„Hattrick“ für finnischen Goalie


In der finnischen Salibandyliiga ist für Seinajoki der erste Titelgewinn der Vereinsgeschichte greifbar nahe. Nach einem historischen 13:4-Sieg gegen Helsinki im dritten Spiel der Finalserie fehlt dem Vizemeister nur noch ein Erfolg zur Krönung. Bemerkenswert: Goalie Jarkko Ihme sammelte in jener Partie satte drei Scorer-Punkte.

Für Ihme´s Kollegen im Tor von Helsinki war es hingegen ein verbrauchter Arbeitstag: Bereits nach neun Minuten und vier Gegentoren erlöste SSV-Coach Mika Ahonen seine Nummer eins Lötjönen und ersetzte ihn durch Tschechiens Nationalgoalie Rytych. Doch Seinajoki schoss in der Folge munter weiter und schauckelte den Spielstand kontinuierlich in die Höhe, nach 40 Minuten bis auf 8:3. Vor allem in Eins-gegen-eins Situationen zeigten Mikko Kohonen und Co dem Serienmeister immer wieder dessen Grenzen auf.

Drei Scorer-Punkte in einem Spiel gesammelt - SPV-Goalie Ihme. /Foto: Mikko Hyvärinen

Im letzten Drittel wurde es gar historisch, und zwar in doppelter Hinsicht: Nicht nur, dass fünf weitere Treffer Seinajokis den 13:4-Endstand besiegelten. Es war die höchste Niederlage, die Helsinki je in den Playoffs der Salibandyliiga kassierte. SPV-Goalie Jarkko Ihme machte zudem mit seinem Assist zum letzten Treffer des Spiels quasi einen „Vorlagen-Hattrick“ perfekt. Denn Ihme hatte bereits im zweiten Abschnitt zwei Treffer seines Teams vorbereitet. Damit hatte er in dem Duell mehr Punkte gesammelt als jeder Spieler Helsinkis.

Durch den beeindruckenden Sieg führt Seinajoki in der Best-of-five Serie nun 2:1 und benötigt nur noch einen Sieg zum ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte. Beim amtierenden Champion aus Helsinki sieht man die Lage trotz der satten Klatsche und des Rückstands in der Serie nicht allzu dramatisch: „Kein Grund zu heulen“, so SSV-Trainer Mika Ahonen. „Wir haben heute im Prinzip nur dagestanden und zugeschaut. Seinajoki war klar besser.“ Zuversicht dürfte Ahonen aber ein Blick in die jüngere Vergangenheit geben: Als beide Teams im letztjährigen Finale aufeinandertrafen, ging dieses über die volle Distanz von fünf Spielen. Am Ende siegte Ahonens Team.

Daran errinnert sich dessen Gegenüber, SPV-Trainer Tommy Koponen, schmerzlich genau. Wohl auch deshalb konstatierte Koponen nach dem berauschenden Sieg seiner Mannschaft betont nüchtern: „Wir haben noch nichts erreicht.“

Quelle: floorball.org