h: MFBC Wikinger Grimma – UHC Weißenfels
14. April, 18:30h: UHC Weißenfels – MFBC Wikinger Grimma
21. April, 13h: UHC Weißenfels – MFBC Wikinger Grimma*
*eventuelles drittes Spiel

Externe Quellen: uhc-weissenfels.de, red-kites.de